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Intensivmedizin

Pflege auf den intensivmedizinischen Stationen des UKM bedeutet vor allen Dingen die kontinuierliche Rund-um-die-Uhr-Versorgung der vital bedrohten Patienten. Neben dem Umgang mit hochspezialisierter Medizintechnik steht eine sehr engmaschige und intensive Versorgung der Patienten im Mittelpunkt. Körperliche, geistige und psychosoziale Probleme werden gleichermaßen berücksichtigt, dies umso mehr, als dass die Arbeit auf einer Intensivstation immer auch die Konfrontation mit bleibender Behinderung, chronischer Krankheit und dem Sterben eines Menschen bedeutet.

Innerhalb des vierstufigen Pflegemodells entsprechen Intensiv- und Observationsstationen immer der Pflegeintensität "high care" oder "intermediate care". Dies setzt seitens der Pflege eine hohe fachliche Kompetenz aller Pflegenden voraus. Knapp die Hälfte der dort Beschäftigten sind ausgebildetete Fachgesundheits- und Kinder-/Krankenpflegerin/-pfleger in der Intensivpflege und Anästhesie.

Die Intensiv- und Observationsstationen am UKM für die konservative Medizin sind jeweils den einzelnen Fachkliniken zugeordnet. Im Bereich der operativen Medizin ist die Klinik und Poliklinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin zuständig für die Versorgung  der Intensivpatienten. Einzelne Observationszimmer befinden sich auf der Infektionsstation, in der Gynäkologie, der Orthopädie und der LANO. Daraus ergibt sich eine stationsübergreifende Vernetzung der Intensivpflege mit dem gesamten UKM. Die Koordination der Patientenströme und die Personalplanung erfolgt durch zentrale Koordinatoren.

Besondere Aufgaben der Pflege:

  • Die vital bedrohten Patienten werden rund um die Uhr intensiv betreut. Die Anzahl der Pflegekräfte bleibt dabei gleich.
  • Ein kontinuierliches, umfassendes Monitoring sorgt für eine engmaschige Überwachung. 
  • Die Pflegenden versorgen Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf, u.a. respiratorisch eingeschränkte Patienten bis hin zu künstlich beatmeten Patienten, wahrnehmungsbeeinträchtigte Patienten und kreislaufinstabile Patienten.
  • Die Anforderungen an die Intensivpflege werden unterstützt durch das Pflegekonzept der Wahrnehmungsfördernden Pflege.
  • Notfallmanagement und Herzalarm gehören zum Alltag auf Intensivstationen.
  • Die Pflege erfüllt die hohen Standards der Infektionsprophylaxe bei intensivmedizinischer Isolation.
  • Die Pflegenden setzen den klinikweiten Standard "Wundmanagement" inkl. Dokumentation um.
  • Die Pflegenden assistieren bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen wie z.B. Bronchoskopien, Tracheotomien (Luftröhrenschnitt), Anlage von Kathetern und Drainagen
  • Aufgrund der klinikweiten Vernetzung der Intensivstationen ergibt sich ein hoher Bedarf an Transportbegleitung u.a. von Hochrisikopatienten
  • Die Arbeit geschieht in einem interdisziplinären Team mit Ärzten, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Diätassistenten und dem psychosozialen Dienst.
  • Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Funktionsabteilungen des Klinikums wie Katheterlabor, Radiologie, Endoskopie und Zentrallabor.
  • Die psychosoziale Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen ist Teil des täglichen Tuns.
  • Die Trauerbegleitung und die Betreuung sterbender Patienten erfordert ein Höchstmaß an Sensibilität gegenüber den Betroffenen und eine seelisch stabile Persönlichkeit.
 
 
 
 
Foto Pflege