Therapie durch die Orthoptistin

Berufsbild

Kind beim Sehschärfetest

Der Beruf der Orthoptistin, zu dem man seit 1951 in Deutschland ausgebildet werden kann, gehört wie auch der Beruf der Logopäden und Ergotherapeuten zur Gruppe der medizinischen Fachberufe im Gesundheitswesen.

Das Wort "Orthoptistin" kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus:
ortho(s) = gerade    und
opsis = sehen.

Die Orthoptistin beschäftigt sich mit dem "Geradesehen", was gleichsam auch ihr Tätigkeitsziel ist. Ihr Aufgabenbereich besteht darin, vor allem bei der Vorsorge, bei der Untersuchung und bei der Behandlung von Störungen des Einzelauges (= Pleoptik) und von Störungen im Zusammenwirken beider Augen (= Orthoptik) mitzuwirken. Diese Störungen können durch Schielerkrankungen, Sehschwäche und Augenzittern (= Nystagmus) hervorgerufen werden.

Tätigkeitsbereich

Abbildung einer Testmusterseite

Orthoptistinnen untersuchen und behandeln in Zusammenarbeit mit Augenärzten in Augenkliniken und Augenarztpraxen, in speziellen Einrichtungen, z.B. der Orthoptik (= Sehschule), Pleoptik, Neurologie und Neuroophthalmologie.

Für die Orthoptistin, die wissenschaftlich tätig sein will, eröffnen sich Arbeitsmöglichkeiten an speziellen Kliniken für Wissenschaft und Forschung.

Weitere Aufgaben stellen sich der Orthoptistin in der Rehabilitation von sehbehinderten Kindern und Erwachsenen. Hierbei erfordert der Umgang mit den Patienten oft Geduld und ein großes Einfühlungsvermögen. Darüber hinaus befaßt sie sich mit der Therapie von visuellen Störungen nach Hirnschädigungen.

In ihrem Arbeitsbereich trägt die Orthoptistin ein hohes Maß an Eigenverantwortung bei der diagnostischen Erhebung und bei der Durchführung der Behandlung.

 
 
 
 

Examen 2017

Foto eines schielendes Kindes mit Fliege auf der Nase