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Medizinische
Klinik D

Transplantationsnephrologie

Bei Patient*innen mit Niereninsuffizienz ist eine Nierentransplantation das erstrebenswerte Ziel, da sie im Vergleich zur Dialyse besser zur Wiederherstellung der Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialen Integration der betroffenen Menschen beiträgt. Im Vergleich zu Patient*innen, die dialysieren, ist die Lebenserwartung von transplantierten Patient*innen höher. Die Transplantation ist somit für die meisten aber nicht für alle Patient*innen das am besten geeignete Nierenersatzverfahren. Sprechen Sie mit uns darüber! Die Möglichkeit einer Transplantation sollte bei allen Patient*innen abgeklärt werden.

Die Nierentransplantation ist ein ausgereiftes Behandlungsverfahren. Ein Jahr nach der Operation funktionieren ca. 90 Prozent der Transplantatnieren.

Eine gute Gewebeübereinstimmung zwischen Spender*in und Empfänger*in, eine kurze Konservierungszeit der Spenderniere und eine optimale Vorbereitung und Operation der Transplantatempfänger*in führen zu einer besseren Transplantatfunktion.

Transplantiert werden können Organe von hirntoten Organspender*innen und von Lebendspender*innen. Die Lebendspende findet im Idealfall noch vor Einleitung der Dialyse statt. Die Wartezeit auf eine Spenderniere eines verstorbenen Organspenders oder einer Organspenderin beträgt zurzeit 96 bis 120 Monate. Aktuell warten in Deutschland über 8.000 Patient*innen auf eine Nierenspende.

In Münster haben wir seit mehr als 30 Jahren Erfahrung mit der Nierentransplantation; in unserem Zentrum wurden bisher über 4.000 Nierentransplantationen durchgeführt. Damit sind wir eines der größten Transplantationszentren in NRW.

Wir betreuen Sie auf der Warteliste, vor, während und nach der Transplantation und stehen für alle Fragen gerne zur Verfügung!

Nierentransplantationen am UKM

1964: Erste Nierentransplantation in Münster
1979: Start eines strukturierten Transplantationsprogramms, 
      Gründung des Transplantationszentrums
1985: Erste Lebendspende
1999: Start des Europäischen Seniorenprogramms (European Senior-Program, „Old-for-Old“)
2009: Blutgruppeninkompatible Lebendspende
2011: 3000. Nierentransplantation 
2022: 4000. Nierentransplantation

Transplantationsambulanz

In unserer interdisziplinären Transplantationsambulanz betreuen wir gemeinsam mit unseren Kolleg*innen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie sowie der Medizinischen Klinik B Patient*innen nach der Nierentransplantation und nach kombinierter Leber-Nierentransplantation und Nieren-Pankreastransplantation sowie nach Nieren-Lebendspende. 

Hier werden Sie von in der Transplantationsmedizin erfahrenen Ärzt*innen betreut. Es werden alle notwendigen Untersuchungen zur Nachsorge nach Nierentransplantation vorgenommen. Gerne stehen wir Ihnen für alle Fragen rund um die Nierentransplantation zur Verfügung. Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten, arbeiten wir sehr eng mit Ihren behandelnden Nephrolog*innen und Dialyseärzt*innen zusammen. Dazu ist es erforderlich, dass Sie sich auch nach der Transplantation regelmäßig bei Ihren Nephrolog*innen vorstellen. Diese übermitteln uns aktuelle Befunde und stellen Ihnen auch eine Überweisung für die Nachsorge im UKM aus.

Transplantationsstation

Auf unserer interdisziplinären, internistisch-nephrologisch geführten Transplantationsstation behandeln wir einerseits Patient*innen kurz nach der Transplantation, bei denen z.B. die Blutdruck- oder Medikamenteneinstellung noch verbessert werden müssen. Wir behandeln auf der Station 13 A Ost aber auch Patient*innen mit Komplikationen nach Transplantation, wie z.B. bei akuter Abstoßung oder Infekten.

Außerdem können potenzielle Empfänger*innen und Spender*innen einer Nierentransplantation hier ihre Voruntersuchungen zur Prüfung der Transplantations- bzw. Spenderfähigkeit unter stationären Bedingungen durchführen lassen.

Kontakt

So erreichen Sie uns: +49 251 83-51736

Wartelistenbüro

Zur Vorbereitung auf die Nierentransplantation laden wir Sie zu mehreren Informations- und Aufklärungsgesprächen mit gleichzeitiger Blutentnahme für die Gewebetypisierung ein. Hier besprechen wir in aller Ausführlichkeit Ihre Fragen rund um die Anmeldung und Vorbereitung zur Transplantation.

Sobald uns alle für die Transplantation erforderlichen Untersuchungen vorliegen und keine Gründe gegen eine Transplantation sprechen, werden Sie bei Eurotransplant als transplantabel (T) gemeldet. Die Wartezeit wird Ihnen unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung ab dem ersten Tag Ihrer Dialyse gutgeschrieben.

Während Ihrer Zeit auf der Warteliste stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit Ihren betreuenden Nephrolog*innen und werden von diesen über neue Befunde und Änderungen Ihres Gesundheitszustandes informiert.

Das Wartelistenbüro ist auch für die Vorbereitung und Organisation der Nierenlebendspende zuständig. Wir laden die potenziellen Spender*innen grundsätzlich zu einem ausführlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ein, in welchem alle Aspekte der Lebendspende beleuchtet werden. Anschließend muss die Spendefähigkeit gründlich untersucht werden. Gerne sprechen wir mit Ihnen über alle erhobenen Befunde.

Sollten Sie Interesse oder Beratungsbedarf hinsichtlich einer Nierentransplantation oder Lebendnierenspende haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.

Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation, bei Eurotransplant und beim Lebendspenderegister.

Hier finden Sie die Downloads.

Wartelistenhotline

 (Für Ärzt*innen)
+49 251 83-47813 | 09.00–12.00 Uhr

Wartelistenbüro und Koordination Lebendspende

+49 251 83-47541
+49 251 83-47542 
+49 251 83-47543

+49 251 83-45107

Bei Kontakt per E-Mail geben Sie bitte Ihre Telefonnummer an; wir rufen zurück: wartelistenbuero(at)­ukmuenster.de
KIM-Adresse für Praxen: wartelistenbuero.niere(at)ukmuenster.kim.telematik

Die interdisziplinäre organspezifische Transplantationskonferenz

Sind alle für die Transplantation notwendigen Untersuchungen eingegangen und erlauben aus medizinischer Sicht eine Aufnahme auf die Warteliste, besprechen wir jeden einzelnen Fall in einer interdisziplinären Konferenz. Neben Nephrolog*innen diskutieren Allgemeinchirurg*innen, Anästhesist*innen und Transfusionsmediziner*innen die Befunde. 

Jede Statusmeldung bei Eurotransplant wird in dieser Konferenz nach dem Mehraugenprinzip beschieden. Sollte es zu transplantationsrelevanten Komplikationen während Ihrer Zeit auf der Warteliste kommen, werden wir diese je nach Sachverhalt mit zusätzlichen Fachkolleg*innen besprechen, um eine Lösung für Sie zu finden.

Forschung

Die Medizinische Klinik D unterhält zahlreiche präklinische und klinische Forschungsprojekte. Zudem beteiligen wir uns an nationalen und internationalen klinischen Studien.

Klinische Studien helfen, medizinischen Fortschritt für ein breites Patientenkollektiv nutzbar zu machen, um die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern. Derzeit sind wir u.a. an Studien beteiligt, die helfen sollen, die immunsuppressiven Behandlungsregime nach Nierentransplantation zu optimieren.

Die stete Verbesserung von Therapieoptionen erhöht die Chance auf eine lange und komplikationsarme Laufzeit des Nierentransplantats. Aus diesem Grund ermöglichen wir unseren Patient*innen, an aktuellen klinischen Studien teilzunehmen. Sollten wir Sie in einem Aufklärungsgespräch für eine Studienteilnahme gewinnen können, schließen wir Sie nach schriftlicher Zustimmung in die entsprechende Studie ein. Die Therapieoptionen, die wir Ihnen innerhalb der Studien anbieten können, sind Behandlungsansätze, die dem neuesten Stand des medizinischen Fortschritts entsprechen und in dieser Form der Allgemeinheit in der Regel noch nicht zur Verfügung stehen.

Patient*innen, die wir innerhalb einer Studie behandeln, werden von uns engmaschig betreut und untersucht, um das vorhandene Restrisiko zu minimieren.

Die Studienbetreuung wird in unserer Klinik durch ein erfahrenes Team gewährleistet. Neben den Studienärzt*innen ist unsere Study Nurse Nicole Voos Ihre primäre Ansprechpartnerin.

Kontakt

Nicole Voos nicole.voos(at)­ukmuenster.de

Klinische Forschung und damit klinischer Fortschritt lässt sich nur auf Grundlage präklinischer, experimenteller Grundlagenforschung erreichen. Im Bereich der Transplantationsnephrologie haben wir eine langjährige Expertise im Bereich der experimentellen Nierentransplantation. Dabei liegt ein Fokus auf der nichtinvasiven Erkennung von Transplantatabstoßungen. Insbesondere vor dem Hintergrund eines knappen Organangebots ist es von immanenter Bedeutung, eine Abstoßung mit hoher Sensitivität und Spezifität so früh wie möglich zu entdecken und zu therapieren. 

In diesem Forschungsschwerpunkt werden funktionelle und immunologische Aspekte der akuten und chronischen Transplantatrejektion untersucht und charakterisiert. Dieser Herausforderung stellen wir uns seit einigen Jahren sehr erfolgreich z.B. in einem interdisziplinären Team im DFG-geförderten Sonderforschungsbereich 656 – Molekulare Bildgebung.

Ein weiterer Fokus unserer Arbeitsgruppen ist die Untersuchung des kardiovaskulären Risikos vor und nach Transplantation. Dazu untersuchen wir beispielsweise bestimmte Ziel- oder Markersubstanzen in Blut und Urin oder Evaluieren die Wertigkeit verschiedener Untersuchungstechniken des Herzens.

Erreichbarkeit

Nephro-Hotline

(Stationäre Einweisung und Konsile)
+49 251 83-44978 | 08.00–17.00 Uhr
+49 251 83-48001 | Ab 17.00 Uhr

Ambulanz

+49 251 83-47540
+49 251 83-45813

Bei Kontakt per E-Mail geben Sie bitte Ihre Telefonnummer an; wir rufen zurück: 
nierentransplantationsambulanz(at)ukmuenster.de

Nierentransplantations-Hotline

(Für Ärzt*innen)
+49 251 83-47579 | 08.00–17.00 Uhr
+49 251 83-48001 | Ab 17.00 Uhr

Wartelistenhotline

 (Für Ärzt*innen)
+49 251 83-47813 | 09.00–12.00 Uhr

Wartelistenbüro und Koordination Lebendspende

+49 251 83-47541
+49 251 83-47542 
+49 251 83-47543

+49 251 83-45107

Bei Kontakt per E-Mail geben Sie bitte Ihre Telefonnummer an; wir rufen zurück: wartelistenbuero(at)­ukmuenster.de
KIM-Adresse für Praxen: wartelistenbuero.niere(at)ukmuenster.kim.telematik

Downloads | Links

Direktor der Klinik

Univ.-Prof. Dr. med. Hermann-Joseph Pavenstädt

Univ.-Prof. Dr. med. Hermann-Joseph Pavenstädt

Klinikdirektor

Direktor

Leitender Oberarzt der Transplantationsnephrologie

UKM Medizinische Klinik D| Stefan Reuter

Prof. Dr. med. Stefan Reuter

Stellv. Klinikdirektor Nieren-Transplantationseinheit

Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, Transplantationsmedizin

Oberarzt

Oberärzt*innen und Funktionsoberärzt*innen

UKM Medizinische Klinik D | Sami Siam

Dr. med. Sami Siam

Leitender Oberarzt Transplantationsambulanz

Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, Transplantationsmedizin

UKM Medizinische Klinik D | Prof. Dr. med. Barbara Suwelack

Prof. Dr. med. Barbara Suwelack

Leiterin des Lebendspenderegisters

Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie, Transplantationsmedizin
Fellow of the European Board of Transplantation Medicine (EBTM, UEMS)
 

Ambulanz

Dr. med. Vanessa Wiening

Funktionsoberärztin

Wartelistenkoordination

Dr. med. Kathrin Kliche

Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

Rita Kremerskothen

Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

Dr. med. Vanessa Wiening

Funktionsoberärztin

Wartelistenbüro

Kirsten Hartwig

Medizinische Fachangestellte

Daniela Schönberger

Medizinische Fachangestellte

Weitere Mitarbeitende der Transplantationsambulanz

Franciska Stüper

Leitung Ambulanzmanagement

Laura Brandt

Büroassistenz

Heike Schmitz

Büroassistenz

Claudia Behrendt

Medizinische Fachangestellte

Geraldine Friedrich

Medizinische Fachangestellte

Juliette Kürük

Medizinische Fachangestellte

Stefanie Leimann

Medizinische Fachangestellte

Nele Mayer

Medizinische Fachangestellte

Study-Nurse

Yvonne Herbermann

Study Nurse

Medizinische Klinik D
(Allg. Innere Medizin und Notaufnahme sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie)

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A1

48149 Münster

+49 251 83-47516 

 hermann.pavenstaedt(at)ukmuenster.de 

Anfahrt mit Google Maps 

UKM-Lageplan 

UKM-Navi-App