Aktuelles der Stabsstelle Telemedizin

Hier finden Sie aktuelle Mitteilungen und Veranstaltungen der Stabsstelle Telemedizin.

Votum für Telemedizin

Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke (CDU) aus Münster und der Ehrenpräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, haben sich Mitte Juli über telemedizinische Visiten zwischen dem UKM und den im Projekt TELnet@NRW angebundenen regionalen Krankenhäusern informiert.

Dass der Ausbau von Telemedizin für die ländliche Patientenversorgung in Zukunft unabdingbar sein wird, dessen ist sich der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKM, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, sicher. Aus diesem Grund hat er den Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Nacke (CDU) aus Münster und den Ehrenpräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, eingeladen, sich die bereits vorhandenen telemedizinischen Möglichkeiten am UKM anzusehen.

„Ich freue mich, unseren Gästen die technischen Möglichkeiten der telemedizinischen Visiten über gesicherte Datenverbindungen vorstellen zu können. Das UKM hat bereits durch das vom Innovationsfonds geförderte Projekt TELnet@NRW die technischen Voraussetzungen dafür. Im Projekt arbeiten wir sektorenübergreifend mit unseren Partnerkrankenhäusern einerseits und einem Ärztenetzwerk andererseits. Telemedizinische Visiten bieten so die Möglichkeit, medizinisches Wissen ins Land zu tragen“, so Van Aken. Der Ärztliche Direktor des UKM erläuterte weiter, dass der Erfolg der telemedizinischen Visiten sich auch darin erweise, dass die Anzahl der Patienten, die aus den peripheren Häusern zur weiteren intensivmedizinischen Betreuung ans UKM überwiesen wurden, seit Bestehen des Projektes drastisch gesunken sei. Für die Patienten selbst sei es von Vorteil, dass sie durch die beratende Expertise des UKM in den regionalen Krankenhäusern vor Ort die optimale Behandlung erhalten und nicht verlegt werden müssen.

Nacke und Kösters ließen sich die technischen Voraussetzungen der Telemedizin erläutern und stimmten darin überein, dass künftig mehr Telemedizin gebraucht würde, um die medizinische Versorgung der Menschen in der Region sicherzustellen. Auch der besondere Vorteil einer räumlichen Nähe zwischen einem telemedizinischen Zentrum und den daran angebundenen Kliniken wurde deutlich. In Münster wären die Gegebenheiten bei Fortführung der telemedizinischen Visiten über das Projekt TELnet@NRW hinaus schon gegeben.

 

Telemedizinische Visite am UKM mit dem Josephs-Hospital in Warendorf: MdL Dr. Stefan Nacke und der Ehrenpräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, (hintere Reihe, 3. bzw. 4. v.r.) zeigten sich beeindruckt.

Vortrag: „Das Super-Krankenhaus Aarhus? Gesundheitsversorgung 4.0 in Dänemark - „zwischen Menschlichkeit“ und Digitalisierung“ am 23.05.2019 (16:00 bis 17:00 Uhr)

Seien Sie herzlich eingeladen zum Vortrag „Das Super-Krankenhaus Aarhus? Gesundheitsversorgung 4.0 in Dänemark - „zwischen Menschlichkeit“ und Digitalisierung“, der am Donnerstag, den 23. Mai 2019 von 16:00 bis 17:00 Uhr im Hörsaal der Chirurgischen Klinik, Waldeyer Straße 1, 48149 Münster stattfinden wird. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Referent, Dr. Sven Meister, ist Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund und beschäftigt sich seit über 13 Jahren mit der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. Als Zukunftsforscher ist er an der Medizininformatik-Initiative beteiligt, unterstützt Krankenhaus-Großprojekt z.B. am Standort Aarhus in Dänemark und bestimmt derzeit die digitale Reife von 60 Krankenhäusern in Deutschland. In über 70 Publikationen setzt er sich mit Fragen der digitalen Gesundheit auseinander.

Wir freuen uns, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Bitte nehmen Sie Ihre Anmeldung unter telemedizin(at)­ukmuenster(dot)­de vor.

Veranstaltungsort
UKM – Chirurgische Klinik
Hörsaal 
Albert-Schweitzer-Campus 1 (Geb. W1)
Anfahrt: Waldeyerstraße 1
48149 Münster

2. TELnet@NRW-Kongress in Aachen

Der 2. TELnet@NRW-Kongress am 6. Februar 2019 im CT² – Center for Teaching and Training an der Uniklinik RWTH Aachen stand unter dem Motto “Verstetigung – Vom Projekt in das GKV-Versorgungssystem”.

Das seit Februar 2017 durch den Innovationsfonds des G-BA geförderte Projekt TELnet@NRW bezweckt den Aufbau eines sektorübergreifenden telemedizinischen Versorgungsnetzwerks in der Intensivmedizin und Infektiologie in den Modellregionen Münster bzw. Münsterland und Aachen. Die Konsortialpartner des dreijährigen Projekts sind neben dem Universitätsklinikum Münster (regionaler Leiter) die Uniklinik RWTH Aachen (als Projektleiter und Konsortialführer), das Ärztenetz MuM Medizin und Mehr eG Bünde, das Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V., die Techniker Krankenkasse, die Universität Bielefeld, die ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH und 17 teilnehmende Krankenhäuser.

Am Kongresstag erwartete die rund 180 Teilnehmer nach einem Überblick über den aktuellen Projektstand u.a. ein Austausch namhafter Expertinnen und Experten aus Politik, Forschung, Verbänden und Praxis zur Frage der Bedeutung des Innovationsfonds für zukunftsfähige Versorgungsstrukturen sowie zu den Möglichkeiten, vielversprechende eHealth-Projekte in das Versorgungssystem der GKV zu integrieren.

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Workshop Telehealth am 24.01.2018 fand großen Anklang

Rund 40 Teilnehmer informierten sich bei dem dreistündigen Workshop Telehealth am 24. Januar 2018 auf dem Campus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bei führenden Experten aus den USA und Deutschland über den aktuelle Stand sowie Trends der Telemedizin. In Kooperation mit zeb.health care bot die Stabsstelle Telemedizin (Universitätsklinikum Münster) die Möglichkeit zum Austausch über telemedizinische Versorgungsformen, Umsetzungsstrategien und Implementierungserfahrungen in internationalem Rahmen. Professor Bryan Arkwright aus dem Telehealth Center of Excellence von SCP Consulting Services (USA) gab als ‚Best Practicer‘ u.a. einen Einblick in die Entwicklung professioneller Strategien, Organisationsmodelle und die personelle sowie technologische Infrastruktur in den USA in den vergangenen Jahren rund um die Tele-Gesundheitsversorgung. Gemeinsam mit Moderator Dr. Oliver Wagner (SCP Consulting Services, zeb.health care consulting) beleuchtete er dabei mitunter die positiven Effekte der Einführung der Telemedizin auf die Patientenzufriedenheit und -gesundheit, gab einen Überblick über die Anbieterstruktur sowie die Einnahmenmöglichkeiten in den USA und beschrieb die strategische Unternehmensentwicklung sowie Umsetzungserfahrungen.

Priv.-Doz. Dr. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin, informierte ferner über telematische Anwendungen und Projekte am Universitätsklinikum Münster und ging vertiefend auf die Forschungsprojekte TELnet@NRW, T.I.M.E. und NFDM-Sprint sowie den Medizinischen Bildversand und das elektronische Zuweiserportal ein. Sowohl im Plenum als auch in Einzelgesprächen blieb viel Raum für den regen Austausch zu Fragen sowie zu Optionen und Modellen für internationale telemedizinische Kooperationen.

v.l.: PD Dr. Christian Juhra (UKM), Dr. Oliver Wagner (SCP Consulting Services,
zeb.health care), Prof. Bryan Arkwright (SCP Consulting Services), Prof. Dr. Joachim
Paul Hasebrook (zeb.health care), Dr. Christian Heitmann (zeb.health care)

Projekt „Notfalldaten-Management-Sprint“ erfolgreich abgeschlossen

Die große Mehrheit der am Modellprojekt beteiligten Ärzte ist mit dem Anlageprozess von Notfalldatensätzen äußerst zufrieden. Auch bei Patienten findet das Projekt Notfalldaten-Management-Sprint (NFDM-Sprint) Anklang. Die meisten von ihnen fühlen sich damit im Notfall sicherer und favorisieren als zukünftigen Speicherort die elektronische Gesundheitskarte. Das sind einige der Ergebnisse des Pilotprojekts NFDM-Sprint, die Anfang April – im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe – auf dem Campus des UKM präsentiert wurden.

Zwischen Mai und November 2016 hatten 31 niedergelassene Ärzte zusammen mit sieben Kollegen vom UKM in der Region Münster und Umgebung insgesamt 2.598 Notfalldatensätze auf Wunsch von Patienten angelegt. Die regionale Projektkoordination übernahm dabei – mit Unterstützung durch das Institut für Medizinische Informatik, das Zentrum für Klinische Studien Münster und den Geschäftsbereich IT – die Stabsstelle Telemedizin des UKM. Initiiert wurde das Projekt von gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen auf der Gesundheitskarte mbH und Bundesärztekammer mit dem Ziel, bereits vor der bundesweiten Einführung des Notfalldaten-Managements zu testen, wie gut die Anlage eines Notfalldatensatzes im Praxisbetrieb funktioniert. Die elektronische Gesundheitskarte kam bei dem Projekt jedoch noch nicht zum Einsatz. Stattdessen erhielten die Patienten einen Ausdruck ihres Notfalldatensatz, der in einer Notfallsituation vorgelegt werden kann.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte bei der Vorstellung der Projektergebnisse: „Mit dem E-Health-Gesetz machen wir Tempo, damit der Nutzen der Digitalisierung den Patientinnen und Patienten noch stärker zugutekommt. Dass künftig Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, kann im Ernstfall Leben retten. Klar ist: Die Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten steht immer an erster Stelle.“ Auch der Leiter der Stabsstelle Telemedizin am UKM, Priv.-Doz. Dr. Christian Juhra, zeigte sich von dem Projektergebnis beeindruckt: „Der Notfalldatensatz hat das Potential, die Notfallversorgung in Deutschland noch weiter zu verbessern. Die teilnehmenden Patienten und Ärzte hielten den Notfalldatensatz für sehr sinnvoll und wünschten mehrheitlich eine Einführung nach Projektende.“

UKM_NFDM

Update TIME-Projekt

Im Teilprojekt „Notfalldaten“ des TIME-Projektes wurde zur Nutzenevaluation des Notfalldatensatzes (NFD) eine zweitägige Simulationsstudie durchgeführt. Die zentrale Fragestellung lautete: „Hat das Vorhandensein eines NFD in einer Notsituation einen Einfluss auf die Anamneseerhebung und die präklinische Notfallversorgung eines Patienten durch den Notarzt?“.

Während der Studie durchliefen 36 Notärzte je zwei von drei präklinischen Notfallszenarien einmal mit und einmal ohne NFD. Primärer Endpunkt ist das Erreichen eines zuvor definierten Zielkriteriums im jeweiligen Szenario. Sekundäre Endpunkte sind die Zeit vom Eintreffen am Notfallort bis zum Abtransport des Patienten sowie die Vollständigkeit der Anamneseerhebung. Die derzeit laufende Auswertung basiert auf dem gewonnenen Videomaterial, den ausgefüllten DIVI-Notarztprotkollen und auf Befragungen der Notärzte zur Anwendung des NFD. Die ersten Ergebnisse werden für das erste Quartal 2017 erwartet.

 
 
 
 

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. med. Christian Juhra, MBA
Stabsstelle Telemedizin

Hüfferstraße 73-79
48149 Münster

T 0251 83 58222
F 0251 83 59269
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