Kooperation mit der Fachklinik Hornheide: Gründung einer Plastischen Chirurgie am UKM

Foto (UKM/Hauss): Prof. Tobias Hirsch (Mitte) steht nun für die Plastische Chirurgie in zwei Kliniken. Der Krankenhausdirektor der Fachklinik Hornheide, Manfred Littek (2.v.r.), Prof. Michael Raschke (l.) (Direktor der Unfallchirurgie UKM), Prof. Robert Nitsch (2.v.l.) (Vorstandsvorsitzender UKM), sowie Prof. Annegret Kuhn (Stabstelle des Vorstands) freuen sich über die gelungene Kooperationsvereinbarung.

Univ.-Prof. Dr. Tobias Hirsch, Chefarzt der Plastischen Chirurgie der Fachklinik Hornheide in Münster, wird Leiter der neuen Plastischen Chirurgie am UKM / Lückenschluss in der Schwerverletzten-Versorgung

 

ukm/aw

Das UKM (Universitätsklinikum Münster) und die Fachklinik Hornheide schließen eine Kooperation im Bereich der Plastischen Chirurgie. Univ.-Prof. Dr. Tobias Hirsch hat zum 1. Dezember die Leitung der neuen Sektion für Plastische Chirurgie am UKM übernommen und eine Professur für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster erhalten. In enger Kooperation mit der Fachklinik Hornheide wird somit eine Lücke in der Patientenversorgung in Münster geschlossen. Die neue Sektion Plastische Chirurgie an der Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie am UKM wird von Hirsch geleitet, der gleichzeitig Chefarzt der Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie an der Fachklinik Hornheide in Münster ist.

„Ich freue mich auf dieses neue Kooperationsmodell und darauf, die Plastische Chirurgie am UKM aufbauen zu dürfen“, sagt der 41-jährige Hirsch, der seine chirurgische und wissenschaftliche Ausbildung unter anderem am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum und der Harvard Medical School erhielt. „Unser Fach ist in hohem Maße interdisziplinär ausgerichtet. Insofern ergänzt die neue Sektion am UKM mit der Kooperation der Fachklinik Hornheide die bestehenden Kliniken und Abteilungen des UKM ideal. Für unsere Patienten ist gerade die zeit- und ortsnahe Versorgung ihrer Erkrankungen oder Verletzungen ein wertvoller Beitrag zur Wiederherstellung ihrer Lebensqualität.“

Für seine Forschung hat Hirsch mehrere hochdotierte nationale und internationale Preise erhalten. Bundesweit Aufsehen erregt hatte der Fall des kleinen Hassan, bei dem Hirsch und sein Team durch eine experimentelle Gen- und Stammzelltherapie 80 Prozent seiner erkrankten Haut erfolgreich chirurgisch ersetzt hatte.

Der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor  des UKM, Univ.-Prof. Robert Nitsch: „Uns als universitäre Spitzenmedizin und regionalem Maximalversorger ist es wichtig, in allen medizinischen Disziplinen vertreten zu sein und dort die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbieten zu können. Aufgrund unserer Zusammenarbeit mit der Fachklinik Hornheide haben wir mit Hirsch einen Experten gewinnen können, der die Plastische Chirurgie am Standort Münster in universitärer Krankenversorgung, Forschung und Lehre neu aufstellen wird.“ Und der Dekan der Medizinischen Fakultät Münster, Univ.-Prof. Mathias Herrmann, ergänzt: „Mit der Professur für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie an der Medizinischen Fakultät bieten wir erstmals in Münster eine universitäre Forschung auf diesem Gebiet. Damit erfüllen wir einen wichtigen öffentlichen Auftrag.“

Im Zuge der Einführung gehen das UKM und die Medizinische Fakultät mit der Fachklinik Hornheide eine innovative Kooperation ein, die sich langfristig auch in anderen gemeinsamen Projekten niederschlagen soll. Hirsch selbst wird in beiden Häusern arbeiten. Manfred Littek, Geschäftsführer der Fachklinik Hornheide in Münster, sieht auch für seine Klinik in der Kooperation einen großen Nutzen: „Auch wir haben als Arbeitgeber von  Hirsch ein Interesse daran, dass er zusätzlich zu seiner ärztlichen Tätigkeit künftig auch weiter forschen und damit die Fachdisziplin maßgeblich voranbringen kann.“„Die Anbindung von Hirsch an die Medizinische Fakultät Münster und das UKM ist ein erster Schritt zu einer engen Zusammenarbeit mit der Fachklinik Hornheide, die die translationale Forschung aber auch die medizinische Versorgung in der Region Münsterland stärken wird“, sagt Prof. Annegret Kuhn, Leitung der Stabsstelle des Vorstands, die diese Kooperation maßgeblich initiiert und begleitet hat.

Hirsch wird die Disziplin in der münsterischen Universitätsmedizin mit einem Team aus  weiteren Ärzten und Wissenschaftlern etablieren. Organisatorisch wird die Sektion innerhalb des UKM in der Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie angebunden sein. Klinikdirektor Univ.-Prof. Michael Raschke sieht mit der Einrichtung der Plastischen Chirurgie eine Versorgungslücke gerade für Polytraumapatienten in der Region geschlossen: „Bisher waren die regionalen Kliniken, die sich gemeinsam im Traumanetzwerk NordWest organisiert haben, darauf angewiesen, Patienten mit schweren Verletzungen, die zusätzlich zur unfallchirurgischen Versorgung auch eine plastische Rekonstruktion benötigen, an weit entfernte Universitätskliniken weiterzuleiten. Nun werden wir gemeinsam mit der Fachklinik Hornheide auch am UKM in der Lage sein, eine umfassende interdisziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau zu bieten. Für die Patienten in ganz Nordwestdeutschland und der Grenzregion ist das ein unschätzbarer Fortschritt.“ 

Patienten, die sich direkt an die neue Plastische Chirurgie am UKM wenden möchten, können das entweder per Mail an pch(at)­ukmuenster(dot)­de oder unter der Telefonnumer 0251- 83 51499.
Patienten, die sich direkt an die Plastische Chirurgie der Fachklinik Hornheide wenden möchten, können das entweder per Mail an pch(at)­fachklinik-hornheide(dot)­de oder unter der Telefonnummer 0251- 3287441.

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