Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie

+++ UPDATE: Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens hat die Stadt Münster mit sofortiger Wirkung die Auflagen für Bewohner des Kreises Warendorf zurückgenommen, während diese für die Bewohner des Kreises Gütersloh weiter bestehen bleiben (siehe Meldung „Wert unter 50“). Das UKM schließt sich dieser Regelung an. Ab sofort gelten die unten genannten Beschränkungen nur noch für den Kreis Gütersloh.


Das Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh erfordert am UKM einige Änderungen im Umgang mit Patienten und Besuchern. 

BESUCHER: Besuche von Personen mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Ausgenommen davon sind die Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie Besuche von schwerstkranken/palliativen Patienten

PATIENTEN: Ambulante und stationäre Patienten mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh können ab Donnerstag, 25.06.2020, nur mit vorliegendem negativen Testergebnis am UKM behandelt werden. Dieser Test darf nicht älter als 2 Tage sein. Diese Regelung gilt auch für Begleitpersonen. Gegebenenfalls sollte die Behandlung und/oder Aufnahme des Patienten bis zum vorliegenden Testergebnis aufzuschieben. Akute Notfälle aus der Region bekommen selbstverständlich die vollständige medizinische Versorgung und werden über die Infektionsstation aufgenommen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Informationen zur UKM-Corona-Teststelle

Die UKM-Corona-Teststelle und die Corona-Hotline sind an allen Wochentagen erreichbar. Werktags sind wir von 8-20 für Sie da, an Wochenenden und Feiertagen von 8-16 Uhr.

| Anfahrt mit Google Maps

Testung von Verdachtsfällen, UKM-Patienten sowie Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Gütersloh
Abstriche werden grundsätzlich nur aufgrund Corona-verdächtiger Symptome, bei engem Kontakt zu einem positiv getesteten COVID-19-Fall, oder auf Anordnung des Gesundheitsamtes durchgeführt. Zusätzlich führen wir Testungen für Patienten unmittelbar vor Aufnahme in das UKM durch. Diese Patienten werden gebeten, sich in der Zeit von 8-12 Uhr vorzustellen. Darüber hinaus können sich ab 12 Uhr auch Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh ohne Symptome oder COVID-19-Kontakt testen lassen.

Ablauf
Eine Überweisung und eine Voranmeldung sind nicht notwendig. Wir benötigen lediglich Ihre Krankenversicherungskarte.

Anfahrt & Wartezeiten
Wir weisen darauf hin, dass es in Stoßzeiten zu erheblichen Wartezeiten kommen kann. Die Teststelle ist als Drive-In konzipiert, so dass Sie die Wartezeit im Auto verbringen können.

Ergebnisübermittlung
Die Testergebnisse werden im Regelfall am Folgetag automatisch per Telefon an Sie übermittelt. Das schriftliche Ergebnis erhalten Sie per Post innerhalb von 2-3 Werktagen.

Corona-Hotline
Sollten Sie Fragen rund um eine Coronainfektion haben, kontaktieren Sie uns unter T 0251 83-55555.

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in allen Gebäuden des UKM

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.
  • Bitte beachten Sie: Besuche von Personen mit Wohnsitz im Kreis Warendorf oder Gütersloh sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Ausgenommen davon sind die Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie Besuche von schwerstkranken/palliativen Patienten

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

 

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

  • bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen
  • Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten
  • oder positiv auf Coronavirus getestet wurden

Ambulante und stationäre Patienten mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh können ab Donnerstag, 25.06.2020, nur mit vorliegendem negativen Testergebnis am UKM behandelt werden. Dieser Test darf nicht älter als 2 Tage sein. Diese Regelung gilt auch für Begleitpersonen. Gegebenenfalls sollte die Behandlung und/oder Aufnahme des Patienten bis zum vorliegenden Testergebnis aufzuschieben.


Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Unsere Forschungsprojekte

Das Fach der Phoniatrie und Pädaudiologie umfasst eines der facettenreichsten Gebiete der Medizin. Die Forschung ist multidisziplinär und beinhaltet Pädaudiologie, Genetik, Psychologie, Physiologie, Neurophysiologie, Pädagogik und Logopädie. Die behandelten Themen beschäftigen sich mit dem komplexen Zusammenspiel der Gehirnphysiologie und -plastizität, des Hörsystems, der Sprache, der Stimme sowie der Lernmöglichkeiten im Kindes- und Erwachsenenalter. Es geht dabei auch um methodische Verbesserungen und Verfeinerungen in der Diagnostik, der Prävention sowie der Versorgung und Therapie bei auftretenden Störungen.

Das europäische Forschungsvorhaben PanCare Studies in Fertility and Ototoxicity to Improve Quality of Life after Cancer during Childhood, Adolescence and Young Adulthood. EU, 7th Framework Programme, PanCare LIFE, 602030 (12.2013-11.2018) wurde gerade abgeschlossen und hat bereits zu hochwertigen Publikationen geführt (wie Lancet Oncology IF 36.418, European Journal of Cancer IF 7.191), weitere Publikationen sind in Vorbereitung.

Aus dem laufenden DFG-ProjektMembrantransporter als Mediatoren der Chemotherapeutika-induzierten Toxizität DFG CI 107/11-1 (11.2017-11.2020) in Kooperation mit Herrn Prof. G. Ciarimboli (Experimentelle Nephrologie) und Herrn Dr. M. Rinschen (Kidney Research Center Cologne) wurden erste Ergebnisse zur Publikation eingereicht.

Die wissenschaftlichen Projekte, die sich derzeitig in Vorbereitung befinden, sind im Folgenden zusammengefasst. Sie zeigen das Entwicklungspotential unseres interdisziplinären Fachgebietes, insbesondere auch im Kontext des Fächerkanons der Medizinischen Fakultät und der Forschungsschwerpunkte „Neuronale Systeme“ und „Zelldifferenzierung, Regeneration und Neoplasie“ mit den Hauptthemen Ototoxizität, Genetik von Kommunikationsstörungen, Rehabilitation bei schwerhörigen Kindern:

Implementation of a web-based audiological database and a Two-Way Radio Modem Data Transfer system for multicenter monitoring of possible hearing losses in children and adolescents with central nervous system tumours

Evaluation of current and optimisation of long-term audiological monitoring, and efficient and effective management of hearing impairments/-loss in childhood brain tumour patients and survivors within the HITNetwork
Deuster D, Matulat P, Tillmanns A, Parfitt R, am Zehnhoff-Dinnesen, A
Kooperationspartner: HIT Life Consortium Multifactorial Late Effects in Childhood Brain Tumour Survivors, coordinating investigators Tallen G, Rutkowski St, Klinik für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie UK Hamburg-Eppendorf

Richtungshören im Störgeräusch: Signalverarbeitung und Höranstrengung

Knief A, Deuster D, Parfitt R, am Zehnhoff-Dinnesen
Kooperationspartner: Schulte M Hörzentrum Oldenburg GmbH, Plotz, K Jade Hochschule Oldenburg

Genetische Analysen bei einer Familie mit dominant erblichem Stottern

Regele S, Deuster D, am Zehnhoff-Dinnesen A
Kooperationspartner: Tüttelmann F, Röpke A Institut für Humangenetik UK Münster

Genetik der Spezifischen Sprachentwicklungsstörung

Regele S, Deuster D, Reichmuth K, am Zehnhoff-Dinnesen A
Kooperationspartner: Röpke A, Wieacker P Institut für Humangenetik UK Münster
Genehmigt durch die Ethikkommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Westfälischen Wilhelms-Universität AZ.: 2010-464-f-S Sprachentwicklung

Strukturelle Hirnveränderungen bei spezifischen Sprachentwicklungsstörugen

Regele S, Deuster D, Reichmuth K, am Zehnhoff-Dinnesen A
Kooperationspartner: Sundermann B, Pfleiderer B, Heindel W, Institut für Klinische Radiologie UK Münster
Genehmigt durch die Ethikkommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Westfälischen Wilhelms-Universität AZ.: 2010-464-f-S Sprachentwicklung

Auswirkung der nächtlichen Druckunterstützung (CPAP) auf Symptome und Zeichen eines laryngopharyngealen Refluxes (LPR) bei Patienten mit obstruktivem Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS)

Abouelela A, Deuster D
Kooperationspartner: Boentert M, Institut für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen UK Münster
Genehmigt durch die Ethikkommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Westfälischen Wilhelms-Universität AZ.: 2018-680-f-S CPAP

Langzeituntersuchungen bei Patienten mit Kallmann-Syndrom

Deuster D.
Kooperationspartner: Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie UK Münster

Flexibleres und bedarfsabhängiges Monitoring von hörstabilen Cochlea-Implatat-Patienten durch aktuelle Remote-Care-Optionen moderner Sprachprozessoren in Verbindung mit Smartphones

Matulat P, Knief A, Deuster D, am Zehnhoff-Dinnesen A
Antrag bei Cochlear Research and Development Ltd., Addlestone

Langzeit-Effektivität des „Münsteraner Elternprogramms“ - einer Frühinterventionsmaßnahme im ersten Lebensjahr bei Säuglingen und Kleinkindern mit Hörschädigung (Fortsetzung)

Reichmuth, K., Matulat, P. am Zehnhoff-Dinnesen, A.
Kooperationspartner: Hofmann R., Internationales Centrum für Begabungsforschung der der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud Universiteit Nijmegen
unterstützt durch Hörmal! e.V. und den Bundesverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen (BDH)

Sprachentwicklung, Bildungschancen und Lebensqualität der „neuen Generation“ hörgeschädigter Kinder nach Einführung des Neugeborenen Hörscreening in Deutschland

Reichmuth, K., Matulat, P. am Zehnhoff-Dinnesen, A.
unterstützt durch Hörmal! e.V. und den Bundesverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen (BDH)

„Sich in andere Menschen hineinversetzen können“- Die Entwicklung der Theory-of-Mind bei Kindern mit Hörschädigung

Reichmuth, K., Matulat, P. am Zehnhoff-Dinnesen, A.
Antrag bei der Leopold-Klinge-Stiftung

Projekte in Diskussion:

Transtympanale Applikation des Otoprotektivums Sodium-Thiosulfat unter Platin-haltiger Chemotherapie bei tumorkranken Jugendlichen
Rumstadt J, Deuster D, Tillmanns A, Parfitt R, am Zehnhoff-Dinnesen, A
Kooperationspartner: Klinik für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie UK Münster

Stimmverarbeitung
Deuster D.
Kooperationspartner: C. Dobel, HNO-Klinik des Universitätsklinikums Jena

Genetische Analysen bei hereditären Hörstörungen
Tillmanns A, Deuster D, am Zehnhoff-Dinnesen A
Kooperationspartner: evtl. Institut für Humangenetik UK Münster, evtl. in Kooperation mit Bolz H Senckenberg Zentrum für Humangenetik Frankfurt am Main

Promotionen und Habilitationen

Von der Klinikdirektorin wurden bisher über 40 Promotionsarbeiten betreut, 12 im Zeitraum von 2008 bis 2018, überwiegend mit Note magna cum laude. In der Amtszeit der Klinikdirektorin haben sich vier Mitarbeiter habilitiert:

  • 1999 Priv.-Doz. Dr. med. Eberhard Seifert, jetzt Assoc. Professor und Leitender Arzt Phoniatrie, Universitätsspital Inselspital Bern, Schweiz
  • 2011 Frau Priv.-Doz.'in Dr. phil. Lisa Bartha-Döring, jetzt Assoc. Prof. PhD, Spezialbereich Neuropädiatrie, Klinische Abteilung für Pädiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Medizinische Universität Wien
  • 2013 Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Schmidt, jetzt in Gemeinschaftspraxis Münster
  • 2017 Herr Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt, Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, UK Münster.

Wenn Sie Interesse an einer Promotion an unserer Klinik haben, kontaktieren Sie uns bitte per Mail oder persönlich.