Medizinische Klinik B (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Klinische Infektiologie)

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Wir möchten Sie bitten, dass Sie nur in dringenden Fällen bei uns in der Ambulanz vorstellig werden. Sollten Sie grippeartige Symptome (insbesondere Fieber und Husten) haben, kontaktieren Sie uns bitte zunächst telefonisch (T 0251 8347661), so dass wir das weitere Prozedere abstimmen können, ohne die anderen Patienten zu gefährden.

Wir bitten um Verständnis.

+++ UPDATE: Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens hat die Stadt Münster mit sofortiger Wirkung die Auflagen für Bewohner des Kreises Warendorf zurückgenommen, während diese für die Bewohner des Kreises Gütersloh weiter bestehen bleiben (siehe Meldung „Wert unter 50“). Das UKM schließt sich dieser Regelung an. Ab sofort gelten die unten genannten Beschränkungen nur noch für den Kreis Gütersloh.


Das Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh erfordert am UKM einige Änderungen im Umgang mit Patienten und Besuchern. 

BESUCHER: Besuche von Personen mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Ausgenommen davon sind die Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie Besuche von schwerstkranken/palliativen Patienten

PATIENTEN: Ambulante und stationäre Patienten mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh können ab Donnerstag, 25.06.2020, nur mit vorliegendem negativen Testergebnis am UKM behandelt werden. Dieser Test darf nicht älter als 2 Tage sein. Diese Regelung gilt auch für Begleitpersonen. Gegebenenfalls sollte die Behandlung und/oder Aufnahme des Patienten bis zum vorliegenden Testergebnis aufzuschieben. Akute Notfälle aus der Region bekommen selbstverständlich die vollständige medizinische Versorgung und werden über die Infektionsstation aufgenommen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Informationen zur UKM-Corona-Teststelle

Die UKM-Corona-Teststelle und die Corona-Hotline sind an allen Wochentagen erreichbar. Werktags sind wir von 8-20 für Sie da, an Wochenenden und Feiertagen von 8-16 Uhr.

| Anfahrt mit Google Maps

Testung von Verdachtsfällen, UKM-Patienten sowie Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Gütersloh
Abstriche werden grundsätzlich nur aufgrund Corona-verdächtiger Symptome, bei engem Kontakt zu einem positiv getesteten COVID-19-Fall, oder auf Anordnung des Gesundheitsamtes durchgeführt. Zusätzlich führen wir Testungen für Patienten unmittelbar vor Aufnahme in das UKM durch. Diese Patienten werden gebeten, sich in der Zeit von 8-12 Uhr vorzustellen. Darüber hinaus können sich ab 12 Uhr auch Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh ohne Symptome oder COVID-19-Kontakt testen lassen.

Ablauf
Eine Überweisung und eine Voranmeldung sind nicht notwendig. Wir benötigen lediglich Ihre Krankenversicherungskarte.

Anfahrt & Wartezeiten
Wir weisen darauf hin, dass es in Stoßzeiten zu erheblichen Wartezeiten kommen kann. Die Teststelle ist als Drive-In konzipiert, so dass Sie die Wartezeit im Auto verbringen können.

Ergebnisübermittlung
Die Testergebnisse werden im Regelfall am Folgetag automatisch per Telefon an Sie übermittelt. Das schriftliche Ergebnis erhalten Sie per Post innerhalb von 2-3 Werktagen.

Corona-Hotline
Sollten Sie Fragen rund um eine Coronainfektion haben, kontaktieren Sie uns unter T 0251 83-55555.

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in allen Gebäuden des UKM

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.
  • Bitte beachten Sie: Besuche von Personen mit Wohnsitz im Kreis Warendorf oder Gütersloh sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Ausgenommen davon sind die Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie Besuche von schwerstkranken/palliativen Patienten

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

 

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

  • bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen
  • Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten
  • oder positiv auf Coronavirus getestet wurden

Ambulante und stationäre Patienten mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh können ab Donnerstag, 25.06.2020, nur mit vorliegendem negativen Testergebnis am UKM behandelt werden. Dieser Test darf nicht älter als 2 Tage sein. Diese Regelung gilt auch für Begleitpersonen. Gegebenenfalls sollte die Behandlung und/oder Aufnahme des Patienten bis zum vorliegenden Testergebnis aufzuschieben.


Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Sprechstunde für Zilienerkrankungen der Leber

Was sind primäre Zilien?

Primäre Zilien sind einzelne Härchen, die auf fast allen Zelltypen des menschlichen Körpers vorkommen. Sie sind wie kleine Antennen, die Signale aus der Umgebung wahrnehmen und in das Zellinnere weiterleiten. Zilien spielen eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, Zelldifferenzierung und der Kommunikation zwischen den Zellen.

Was passiert, wenn die Funktion der Zilien defekt ist?

Die Zilien setzen sich aus einer Vielzahl von verschiedenen Eiweißen zusammen. Die Baupläne dafür sind in unserer Erbsubstanz (Genom) gespeichert. Wenn sich hier Fehler einschleichen, können die Zilien ihre oben beschriebenen Funktionen nur noch mit Einschränkung erfüllen. Da Zilien auf fast allen Zelltypen des Körpers vorkommen, können bei einer einzigen Genveränderung häufig gleichzeitig mehrere Organsysteme erkranken. Häufig betroffen sind zum Beispiel die Nieren, die Leber, die Augen, das Skelett oder das Gehirn.

Hier eine Auswahl der wichtigsten Erkrankungen, bei denen eine Leberbeteiligung einer Zilienerkrankung auftreten kann.
Bardet-Biedl-Syndrom

Meckel-Gruber-Syndrom

Nephronophthisis

Senior-Løken-Syndrom

Joubert-Syndrom

autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD)

autosomal rezessive polyzstische Nierenerkrankung (ARPKD)

polyzystische Lebererkrankung (PCLD)

 

Was passiert, wenn die Zilien in der Leber defekt sind?

Innerhalb der Leber gibt es nur auf den Gallengangszellen primäre Zilien; die eigentlichen Leberzellen weisen keine Zilien auf. Je nach dem Zeitpunkt der Schädigung in der Entwicklung der Leber zeigen sich unterschiedliche Erkrankungen, die allesamt von den Gallenwegen ausgehen:

Von-Meyenburg-Komplexe/biliäre Hamartome

-diese haben selten schwerwiegende Folgen für den Patienten

kongenitale hepatische Fibrose

-problematisch kann hier der erhöhte Pfortaderdruck vor der Leber werden, der in manchen Fällen eine Lebertransplantation oder andere, drucksenkende Maßnahmen erforderlich macht

Caroli-Syndrom

-manche Patienten entwickeln schubweise wiederkehrende Gallenwegsentzündungen und Gallenwegssteine. Außerdem ist das Risiko für Gallenwegskrebs erhöht

Zystenleber

-problematisch ist hier der verdrängende Effekt der Leberzysten, der zu Schmerzen, Luftnot, raschem Völlegefühl und reduzierter Beweglichkeit führen kann. Es stehen medikamentöse, operative oder interventionelle Behandlungsansätze zur Verfügung. In extremen Fällen kann auch eine Lebertransplantation durchgeführt werden

Choledochuszysten

-hier stehen Beschwerden sowie eine maligne Entartung im Vordergrund. Die Therapie ist üblicherweise chirurgisch

Was passiert in unserer Sprechstunde?

Sollten bei ihnen bereits eine Zilienerkrankung (außer bei Zystenleber) diagnostiziert worden sein, können wir mittels spezieller nicht invasiver Messverfahren (Leberelastographie) feststellen, ob möglicherweise auch ihre Leber betroffen ist. Dies ist unabhängig von eventuell erhöhten Leberwerten wichtig, da man selbst bei bekannter Genveränderung häufig nicht vorraus sagen kann, ob die Leber betroffen ist

-genetische Untersuchung und genetische Beratung bei einem Verdacht auf eine Zilienerkrankung

-Sichtung extern erfolgter Leberbiopsien, beziehungsweise Organisation einer Leberbiopsie am UKM

-Evaluation von Therapieoptionen bei Zystenlebern: Zystensklerosierung, Vermittlung Zystenfensterung, medikamentöse Therapien, Lebertransplantationen

-Evaluation bei Therapieoptionen bei kongenitaler hepatischer Fibrose und Caroli-Syndrom: TIPS-Anlage, Lebertransplantation, ERC bei Gallengangssteinen

 

Darüber hinaus besteht ein großes wissenschaftliches Interesse an der Erforschung von Zilienerkrankungen der Leber. Dies betrifft sowohl die Charakterisierung der klinischen Verläufe, die Identifizierung neuer Kandidatengene und der molekularen Zusammenhänge. Die Dunkelziffer der nicht erkannten Fälle dürfte aufgrund der Seltenheit und geringen Bekanntheit der Erkrankungen insgesamt deutlich höher liegen.

 

Bitte nehmen sie mit uns Kontakt auf (gerne per E-mail), wenn sie unter einer der oben genannten Erkrankungen leiden, beziehungsweise wenn der Verdacht darauf geäußert wurde.

 
 
 
 

Wir sind für Sie da

Hier erhalten Sie weitere Informationen und können einen Termin in unserer Ambulanz vereinbaren:
Terminvereinbarung:

T 0251 83483330
F 0251 8349542
Überweisung - ambulante Behandlung

Ihr Weg zu uns

Universitätsklinikum Münster
Medizinische Klinik B
Leberambulanz I, Zentralklinikum, Ebene 05 Ost
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster

Ärztlicher Ansprechpartner

Kooperationen

Neocyst Register https://www.neocyst.de/de/

Centrum für seltene Erkrankungen https://www.ukm.de/index.php?id=9826

Selbsthilfegruppen

Deutsche Leberhilfe e.V.
Krieler Str. 100
50935 Köln
Telefon: 0221 / 28 299-80
Telefax: 0221 / 28 299-81
info(at)­leberhilfe(dot)­org
https://www.leberhilfe.org/

Leberhilfe Projekt gUG
Dülkenstraße 9
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https://www.leberhilfe-projekt.de/home.html