Organspende

Wenn andere Therapieverfahren nichts mehr ausrichten können, ist die Transplantation eines Spenderorgans für viele Menschen die einzige Chance auf Überleben. Rund 12.000 Patienten in Deutschland, davon allein über 2.500 in NRW, sind derzeit auf der Warteliste für diesen rettenden Eingriff vermerkt.

Ob sich ihre Hoffnung erfüllt, hängt einzig und allein davon ab, ob für sie rechtzeitig ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht. Leider sterben jedoch viele Patienten auf der Warteliste, bevor sie ein passendes Organ erhalten. Eine Erhöhung der bei weitem nicht ausreichenden Zahl an Organspenden stellt daher nach wie vor eine große Herausforderung dar, der sich auch das Transplantationszentrum des UKM stellt. Deswegen steht im Fokus der Öffentlichkeitsarbeit auch die Aufklärung über das Thema Organspende.

Zum Thema Organspende gibt es viele offene Fragen und eine große Unsicherheit. Deshalb sollen in diesem Rahmen möglichst viele Antworten gegeben werden. Anhand der häufig gestellten Fragen zum Thema Organspende möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich gründlich zu informieren.

Organspende bezeichnet das zur Verfügung stellen von Organen zur Transplantation. Die Organspende findet in der Regel nach dem Tod statt; unter bestimmten Bedingungen ist auch eine so genannte Lebendspende möglich. Das Alter der Spender ist weniger relevant als der Zustand der Organe, jedoch wird nur sehr selten jenseits des vollendeten 70. Lebensjahres gespendet (gemäß Alterklassifikation des Berichtes nach § 11 des Transplantationsgesetzes).

Ohne Organspende gibt es in Deutschland keine Transplantation. Weltweit herrscht ein erheblicher Mangel an Spenderorganen, so dass sich lange Wartelisten gebildet haben. Die Angaben über die Wartezeiten für eine Spenderniere in Deutschland variieren; sie sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betragen aktuell etwa 6 - 8 Jahre.

Viele Patienten auf Herz-, Leber- und Lungenwartelisten versterben, weil nicht rechtzeitig ein Organ zu Verfügung steht. In der Regel stammen Organe für die Transplantation von hirntoten Patienten, d.h. Menschen, deren Kreislauffunktionen nach einer schweren Hirnschädigung noch mit Maschinen aufrechterhalten werden, während das Gehirn bereits gestorben ist. Da ein solcher Zustand unumkehrbar und mit dem Tod des Individuums gleichzusetzen ist sowie zwangsläufig mit dem Abschalten der Maschinen im Herz-Kreislauf-Stillstand endet, können Organe zur Transplantation entnommen werden. Die exakte Regelung ist im Transplantatiosngesetz festgelegt. Weitere Informationen dazu finden Sie

 
 
 
 

Welche Organe können transplantiert werden?

Derzeit können folgende Organe und Gewebe an den deutschen Transplantationszentren transplantiert werden:

  • Niere
  • Leber
  • Herz
  • Lunge
  • Dünndarm und
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Hornhäute
  • Herzklappen
  • Blutgefäße
  • Muskel- und Knochengewebe