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UKM-Mitarbeitende bekommen bis Ende des Jahres Angebot einer Booster-Impfung

Foto (UKM): Prof. Hugo Van Aken und Dr. Peter Czeschinski vor dem neuen Impfzent-rum, wo Mitarbeitende des UKM seit Beginn der Woche geimpft werden.
Foto (UKM): Dr. Thomas Kaiser aus der Klinik für Kinderheilkunde am UKM hat sich für eine Doppelimpfung gegen Covid-19 und Grippe entschieden.
Die über 11.000 Mitarbeitenden des UKM (Universitätsklinikum Münster) bekommen bis Ende des Jahres ein Impfangebot für die dritte Covid-19-Impfung, den sogenannten Booster. Zunächst sind die rund 6000 Mitarbeitenden der direkten Krankenversorgung an der Reihe. Diese Mitarbeitenden gehörten bei der Erst- und Zweitimpfung zu den ersten beiden Prioritätsgruppen. Gleichzeitig mit dem Booster wird ihnen auch eine Impfung gegen die saisonale Grippe angeboten. Impfstart war Anfang der Woche.
ukm/aw

 

Stand jetzt sind bereits über 800 UKM-Mitarbeitende zum dritten Mal gegen SARS-CoV-2 geimpft. Viele von ihnen entscheiden sich für eine Doppelimpfung, also zur zusätzlichen Grippeimpfung, sagt der Leiter des Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienstes (AMSD) des UKM, Dr. Peter Czeschinski. „Unsere bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass die Doppelimpfung gut verträglich ist. Impfreaktionen sind weder stärker noch häufiger aufgetreten. Dies gilt auch, wenn nur die dritte Covid-Impfung durchgeführt wurde. Wir impfen zurzeit mit BionTech-Impfstoff und uns wurden keine nennenswerten Impfreakionen berichtet. Die dritte Impfung scheint also allein aber auch in Kombination mit der Grippeimpfung gut verträglich zu sein.“

Inzwischen hat die EMA für den Booster auch den Impfstoff von Moderna zugelassen, hier ist nur die halbe Wirkstoffmenge der Grundimpfung für die Auffrischung erforderlich. „Wir werden je nach Verfügbarkeit die weiteren Impfungen entweder mit dem BionTech-Impfstoff oder alternativ mit dem Moderna-Impfstoff anbieten.“ Grundsätzlich ist nur vorgeschrieben, dass die Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen müsse, so Czeschinski weiter. Einen entscheidenden Unterschied bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit zwischen den beiden Impfstoffen sieht er nicht. 

Für die Booster-Impfungen hat das UKM ein eigenes kleines „Impfzentrum‘“ errichtet. In einem externen Container vor der Klinik für Psychiatrie impfen die Mitarbeitenden des AMSD ihre Kolleg:innen in vier Impfkabinen. „Außerdem konnten wir wieder einige Emeriti, also emeritierte Ärztinnen und Ärzte des UKM, gewinnen, uns bei der Mitarbeiter-Impfung ehrenamtlich zu unterstützen“, freut sich Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKM. „Wir wissen inzwischen, dass es leider bei fünf bis zehn Prozent der Geimpften zu Impfdurchbrüchen kommen kann“, so Van Aken. Entweder, weil die Zahl der Antikörper nicht mehr ausreicht, oder weil – bei besonders Immungeschwächten – kein ausreichender Antikörper-Titer gebildet wurde. „Der Booster hilft, den Antikörper-Status hoch zu halten und verbessert die Immunität auf lange Sicht, deswegen können wir uneingeschränkt eine dritte Impfung für alle nur empfehlen“, ergänzt Van Aken.

Die UKM-eigene Impfstraße hat laut Czeschinski viele Vorteile gegen über dem Lehrgebäude der Medizinischen Fakultät, wo die ersten beiden Covid-19-Impfungen für die Mitarbeitenden durchgeführt wurden. „Die Wege sind kürzer und, weil bei der dritten Impfung kaum Wartezeiten entstehen, können wir hier sehr effizient arbeiten“, sagt er. Neben den vier Impfkabinen ist auch ein separater Raum zur Vorbereitung der Spritzen durch Mitarbeitende des AMSD und der Apotheke angeschlossen. Wer doch einmal eine kurze Zeit auf die Impfung warten muss, kann dies schlechter Witterung in einem beheizten Zelt vor dem Container tun.

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