Aktionsstand zur Woche der Wiederbelebung: Prüfen. Rufen. Drücken - Münster vorbildlich bei der Laienreanimation

Mit einem Aktionstag in Münsters Stubengasse in der Innenstadt will das UKM am Samstag, den 21. September den Blick auf die Bedeutung der Laienreanimation bei einem plötzlichen Herzstillstand lenken. Mit dabei sind auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss, und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Sie werden vor Ort aktiv die Reanimation üben. Passanten sind eingeladen, sich anzuschließen. Ein Angebot, das Münsters Bürger sicher wahrnehmen werden: Denn schon jetzt sind sie laut einer Studie in Sachen Laienreanimation bundesweites Vorbild. 

Jeder Besucher der Innenstadt ist am Samstag, den 21. September aufgerufen, beim Aktionstag in der Stubengasse von 10.00 bis 16.00 Uhr mitzumachen und anhand von Dummys die Wiederbelebung aktiv zu üben. Unter dem Motto „Prüfen. Rufen. Drücken.“ werden Teilnehmer zur richtigen Reanimation angeleitet und lernen dabei, dass man eigentlich nichts falsch, dafür aber alles richtig machen kann. „Gerade die Münsteraner sind im Notfall bereit, beherzt einzugreifen“, lobt der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKM (Universitätsklinikum Münster), Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken.

Die Woche der Wiederbelebung findet seit 2013 jährlich statt. „Damals lag bundesweit die Quote der medizinischen Laien, die im Notfall von sich aus und ohne zu zögern wiederbelebt haben, nur bei 17,7 Prozent“, sagt Van Aken. „Damit war Deutschland in Europa trauriges Schlusslicht. Im vergangenen Jahr waren es dank unserer intensiven Aufklärungsbemühungen schon 38,5 Prozent, die bereit waren, sofort Hilfe zu leisten. Und was mich besonders freut: In der Stadt Münster haben Laien sogar in über der Hälfte aller Notfälle (51,5 Prozent)  die richtigen Maßnahmen ergriffen, häufig unterstützt durch telefonische Anleitung der Feuerwehr-Leitstelle.“

Van Aken bezieht sich auf eine Erhebung des Deutschen Reanimationsregisters. Nach den Daten des nationalen Registers liegt für Patienten auch das neurologische Ergebnis nach erfolgter Wiederbelebung in der Stadt Münster deutlich über den Ergebnissen anderer, auch internationaler Regionen. „Wenn möglichst schnell und effizient reanimiert wird, haben die Betroffenen nur sehr selten bleibende neurologische Ausfälle“, erklärt Van Aken das gute Abschneiden. Um die Bedeutung der Laienreanimation zu unterstreichen, werden sich auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss, sowie Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe aktiv vor Ort beteiligen. Weiss kommt in Vertretung von Jens Spahn, der als Bundesgesundheitsminister Schirmherr der Kampagne ist.

Mit der Kampagne „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ wollen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e.V. das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer stärken – für mehr gerettete Leben.

Zur Webseite der Aktionswoche. 

 

Samstag, 21. September 2019, 10.00-16.00 Uhr
Veranstaltungsort
Stubengasse
48143 Münster

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