Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Abteilung für Klinische und Operative Andrologie

Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Die erektile Dysfunktion (Impotenz) wird mit zunehmendem Alter häufiger beklagt. Testosteron spielt eine wichtige Rolle bei der zentralen und lokalen Kontrolle der Erektion, vor allem in der Regelung des Stickstoffmonoxids, das als zentraler Neurotransmitter und als Gefäßrelaxans der Schwellkörperarterien für den Erektionsablauf essentiell ist. Testosteron übt dazu auch einen indirekten Einfluss auf die Erektion über die Libido aus. Eine Verknüpfung des Symptoms erektile Dysfunktion mit dem Altershypogonadimus ist jedoch nicht per se vorhanden. Vielmehr spielen hier die bekannten Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen die Hauptrolle: Bluthochdruck, Diabetes mellitus, hohe Blutfettspiegel, Zigarettenrauchen.

Erektile Dysfunktion und andere Erkrankungen

Tatsächlich kann die erektile Dysfunktion als Warnsymptom für atherosklerotische Veränderungen im restlichen Gefäßsystem gelten. Die Therapie der Wahl für eine erektile Dysfunktion liegt zur Zeit bei den Phosphodiesterase-Typ 5-Inhibitoren nach Ausschluss von Kontraindikationen.
Ein Symptom des Altershypogonadismus ist eher die Libidoreduktion. Dennoch gibt es natürlich Patienten, die sowohl eine erektile Dysfunktion als auch einen Altershypogonadismus aufweisen. Es zeigt sich, dass in diesen Fällen die kombinierte Gabe von Phosphodiesterase–Typ 5–Inhibitoren und Testosteron günstigere Ergebnisse hat als die Monotherapie mit einer der Substanzen. Dies ist zum einen auf die gesteigerte Libido als Funktion des Androgens zu verstehen, zum anderen als synergistische Wirkung der Substanzen in der lokalen Kontrolle der Erektion.
In unserer Sprechstunde legen wir großen Wert auf die komplette Diagnostik des Mannes. Dies bezieht bei einer erektilen Dysfunktion eben auch die restlichen Körperfunktionen und Hormonspiegel mit ein.

Bei Versagen der Therapie mit PDE-5 -Hemmern könne aber auch andere Behandlungsoptionen zum Einsatz kommen, wie z.B. dei Anwendung von Prostaglendin- oder Papaverin-Properaten im Schwellkörper des Penis. Für einige Patienten stellt auch die Vakuumpumpe als rein mechanisches Hilfsmittel eine geeignete Behandlung dar.
Für schwere Formen der Erektionsstörung, wie z.B. bei Diabetes, der Multiplen Sklerose oder radikalen Operationen im kleinen Becken (Prostatakrebsoperation), kommt auch die Behandlung mit einem Schwellkörperimplantat in Betracht. Typischerweise erfolgt hier über einen operativen Zugang vom Hodensack aus die Einlage eines hydraulischen Implantates, das eine vollständige Behandlung der Erektionsstörung ermöglicht. Wir klären Sie gerne über die für Sie geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Risiken im persönlichen Beratungsgespräch auf.

 
 
 
 

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