Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie

KÖRPER und PSYCHE

Medizinpsychologisch-psychosomatisches Kolloquium WS 2018/19

eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Medizinische Psychologie und Systemneurowissenschaften und der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM)

Ort:
Hörsaal S8, Schloss
Zeit:        19.30 – 21.00 Uhr

 Flyer

05.12.2018 Frau Dr. med. Susanne Schlüter-Müller (Frankfurt a.M.)
„Jugendliche mit einer Persönlichkeitsstörung: Das manualisierte integrative Behandlungskonzept AIT“

Adolescent Identity Treatment (AIT) ist eine Behandlungsmethode, die auf die Identitätsstörung als Kerncharakteristikum der Persönlichkeitsstörungen fokussiert. Die Behandlungsmethode integriert spezifi-sche Techniken zur Behandlung von Persönlichkeitspathologie bei Adoleszenten auf der Grundlage der Objektbeziehungstheorie und modifizierten Elementen von TFP (Übertragungsfokussierte Psychotherapie) sowie einen verhaltenstherapeutischen Homeplan, Psychoedukation und intensive Einbeziehung der Eltern in die Behandlung.

Frau Dr. med. S. Schlüter-Müller ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und Psychotherapeutin in eigener sozialpsychiatrischer Praxis in Frankfurt und Oberärztin in der Forschungsabteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik Basel. Forschungsschwerpunkt: Früherkennung und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter.


30.01.2019 Frau Dr. S. Yvonne Brandl (Münster)
„Gruppenanalytische Dialoge – eine Methode selbstreflexiver Professionalisierung in den Arbeitsfeldern Medizin und Pflege“

Die Versorgung von Menschen im Klinikalltag erfolgt in einem dichten Zusammenspiel aus pflegerischen, therapeutischen und ärztlichen Handlungen, die eingebettet sind in Kontakte mit Mitpatient*innen und An-gehörigen. Die dabei entstehenden hohen Belastungen aller Beteiligten machen es häufig schwer, dieses Zusammenspiel und die fachliche Reflexion des eigenen Handelns im Blick zu behalten. Gruppenanalyti-sches Denken befasst sich mit dem Zusammenspiels von Einzelnen und Gruppe. Gruppenanalyse ist dabei nicht nur eine einflussreiche Methode in der Gruppenpsychotherapie, sie findet auch weitreichende An-wendung im Bereich der Professionalisierung. Vorgestellt wird hier die Methode der gruppenanalytischen Beobachtungsdiskussion, in der die systematische Auffassung des Verhältnisses von Individuum und Gruppe (N. Elias) und das Konzept der Gruppenmatrix (S.H. Foulkes) Anwendung findet, um die professi-onelle Reflexion sowohl von Fall- und Teamdynamiken wie auch persönlicher Involviertheit zu fördern.

Frau Prof. Dr. S. Y. Brandl lehrt Klinische und Entwicklungspsychologie und hat die Studiengangsleitung Master of Counceling an der KatHo in Münster inne. Gruppenanalytikerin, Lehrsupervisorin und Gruppen-lehranalytikerin (D3G), Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der D3G. Forschungsschwerpunkte: Professionalisierung, Prävention, Lehr-Lern-Forschung.

Univ.-Prof. Dr. Dr. G. Heuft
Univ.-Prof. Dr. Th. Straube
Univ.-Prof. Dr. G. Romer

 
 
 
 

Kontakt

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