Klinik für Urologie und Kinderurologie

Klinische Studie zur Behandlung der Blase

TNT-Trial: Wirksamkeit der Transkutanen Nerven STimulation zur Behandlung der überaktiven Harnblase

Die überaktive Harnblase mit ihren Symptomen häufiger Harndrang, nächtlichem Wasserlassen und/oder drangbedingtem Harnverlust belastet viele Erwachsene. Medikamente mildern die Symptome, führen aber häufig zu Nebenwirkungen und müssen längerfristig eingenommen werden. Sie haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Studie am Universitätsklinikum Münster eine neuartige und nebenwirkungsfreie Behandlung zu testen. Durch eine selbstständig und zu Hause durchführbare Elektrostimulation eines Fußnervens, glauben wir die Symptome deutlich reduzieren zu können.

Sie haben Interesse an der Studie teilzunehmen?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie per E-Mail unter tnt(at)­ukmuenster(dot)­de oder unter der Telefonnummer T 0251 83-41660 (Anrufbeantworter, wir rufen Sie zurück) Näheres zu dieser Studie erfahren.

Teilnehmer/innen

  • geeignete Teilnehmer/innen: 18-70 Jahre alt, Symptome einer überaktiven Harnblase (plötzlicher Harndrang mit/ohne Dranginkontinenz, häufiges Wasserlassen)

Rahmenbedingungen

  • Studiendauer drei Monate, langfristige Fortführung der Therapie ist hiernach möglich
  • insgesamt drei Visiten am Universitätsklinikum Münster
  • selbstständige Heimanwendung einer Elektrostimulation für 15 Minuten an fünf Tagen/Woche
  • keine bekannten Nebenwirkungen
  • Genehmigung der Ethikkommission Westfalen/Lippe liegt vor

Auschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • Kinder < 18 J
  • Alter > 70 J
  • Einnahme von Psychopharmaka, Antiepileptika, Antidepressiva
  • Vorhandensein eines Schrittmachers
  • Zustand nach anderen neuromodulativen Verfahren (Sakrale Neuromodulation, Perkutane tibiale Nervenstimulation)
  • Zustand nach einer Injektionsbehandlung mit Botox in den Detrusor
  • Neurogene Ursache der Harndrangsymptomatik (z.B. Z.n. Apoplex, Multiple Sklerose, M.Parkinson, Querschnittslähmung)
  • ♂ obstruktive Miktionsbeschwerden (Prostatagröße > 40 ccm, schwacher Harnstrahl)
  • ♀ Senkungsbeschwerden
  • Relevante Belastungsinkontinenz (Urinverlust bei leichter körperlicher Bewegung)
  • Blasenschmerzsyndrom/Interstitielle Zystitis
  • Zustand nach Blasentumor
  • Rezidivierende Harnwegsinfektionen (> 3/Jahr bzw. > 2/Halbjahr)
  • Anatomische Anomalien der Harnblase und Harnröhre wie z.B. Blasendivertikel, Blasenwandverdickung, Harnröhrenstriktur
  • Restharn über 20% des Miktionsvolumens bzw. > 100 ml
 
 
 
 
 
 
 

Kontakt

Ansprechpartner

Dr. Fabian Queißert
Koordinator des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums
Münster-Coesfeld, Leiter der Studie