Informationen für Einsendende
Das für eine Untersuchung im Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie vorgesehene Material soll zügig und in einem für die jeweilige Untersuchung optimalen Zustand in die Pathologie gebracht werden, damit die erforderlichen Untersuchungen zeitnah und ohne Einschränkungen durchgeführt werden können.
Durch die Beachtung der nachfolgenden Informationen zur Probenfixierung und zum Probenversand soll das Restrisiko diagnostisch nicht verwertbarer Proben so gering wie möglich gehalten werden.
Die Untersuchungsdauer bis zur Erstellung des ersten Befundes beträgt in der Regel bei Biopsien 1 bis 3 Werktage und bei komplexeren Operationspräparaten 5 bis 6 Werktage. Ist weiterführende Diagnostik erforderlich, kann die Bearbeitungszeit davon abweichen.
Die Abrechnung ärztlicher Leistungen erfolgt nach den geltenden Abrechnungsziffern von EBM und GOÄ. Der Umgang mit dem Patientenmaterial unterliegt den allgemeinen Datenschutzrichtlinien.
Allgemein
Für den Probenversand erhalten die Einsendenden vom Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie fertig vorbereitete Verpackungen. Das Versandmaterial kann nach Download dieses Bestellformulars per E-Mail oder Fax angefordert werden.
Im Universitätsklinikum Münster können die Versandmaterialien direkt über die Apotheke bestellt werden. Das vorgefertigte Versandmaterial ist für Proben vorgesehen, die mit 4%-igem gepufferten Formalin fixiert werden sollen. Die jeweils aktuelle Version des Sicherheitsdatenblattes für das enthaltende Formalin ist hier hinterlegt. Die entsprechenden, mit dem Gefahrstoffkennzeichen „4%-Formalin“ versehenen Probengefäße sowie die dazugehörigen Einsendescheine werden in der Regel per Botendienst oder auf dem Postweg in das Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie geschickt. Für externe Krankenhäuser mit größerem Probenaufkommen kann ein Transportdienst beauftragt werden.
Die Verpackungsvorschriften sind unbedingt einzuhalten. Für die ordnungsgemäße Verpackung der Proben wird auf die rechtlichen Vorschriften verwiesen, die z.B. in der Broschüre „Patientenproben richtig versenden“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege dargestellt sind.
Routinediagnostische Untersuchungen nach Formalinfixierung oder am nativen Gewebe
Gewebeproben sollen nach der Gewebeentnahme zügig in eine ausreichend große Menge 4%ig-gepufferten Formalin verbracht werden, um einen optimalen Gewebeerhalt zu gewährleisten. Hierbei ist ein Mengenverhältnis von 10 Teilen Formalinlösung auf 1 Teil Gewebe optimal. Bei großen Präparaten muss das Präparat zumindest mit der Formalinlösung bedeckt sein. Eine unzureichende Fixierung kann eine optimale histologische Untersuchung erschweren und ggf. benötigte Zusatzuntersuchungen wie molekularpathologische Untersuchungen unmöglich machen. Daher ist Raumtemperatur optimal; eine Lagerung im Kühlschrank ist unbedingt zu vermeiden.
Falls ein Versand nativen Gewebes, etwa für eine Schnellschnittuntersuchung oder für die Biobank vorgesehen ist, muss das Präparat unmittelbar nach Entnahme per Boten in die Pathologie gebracht und dort persönlich übergeben werden. Eine zeitliche Verzögerung kann die Untersuchbarkeit des Materials verschlechtern oder unmöglich machen.
Kleine Proben (Biopsien) sollten auf einem NaCl-getränkten Mulltupfer im Versandgefäß transportiert werden, um eine Austrocknung zu vermeiden. Ein Transport in einer größeren Menge NaCl-Flüssigkeit Formalinlösung ist unbedingt zu vermeiden.
Weitere Informationen zu Versandmaterial und möglichen Untersuchungen und besondere Behandlungsweisen, z.B. bei gewünschter Schnellschnittdiagnostik haben wir in speziellen Empfehlungen für UKM-interne Einsendungen und für externe Einsendungen zusammengestellt.
- Anforderungsformular für Versandmaterial
- Einsendeschein Allgemeine Pathologie
- Einsendeschein Hämatopathologie – Beckenkammbiopsie
- Einsendeschein Molekularpathologie
- Einsendeschein Nierenbiopsie
- Einsendeschein Schilddrüsenmaterial – allgemein
- Einsendeschein Schilddrüsenmaterial – speziell für das Clemenshospital in Münster
- Leichenbegleitschein / Antrag zur Obduktion
Für die Erbringung der angeforderten molekularpathologischen Leistungen im gewohnten Umfang ist ein Überweisungsschein (Muster 10) an die Pathologie erforderlich.

Das Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie ist akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17020.
Um einen möglichst reibungslosen und damit zügigen Ablauf der Diagnosestellung durch unser Institut zu erreichen, haben wir auf dieser Seite verschiedene Informationen für unsere Einsendenden zusammengestellt.
- Informationen für die Übersendung von Untersuchungsmaterial für externe Einsendungen
- Informationen für die Übersendung von Untersuchungsmaterial für UKM-interne Einsendungen
- Informationen zur Datensicherheit für Faxgeräte
- Informationen für Einsendende
- Informationen für Konsilpartner
- Informationen zum Probenversand
- Liste der Konsilpartner
Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie
Univ.-Prof. Dr. med. Eva Wardelmann, Direktorin
Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Hartmann, Direktor
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D17
Anfahrtsadresse: Domagkstraße 17
48149 Münster
