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Präzises Rechnen für die richtige Arzneimittelgabe

FOTO/UKM: Foto: AMTS ist Teamarbeit: PTA Denise Niemeyer bereitet eine Infusion vor, die Oberärztin Dr. Julia Sandkötter zuvor genau berechnet und angeordnet hat. Gegeben wird die Infusion später von Fachkinderkrankenpflegerin Karin Evers. Alle Arbeitsschritte werden
Am Freitag (17. September) ist Welttag der Patientensicherheit. Neben zahlreichen Hygiene- und Sicherheitsstandards wird am UKM (Universitätsklinikum Münster) die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) groß geschrieben, denn laut Untersuchungen sterben in Deutschland mehr Menschen an vermeidbaren Medikationsfehlern als im Straßenverkehr. Besonders bei Frühchen ist Präzisionsarbeit gefragt, weshalb Dr. Julia Sandkötter einen nicht unwesentlichen Teil ihres Arbeitstages mit Rechnen verbringt.

Denn als Oberärztin auf der Frühgeborenen- und Kinderintensivstation ist sie auch verantwortlich für die Anordnung von Arzneimitteln – und das ist gerade bei den kleinsten, teils wenige hundert Gramm leichten Patienten häufig eine besondere Herausforderung. Wie schwer ist das Kind, hat sich das Gewicht seit der letzten Arzneimittelgabe verändert, wie sind die Leber- und Nierenwerte und wie arbeitet der Stoffwechsel? Diese Fragen sind wichtig, um die richtige Dosierung für ein Arzneimittel zu berechnen. Und anders als bei Erwachsenen unterliegt das Gewicht bei sehr kleinen Kindern großen Schwankungen. Die meisten Arzneimittel werden über eine Infusion gegeben. Und auch hier gibt es einen entscheidenden Unterschied zu erwachsenen Patienten: „Für Kinder gibt es keine Standardlösungen. Wir berechnen für jedes Kind individuell die richtige Zusammensetzung der Infusion“, erklärt Dr. Julia Sandkötter.

Angefertigt werden die Lösungen dann in der UKM-Apotheke, für das Stellen und Vorbereiten der intravenösen Medikamente ist eine pharmazeutisch-technische Assistentin auf der Station zuständig, alle weiteren Arzneimittel bereitet das pflegerische Team nach ärztlicher Anordnung vor. Bei allem gilt das Vier-Augen-Prinzip, denn ein Fehler kann schnell passieren und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Auswirkungen haben. „Arzneimitteltherapiesicherheit ist immer Teamarbeit“, weiß auch Dr. Christoph Klaas. Er und seine Mitarbeitenden in der Apotheke stehen täglich im engen Austausch mit den Stationen am UKM und sensibilisieren immer wieder für das Thema Arzneimitteltherapiesicherheit. „Fast jeder Patient – ob Kind oder Erwachsener – im Krankenhaus bekommt Arzneimittel, oft mehrere gleichzeitig. Durch ständig neue Wirkstoffe ist das Thema immer komplexer geworden. Unterschiedlichen Untersuchungen zu Folge sterben in Deutschland mehr Menschen an vermeidbaren Medikationsfehlern als im Straßenverkehr. Wir haben uns das Ziel gesetzt, proaktiv an der Verbesserung der AMTS zu arbeiten“, erklärt der Krankenhausapotheker.

Eine weitere Herausforderung für die Kinderärzte am UKM: Nicht alle Medikamente haben eine offizielle Zulassung für Kinder, der Nutzen von Arzneimitteln beruht häufig lediglich auf Erfahrungswerten. Um diesen Nutzen auch wissenschaftlich zu belegen, führt das Team um Klinikdirektor Prof. Heymut Omran immer wieder wissenschaftliche Studien durch. „Auch dieser Aspekt ist wichtig, um langfristig für viele Patientinnen und Patienten Arzneimitteltherapiesicherheit zu schaffen“, erklärt der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie.

Zum Welttag der Patientensicherheit

Unter dem Motto „Mach dich stark für Patientensicherheit – sicher vom ersten Atemzug an“ ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit am 17. September zum Welttag der Patientensicherheit auf. Mehr Infos unter www.tag-der-patientensicherheit.de

Informationen zum Thema 
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) am UKM

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