Organspendeausweis

Der Organspendeausweis schafft Klarheit. Er ist nicht nur dazu da, um sich für die Organspende auszusprechen, sondern auch um ein klares Nein zur Organspende zu formulieren. Wenn er nicht vorliegt, müssen ansonsten im Fall eines Unfalls oder einer plötzlichen schweren Erkrankung die Angehörigen entscheiden; der Betroffene hätte dann keine Möglichkeit mehr, sein Persönlichkeitsrecht wahrzunehmen. Zudem entlastet der Ausweis die Angehörigen in einer bedrückenden Situation von einer schwerwiegenden Entscheidung.

Ihren persönlichen Organspendeausweis können Sie bei uns anfordern!

Im seit 1997 modifizierten Organspendeausweis kann man das Einverständnis zur Organspende entweder generell erteilen, widersprechen oder es auf bestimmte Organe oder Gewebe einschränken. In der Zeile "Anmerkungen/Besondere Hinweise" kann man eine Person benennen, die im Todesfall benachrichtigt werden soll.

Das Ausfüllen dieser Erklärung ist ein völlig unbürokratischer Akt. Es ist auch möglich, seine Erklärung einfach nur auf einem Bogen Papier festzuhalten. Eine testamentarische Erklärung ist jedoch nutzlos, da ein Testament zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, an dem es für eine Organentnahme zu spät ist.

Wer seine Einstellung zur Organspende ändert, muss lediglich die alte Erklärung vernichten. Auf einem neuen Ausweis kann man seine geänderte Einstellung festhalten. Außerdem ist es sinnvoll, die Angehörigen oder eine andere Vertrauensperson zu informieren.

Der Organspendeausweis wird am besten bei den Personalpapieren mit sich getragen, da in einer Unfallsituation hier als erstes nachgeschaut wird. Man kann den Ausweis aber auch bei Angehörigen oder einer nicht verwandten Vertrauensperson hinterlegen. Der Organspendeausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt.

Umfagen zufolge wären etwa 80 % der Bürger bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden - allerdings halten nur wenige Menschen ihre Entscheidung schriftlich fest oder teilen sie nahe stehenden Menschen mit.

Viele Angehörige, die von den Ärzten in der Klinik um die Einwilligung zur Organentnahme bei einem Verstorbenen gebeten werden, sind daher unsicher, mit welcher Entscheidung sie dem Willen der Verstorbenen entsprechen.

Daher ist es wichtig, sich zu Lebzeiten mit dem Thema Organspende zu beschäftigen, um so zu einer persönlichen Entscheidung kommen zu können. Wer seine eigene Entscheidung in einem Organspendeausweis festhält, schafft Klarheit und erspart seinen Angehörigen unter Umständen eine große Belastung.

Der Besitzer eines Organspendeausweises kann sich generell für eine Organspende aussprechen. Möglich ist aber auch, die Spende auf bestimmte Organe oder Gewebe einzuschränken, bestimmte Organe auszuschließen oder einer Organspende generell zu widersprechen. Außerdem kann er eine Person benennen, die im Todesfall benachrichtigt werden soll.

Mit dem Organspendeausweis muss niemand fürchten, sich endgültig festzulegen. Wer seine Einstellung zur Organspende ändert, muss lediglich die alte Erklärung vernichten. Auf einem neuen Ausweis kann man seine geänderte Einstellung festhalten.

Das Ausfüllen dieser Erklärung ist völlig unbürokratisch und mühelos. Es ist auch möglich, seine Erklärung einfach auf einem Bogen Papier formlos festzuhalten. Eine testamentarische Erklärung wäre jedoch nutzlos, da ein Testament zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, an dem es für eine Organentnahme zu spät ist.

Ihren persönlichen Organspendeausweis können Sie bei uns anfordern:

Transplantationszentrum Münster
Transplantationsbüro
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1
48149 Münster
Telefon: 0251 / 83 - 4 83 00, - 4 83 30
Fax: 0251 / 83 - 4 83 34
www.ukmuenster.de
tp.buero(at)­ukmuenster(dot)­de

Nach dem Transplantationsgesetz können Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr ihre Bereitschaft zur Organspende zu erklären. Bereits ab dem 14. Lebensjahr kann man einer Organentnahme widersprechen.

Informieren Sie Angehörige und Freunde darüber, dass Sie einen Organspendeausweis ausgefüllt haben - das gibt Sicherheit für alle. Zudem vermeiden Sie, dass Ihre Angehörigen in Gewissenskonflikte geraten, wenn sie im Fall eines Hirntodes auf Grund eines Unfalls oder einer plötzlichen schweren Erkrankung die Entscheidung für oder gegen eine Organspende übernehmen müssen.

Der Organspendeausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt. Es ist sinnvoll, den Ausweis mit den übrigen Papieren bei sich zu tragen. In Notfällen schauen Rettungskräfte dort als erstes nach und können die Angehörigen verständigen. Möglich ist aber auch, den Ausweis bei Angehörigen oder einer nicht verwandten Vertrauensperson zu hinterlegen.

 
 
 
 

Kontakt

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Private Entscheidung

Der Organspendeausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt. Es ist sinnvoll, den Ausweis mit den übrigen Papieren bei sich zu tragen.

Abbildung Vorderseite Organspende "No Panic for Organic"
Abbildung Rückseite Organspende "No Panic for Organic"
Organspendeausweise gibt es in vielen Varianten - dies ist ein Beispiel unserer Klinik mit unserem Partner nopanicfororganic.