Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Hand- und Mikrochirurgie

In unserer Klinik wird das gesamte Spektrum der Handchirurgie angeboten. Hierbei fließen sowohl konservative als auch operative Behandlungsmaßnahmen ein. Jeder Eingriff an der Hand erfordert hohe Fachkompetenz und Sorgfalt. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und der neuesten technischen Ausstattung können wir Ihnen moderne Therapien anbieten. 

Operiert wird grundsätzlich unter mikrochirurgischen und atraumatischen Bedingungen sowie möglichst immer in Blutleere. Die Details der Behandlung stimmen wir im Vorfeld mit Ihnen ab. Im Vordergrund steht für uns Ihnen eine rasche Wiedereingliederung in Ihr privates und berufliches Leben zu ermöglichen.

Unser Spektrum umfasst sowohl konservative als auch operative Therapien im Bereich der Hand. Etwa 50 Prozent unserer Operationen betreffen akute Verletzungen. Die Versorgung sämtlicher Verletzungen (Sehnenverletzungen, Gefäßverletzungen, Nervenverletzungen, Knochenbrüche, Hautdefekte, schwere Handverletzungen und deren Spätfolgen) sowie die Replantation abgetrennter Gliedmaßen erfolgt direkt oder in einer zweiten Operation unter Einsatz von Sehnentransplantationen, Knochentransplantationen, Gefäßtransplantationen, und Nerventransplantationen, Sehnenumlagerungsoperationen (motorische Ersatzoperationen) sowie freien Lappenplastiken. Unser Ziel ist die bestmögliche Wiederherstellung der Handfunktionen und eine schnellstmögliche Genesung. 

Die andere Hälfte der Eingriffe unterteilt sich in rekonstruktive Eingriffe nach weit zurückliegenden Verletzungen oder Erkrankungen, Korrekturen von Fehlbildungen, Operationen von Tumoren und verschiedene weitere Erkrankungen der Hand.


Verletzungen der Blut zuführenden Gefäße (Arterien) werden, je nach Lokalisation der Verletzung, sofort durch mikrochirurgische Nähte des Gefäßes versorgt. Bei langstreckiger Beschädigung einer Arterie können z. B. Venen zur Überbrückung des Defektes eingesetzt werden. Im Anschluss ist eine medikamentöse Therapie zur Blutverdünnung für 5-7 Tage notwendig, um einen Verschluss des rekonstruierten Blutgefäßes zu vermeiden.


Die Durchtrennung von Nerven im Bereich des Armes führen zu einem Ausfall der Sensibilität und der Muskulatur abhängig von Höhe und Art der Nervenverletzung. Das Nähen des Nerven führt nicht zu einer sofortigen Wiederherstellung der Funktion. Der körperferne Anteil des Nerven dient als Leitstruktur für die aus dem körpernahen Anteil neu wachsenden Nervenzellen. Bei langstreckigen Verletzungen werden die beschädigten Nervenanteile entfernt und durch Nerven aus einer anderen Körperregion ersetzt, um ein Wiedererlangen der Muskelfunktion zu erreichen. Bis zur Wiederkehr der Funktion muss eine intensive physio- und ergotherapeutische Behandlung zum Erhalt der Gelenk- und Muskelfunktion, meist in Kombination mit Schienenbehandlungen, durchgeführt werden.


Verletzungen des Unterarmes und der Hand können einzelne Strukturen wie z. B. nur den Knochen betreffen, bei komplexen Verletzungen sind mehrere Strukturen durchtrennt oder stark beschädigt und reichen bis zu einer kompletten Abtrennung der Gliedmaße. Abhängig von Art und Lokalisation der Verletzung erfolgt die handchirurgische Behandlung.
Durch einen Unfall oder z. B. als Folge einer Operation entstandene Haut-, Weichteil- und Knochendefekte können durch verschiedene Lappenplastiken und Transplantation von Knochen chirurgisch versorgt werden. Wir bieten in unserer Klinik ein weites Spektrum von verschiedenen rekonstruktiven Operationen an.


Knochenbrüche im Bereich des Unterarmes und der Hand werden handchirurgisch mit den modernsten Implantaten und Methoden versorgt. Nicht verheilte Frakturen werden Pseudarthrose ("Falschgelenk") genannt und sind aufgrund der fehlenden Stabilität häufig Ursache für ausgeprägte Beschwerden des Patienten. Die Behandlung erfolgt durch eine operative Entfernung der Pseudarthrose und einer stabilen Versorgung durch Osteosynthesematerialien. Gegebenenfalls wird Knochen einer anderen Körperregion entnommen und angelagert, um den Heilungserfolg zu erhöhen.


Die Behandlung von durchtrennten Beugesehnen erfordert im Bereich der Hand eine Versorgung durch einen Handchirurgen um eine gute funktionale Wiederherstellung zu erreichen. Die Komplikationsmöglichkeiten bei nicht optimaler Versorgung können von einem erneutem Reißen der Sehne, einem ungewollten Nachgeben der Sehnennaht bis hin zu ausgeprägten Bewegungseinschränkungen durch Verklebungen der Sehne reichen. Nach operativer Versorgung von Beugesehnenverletzungen ist eine Nachbehandlung für mindestens 6 Wochen in einer speziellen Bewegungsschiene und eine intensive physio- und ergotherapeutische Weiterbehandlung notwendig. Die Nachbehandlung wird bereits im Rahmen der stationären Behandlung eingeleitet.


In unserer Klinik werden häufig Amputationsverletzungen der oberen Extremität behandelt. Diese werden abhängig von Art und Lokalisation der Verletzung operativ versorgt, und soweit möglich, eine Replantation durchgeführt. Hiernach sind je nach Schweregrad der Verletzung weitere Operationen zur Rekonstruktion erforderlich sowie eine langzeitige Physio- und Ergotherapie und Behandlung mit Orthesen notwendig.


In unserer Klinik wird ein breites Spektrum von Erkrankungen der Hand versorgt. Eine Auswahl der Erkrankungen finden Sie im Anschluss aufgelistet.

  • Infektionen der Hand
  • Aseptische Knochennektrose
  • Arthrose an Gelenken
  • Rheumatische Veränderungen
  • Gutartige und bösartige Tumore der Hand
  • Gefäßveränderungen

    • Hypothenar-Hammer-Syndrom

  • Nervenkompressionssyndrome

    • Karpaltunnelsyndrom
    • Kubitales Ulnariskompressionssyndrom
    • Loge de Guyon Syndrom

  • Sehnenscheidenengen
  • Dupuytren-Kontrakturen
  • angeborene Fehlbildungen der Hand
  • Epidermiolysis bullosa
 
 
 
 

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Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie

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