Nabelschnur voran: Putzmuntere Zwillingsmädchen trotz Notfall

Foto/UKM: Glückliche und erleichterte Gesichter nach der turbulenten Geburt von Wilma und Luise bei Vater Ferdinand und Mutter Gesa (vorne) zusammen mit (hinten v.l.) Prof. Dr. Walter Klockenbusch, Hebamme Nicole Gießelmann und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Melanie Robben.
Wilma und Luise schlummern friedlich und zufrieden in den Armen ihrer glücklichen Eltern. Dabei hatten die Zwillingsmädchen aus Münster einen turbulenten Start ins Leben, der auch für den erfahrenen Geburtshelfer Prof. Dr. Walter Klockenbusch und sein Team in der UKM Geburtshilfe alles andere als alltäglich war.
ukm/js

Die Kinder wurden nach einem Nabelschnurvorfall im UKM (Universitätsklinikum Münster) auf die Welt geholt. Ein Nabelschnurvorfall ist ein seltener geburtshilflicher Notfall, bei dem die Nabelschnur vor den vorangehenden Teil des Kindes rutscht. Für das Kind kann das lebensgefährlich sein: Die Nabelschnur kann abgeklemmt und die Versorgung des Kindes mit sauerstoffhaltigem Blut unterbrochen werden. „Ein Nabelschnurvorfall passiert in den allermeisten Fällen im Krankenhaus unter der Geburt. Dass eine Schwangere von Zuhause mit einem Nabelschnurvorfall ins Krankenhaus eingeliefert wird und das Kind nach der Geburt putzmunter ist, habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt“, ist der Leiter der UKM Geburtshilfe Prof. Dr. Walter Klockenbusch sehr erleichtert über den Verlauf.

Dass ihre Zwillinge trotz des Notfalls gesund und munter sind, darüber sind auch die stolzen Eltern Gesa und Ferdinand glücklich und dankbar. Von einem Nabelschnurvorfall hatte sie bis zur Geburt noch nichts gehört, doch Mutter Gesa handelte intuitiv richtig. Sie kam von einer Routineuntersuchung aus der UKM Geburtshilfe nach Hause, als beim Aussteigen aus dem Auto plötzlich die Fruchtblase platzte. „Das war wie im Film. Ich habe dann als erstes meinen Mann angerufen, der direkt kommen konnte“, erinnert sich die 35-jährige. Im Haus angekommen bemerkte sie, dass die Nabelschnur zu sehen war, legte sich hin, rief sowohl einen Rettungswagen als auch im Kreißsaal des UKM an. Binnen weniger Minuten war die Schwangere mit ihrem Mann dort, wo bereits ein großes Notfallteam bestehend aus Hebammen, Ärzten der Geburtshilfe und Kinderklinik, Anästhesisten und OP-Pflege bereit stand. Kurz danach kamen die Mädchen in der 36. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt auf die Welt und entwickeln sich zur Freude aller nun prächtig. „Wir freuen uns nun sehr, gemeinsam mit den Zwillingen Zuhause anzukommen“, strahlen die Eltern. Dort warten mit Henriette und Oskar noch zwei große Geschwister auf Wilma und Luise, die sicherlich dafür sorgen werden, dass es im Leben der Zwillingsmädchen auch weiterhin nicht langweilig wird.

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