16.04.18ukm/cf

Die Bedeutung der Stimme

World Voice Day 2018 / UKM und Musikhochschule Münster informieren über den Einfluss von Testosteron auf die Stimme und Sängerkastraten

Foto: (UKM/FZ/Tronquet) Dr. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, informiert gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Zitzmann, Endokrinologe am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA), über den „Klang des Testosterons“

Eine Stimme vermittelt mehr als bloße Worte, denn in ihr spiegeln sich Alter, Geschlecht und auch Gefühle wider – sie ist Ausdruck der Persönlichkeit. Manchmal kann das jedoch auch trügerisch sein, wie bei-spielsweise bei Männern mit einer Hormonstörung. Anlässlich des heutigen internationalen World Voice Day 2018 informieren Experten des UKM (Universitätsklinikum Münster) und der Musikhochschule Münster am Donnerstag, 19.04.2018, über die Bedeutung der Stimme und den Einfluss von Testosteron auf ihren Klang.

„Das Hormon Testosteron hat einen großen Einfluss auf die Stimme, denn es bringt den Kehlkopf zum Wachsen und sorgt somit für den markanten, tiefen Klang bei Männern“, erklärt Dr. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des UKM. „Ohne Testosteron kommt man deshalb nicht in den Stimmbruch und die Stimme bleibt erhöht – wie bei Jungen“, ergänzt der Hormonspezialist Prof. Dr. Michael Zitzmann, Endokrinologe am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) des UKM. So war es auch bei Daniel H.*. „Erst dachte ich, ich sei ein Spätzünder, aber nach und nach wurde mir bewusst, dass die Pubertät bei mir ausgeblieben ist“, sagt der heute 25-Jährige. „Im Supermarkt an der Kasse, beim Sport oder auf der Arbeit – man ist sich im Alltag gar nicht bewusst, welche Bedeutung die Stimme hat.“ Mit 21 Jahren fasste er den Entschluss etwas zu ändern und wendete sich an die Experten aus Münster. Im CeRA ist Daniel H. nun seit mehr als vier Jahren in Behandlung – erfolg-reich. „Zuerst bekam ich Hormonspritzen, heute trage ich täglich ein Hormon-Gel auf“, erklärt der Kfz-Mechatroniker. „Aber endlich bin ich zum Mann geworden – inklusive einer männlichen Stimme.“

Doch nicht alle Männer wollen gar eine tiefe Stimme – zumindest beim Singen. „Countertenöre sind Sänger, die in einer für Männer unüblichen, besonders hohen Stimmlage singen können“, erklärt Deuster. Im Gegensatz zu den berühmten Sängerkastraten, die vor der Pubertät kastriert wurden, um den Stimmbruch zu unterbinden, haben Countertenöre einen ausgebildeten Männerkehlkopf und trainieren das Singen in Sopran oder Alt durch spezielle Techniken. Wer mehr über Sängerkastraten oder den „Klang des Testosterons“ erfahren und einem Countertenor zuhören möchte, kann dies am Donnerstag bei der Veranstaltung.

Dem Wohlklang geopfert – Die Sängerkastraten
Donnerstag, 19. April 2018, ab 18.30 Uhr
Heereman´scher Hof
Königsstraße 47
48143 Münster

(*Name von der Redaktion geändert)

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