Molekularpsychiatrie – Molekulare Neurowissenschaften und experimentelle Psychiatrie: Vom Gen über die Hirnfunktion zur psychischen Erkrankung
Psychische Erkrankungen entstehen auf komplexe und multifaktorielle Weise, wobei die Vererbung eine bedeutende Rolle spielt. Verschiedene Polymorphismen in sogenannten Kandidatengenen gelten als Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine psychische Störung zu entwickeln. Heute wird allgemein angenommen, dass das individuelle Risiko für psychische Erkrankungen durch das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren bestimmt wird. Dabei spielen epigenetische Mechanismen, die die Verbindung zwischen Genen und Umwelt herstellen, eine zentrale Rolle.
Trotz intensiver Forschung sind die genauen pathogenetischen Mechanismen bei Erkrankungen wie Autismus, Angststörungen und Schizophrenie bislang noch nicht vollständig verstanden. Die Identifizierung dieser molekularen Prozesse ist jedoch entscheidend, um die Ursachen dieser Krankheiten besser zu erfassen und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.
Unser Forschungsansatz kombiniert molekularbiologische, physiologische und verhaltensbiologische Methoden. Mithilfe von Tiermodellen untersuchen wir die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Erkrankungen auf molekularer, zellulärer, netzwerkbezogener und verhaltensbezogener Ebene. Unser Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und so die Grundlage für innovative Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen.
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Univ.-Prof. Dr. med. Weiqi Zhang

Daniela Heil
Assistenz Klinikdirektor
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Kerstin Ulrich
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Klinik für Psychische Gesundheit
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A9
48149 Münster
