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Empfehlung zum Aussetzen von AstraZeneca bei Frauen unter 55 Jahren

Die Universitätsklinken in Nordrhein-Westfalen haben sich an Bun-desgesundheitsminister Jens Spahn und Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann gewendet. Sie fordern, den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca mit sofortiger Wirkung für Frauen unter 55 Jahren auszusetzen – so wie es Bayern und Berlin bereits getan haben. Grund ist die Häufung von lebensgefährlichen Sinusvenenthrombosen bei Frauen dieses Alters.

Aufgrund mehrerer neuer Zwischenfälle von Sinusvenenthrombosen bei Frauen nach Impfung mit AstraZeneca empfehlen die sechs nordrhein-westfälischen Unikliniken dem Land Nordrhein-Westfalen, den Impfstoff für Frauen unter 55 Jahren auszusetzen. Die Bundesländer Berlin und Bayern sind diesen Schritt mit sofortiger Wirkung gegangen. „Laut aktuellen Pressemeldungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Aussetzung zumindest vorrübergehend und zwar so lange, bis sie eine neue Altersempfehlung für das Präparat geben kann“, so Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c., Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM (Universitätsklinikum Münster).  

Als Konsequenz daraus hat das UKM mit sofortiger Wirkung seine Impfaufklärung von Mitarbeitenden zum Impfstoff AstraZeneca ausgesetzt. „Wir hoffen auf eine zeitnahe Reaktion des Bundesgesundheitsministeriums, wie es mit den Impfungen weitergehen wird. Unsere Empfehlung wäre, für die über 60-Jährigen AstraZeneca zu verwenden, weil in dieser Impfgruppe keine Häufung von Sinusvenenthrombosen beschrieben wurden. Alle Personen – also Männer und Frauen – unter 60 Jahre sollten dagegen mit einem der mRNA-Impfstoffe geimpft werden“, so Van Aken.

ukm/aw
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