Neues Notfalltraining am UKM bringt Sicherheit für Patienten

Pascal Hülsmann leitet Gesundheits- und Krankenpflegerin Melanie Hertel an, wie sie bei nicht-reanimationspflichtigen Notfällen optimal unterstützt.

Notfall ist gleich Notfall? Natürlich nicht! Im schlimmsten Fall müssen Patienten reanimiert, also wiederbelebt werden - doch längst nicht jeder Notfallpatient ist automatisch reanimationspflichtig. Viele Patienten, die stationär im UKM (Universitätsklinikum Münster) versorgt werden, müssen allerdings trotzdem infolge z. B. eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder plötzlicher Atemnot während ihres Krankenhausaufenthaltes notfallmäßig behandelt werden. Um die Sicherheit dieser Patientengruppe weiter zu erhöhen, geht das UKM nun neue Wege.

 

ukm/js

Aktuell wird im Klinikum ein strukturiertes Notfalltraining etabliert, in dem die Mitarbeitenden berufsgruppenübergreifend verstärkt in nicht-reanimationspflichtigen Notfällen geschult werden. „Im Krankenhausalltag steht bei Schulungen häufig die Reanimation im Vordergrund. Unser Ziel ist es, die Beschäftigten im Umgang mit kritisch Kranken durch einen klar strukturierten und festgelegten Ablauf  zu stärken und so im besten Fall Reanimationen zu vermeiden“, sagt Christian Hackmann vom UKM Trainingszentrum. Im UKM Trainingszentrum finden in modernen Räumlichkeiten umfassende Schulungen für UKM-Beschäftigte verschiedener Berufsgruppen und Disziplinen statt.

Mitarbeiter aus unterschiedlichen Berufsgruppen in Schulungen und Trainings zusammenzubringen, diese Philosophie wird bereits seit 2007 am UKM umgesetzt. Im Fall des neuen Notfalltrainings kommen die Idee und Konzeption  direkt aus der UKM-Mitarbeiterschaft: Der ausgebildete Kranken- und Gesundheitspfleger und Rettungssanitäter Pascal Hülsmann hat ein Schulungskonzept entwickelt, in das seine Erfahrungen aus beiden Ausbildungen einfließen. „Im Rettungsdienst habe ich regelmäßig praktische Fallsimulationen zu den häufigsten Notfällen außerhalb der Reanimation kennengelernt. Ich glaube, dass wir davon auch im UKM profitieren und Vorreiter in der Krankenhauslandschaft sein können“, betont Hülsmann. Um den Zeitaufwand im Stationsalltag gering zu halten, hat Pascal Hülsmann das Konzept mit Unterstützung des UKM Trainingszentrums in vier Blöcke aufgeteilt: Den theoretischen Algorithmus stellt er während der regulären Team-Besprechungen der Stationen vor, das dazugehörige Handbuch können die Teilnehmenden eigenständig durcharbeiten. Darauf aufbauend findet für jeden Mitarbeiter eine kurze Schulung  auf den Stationen statt, die u.a. eine strukturierte Einschätzung von kritischen Patienten vermittelt.

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