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Forensische Spurenkunde und DNA-Analyse
Unser Institut hat langjährige Erfahrung in der molekulargenetischen Analyse von Tatortspuren und der Erstattung mündlicher und schriftlicher Gutachten. Die Analyse forensischer Tatortspuren erfolgt im Auftrag von Justiz und Strafverfolgungsbehörden.
Wir arbeiten nach den strengen Richtlinien der deutschen Spurenkommission und der internationalen Fachgesellschaft International Society for Forensic Genetics.
Das Institut ist nach dem internationalen Standard DIN EN ISO 17025 akkreditiert und nimmt regelmäßig erfolgreich an den Ringversuchen der Spurenkommisssion (TrACE – Trace Analysis Collaborative Exercise) zur externen Qualitätsüberprüfung teil.
Ablauf einer DNA-Analyse
- Dem Labor werden Asservate (Tatortspuren) überbracht, die zunächst durch äußere Inaugenscheinnahme hinsichtlich DNA-haltiger Spuren analysiert werden. Mögliche Speichel-, Blut- oder Spermaanhaftungen werden mit Hilfe geeigneter Spurenvortests erkannt und für eine DNA-Analyse vorbereitet. Hautschüppchen und Haare werden durch Abklebung oder Absammeln gesichert; bei Verdacht auf Hautkontaktspuren mit zellfreier DNA werden Abriebe auf Tupfer angefertigt.
- Anschließend wird DNA aus diesem Material extrahiert und quantifiziert. Mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erfolgt eine Amplifikation der relevanten DNA-Merkmalssysteme. Derzeit werden 16 autosomale Short Tandem Repeat (STR)-Marker analysiert und mittels Kapillar-Elektrophorese visualisiert. Die Kombination aller Merkmale der 16 STR-Marker wird als DNA-Profil oder DNA-Identifizierungsmuster bezeichnet. In besonderen Fällen (z.B. bei Sexualdelikten) kommen auch Y-chromosomal lokalisierte STR-Marker zum Einsatz. Sollte extrem wenig DNA zu erwarten sein (z.B. einzelne, telogene Haare) werden mitochondriale DNA-Merkmale analysiert.
- Die Zuordnung einer Tatortspur zu einer möglichen Person, die die Spuren verursacht hat, erfolgt über einen Vergleich der festgestellten DNA-Profile. Stimmen Merkmale von Tatortspur und möglichen Spurenverursacher*innen überein, erfolgt eine biostatistische Berechnung des Beweiswerts dieser Übereinstimmungen. Sollte keine mögliche spurenverursachende Person bekannt sein, wird das DNA-Profil in die DNA-Analysedatei (DAD) des Bundeskriminalamts eingestellt. Übereinstimmungen zwischen diesen Profilen und DNA-Profilen von Personen aus der DAD werden ebenfalls biostatistisch bewertet.
Ihr Kontakt zu uns
Bei Fragen erreichen Sie uns telefonisch oder per E-Mail:
Identitätsfeststellung
Die Identität von unbekannten verstorbenen Personen können wir durch einen Vergleich von DNA-Profilen überprüfen und sichern.
Als mögliches Vergleichsmaterial eignen sich Gegenstände wie Zahnbürsten, Haarbürsten, Rasierapparate oder Ähnliches aus dem persönlichen Gebrauch der mutmaßlichen Person oder Vergleichsspeichelproben nahe verwandter Personen.
