Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Abteilung für Klinische und Operative Andrologie

Pubertas tarda (verzögerte Pubertät)

Finden sich bis zum 14. Lebensjahr noch keine Pubertätszeichen, spricht man von Pubertas tarda. Zugrunde liegt entweder eine Mindersekretion von Testosteron, die entweder durch eine Störung der zentralen Gehirnstrukturen oder der Hoden bedingt sein kann, oder eine Störung des Androgenrezeptors. Abgegrenzt wird hiervon die konstitutionelle Entwicklungsverzögerung, die sich ebenfalls in einer Pubertas tarda äußert, aber bei der Gonadotropine, Wachstumshormon und Testosteron als relevante Hormone "nur" verspätet ausgeschüttet werden.
Generell werden die Kinder oder jungen Männer bei uns entweder aufgrund einer geringen Körpergröße und/oder ausbleibender Vermännlichung vorgestellt. Wir erheben eine ausführliche Krankengeschichte, auch der Eltern. Grundlegend sind auch Wachstumskurve und Bestimmung des Knochenalters. Weiterhin wegweisend sind ausführliche Hormontests und in den meisten Fällen eine Untersuchung des Schädels mittels Kernspintomographie.
Bei der Behandlung muss immer auch die spätere Zeugungsfähigkeit beachtet werden; diese kann nur durch spezielle Hormontherapien induziert werden. Viele unserer Patienten haben dadurch nicht nur eine vollständige Pubertät durchlaufen und ein männliches Erscheinungsbild erlangt, sondern sind auch im späteren Leben Väter geworden.

 
 
 
 

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