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Sepsis: Ein Notfall, bei dem jede Minute zählt

Kein grippaler Infekt, sondern eine Sepsis: Jens Weidemann geht es mittlerweile wieder gut.
In Deutschland erkranken pro Jahr zwischen 280.000 und 350.000 Menschen an einer Sepsis. Fast ein Viertel der Patienten stirbt an der Erkrankung. Da die Symptome einem grippalen Infekt ähneln können, wird die Sepsis oft nicht sofort erkannt. Auch die Zahl der jungen, primär gesunden Menschen, die erkranken, ist beträchtlich.
ukm/ik

Als Jens Weidemann im April dieses Jahres mit Fieber und starken Bauchschmerzen in die Notaufnahme des UKM (Universitätsklinikum Münster) gebracht wurde, wussten seine Familie und er noch nicht, dass er eine Sepsis hat. „Ich hatte klassische Grippesymptome und fand meinen Zustand nicht bedrohlich. In der dritten Nacht verschlechterte sich aber mein Zustand rapide“, erzählt der 42-Jährige. Bereits in der Notaufnahme wurde ihm die Diagnose einer Sepsis gestellt. Es kam zu einem akuten Nierenversagen, einem leichten Lungenversagen und einem septischen Schock. Neun Tage verbrachte der Patient auf der Intensivstation – zwei davon musste er beatmet werden. „Es war mir nicht bewusst, dass diese Krankheit solche bedrohlichen Verläufe nach sich ziehen kann“, so Weidemann.

Die Sepsis, im Volksmund Blutvergiftung genannt, ist eine Reaktion des Körpers auf eine schwere Infektion, die die eigenen Gewebe und Organe schädigt. „Grundsätzlich kann jede Infektion eine Sepsis verursachen – sei es eine Lungenentzündung, eine Schnittverletzung oder ein infizierter Insektenstich. Auslöser sind in den meisten Fällen Bakterien, Viren oder Pilze“, erklärt Prof. Dr. Christian Ertmer, Leiter der operativen Intensivtherapie am UKM. Nicht automatisch entsteht daraus eine Sepsis. „Erst wenn die Infektion und die darauffolgende Entzündungsreaktion ein kritisches Maß überschreiten, kommt es zu einer Sepsis mit Schädigung anderer Organe“, so Ertmer.

Problematisch ist, dass sich eine Sepsis manchmal nur schwer diagnostizieren lässt. Es beginnt scheinbar harmlos: Die typischen Symptome sind Fieber mit Schüttelfrost, Glieder- und Bauchschmerzen – Beschwerden, die auch auf einen grippalen Infekt zutreffen. Dennoch gibt es Anzeichen, die auf eine Sepsis hinweisen: plötzliche Verwirrtheit, erhöhter Puls, niedriger Blutdruck, schnelle Atmung und Atemnot. Treten die genannten Symptome gemeinsam auf, sollten Betroffene nicht zögern und ärztlichen Rat suchen. „Denn wenn die Symptome nicht sofort behandelt werden, kann dies zu Schock, Multiorganversagen und in kürzester Zeit zum Tode führen“, sagt Ertmer.

Trotz der schädlichen Folgen wird die Sepsis oft unterschätzt. Schätzungen zufolge treten jährlich zwischen 280.000 und 350.000 neue Fälle auf. Dabei stirbt fast ein Viertel der Betroffenen an Folgen der Erkrankung. Es ist zudem laut Ertmer falsch anzunehmen, dass eine Sepsis nur chronisch schwerkranke Patienten erwischt. In Einzelfällen erkranken auch junge, gesunde Menschen. „Es ist wichtig, auch junge Patienten darauf zu evaluieren, ob sie eine Sepsis haben könnten. Denn die zügige Einleitung der lebensrettenden Therapie erhöht die Überlebenschancen und vermindert Sepsis-Folgen“, so Ertmer.

Jens Weidemann hatte Glück, dass die Infektion bei ihm rechtzeitig erkannt und behandelt wurde: „Heute geht es mir ganz gut, dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe mich zu 95 Prozent erholt.“

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