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Klinik für
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe

Endometriose | Ihre Behandlung am Universitätsklinikum Münster

Endometriose ist eine häufige, oft unterschätzte gynäkologische Erkrankung, die bei vielen Frauen mit Schmerzen und weiteren Beschwerden verbunden ist. Dabei siedelt sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter an, zum Beispiel im Bauchraum, an den Eierstöcken oder anderen Organen. Dies kann insbesondere während des Menstruationszyklus zu Beschwerden führen.

Typische Symptome der Endometriose sind starke Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch ein unerfüllter Kinderwunsch kann mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen. Da die Beschwerden sehr unterschiedlich sein können, wird Endometriose häufig erst spät erkannt.

Die Diagnostik und Behandlung der Endometriose ist ein ausgewiesener Schwerpunkt der Frauenklinik: Wir bieten eine umfassende Abklärung sowie individuelle Therapieoptionen – von medikamentösen Behandlungen bis hin zu spezialisierten operativen Verfahren.

Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und – wenn gewünscht – die Fruchtbarkeit zu unterstützen.

Endometriose-Forschung am UKM

Endometriose-Sprechstunde

Terminvergabe:
Mo–Fr: 9.00-12.00 Uhr und 13.00-15.30 Uhr
Sprechzeiten: täglich nach Vereinbarung
+49 251 83-48015

Dr. med. Ralf Witteler

Symptome

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig treten auf:

  • Schmerzen während der Regelblutung
  • Zyklusabhängige Unterbauchschmerzen
  • Chronische Unterbauch- oder Beckenschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Ein Teil der Patientinnen bleibt beschwerdefrei. In diesen Fällen wird die Erkrankung häufig zufällig, zum Beispiel im Rahmen einer Abklärung bei Kinderwunsch, festgestellt.

Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt stufenweise und umfasst:

  • Ausführliches ärztliches Gespräch
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall)

In vielen Fällen ist eine minimal-invasive Operation (Laparoskopie) erforderlich, um die Diagnose zu sichern und das Ausmaß der Erkrankung genau zu bestimmen. Die endgültige Diagnosesicherung erfolgt durch feingewebliche Untersuchung (Histologie).

Konservative Therapie

Ziel der konservativen Behandlung ist insbesondere die Linderung von Beschwerden und die Hemmung des Krankheitsverlaufs.

Zum Einsatz kommen:

  • Hormonelle Therapien (z. B. orale Kontrazeptiva, Gestagene, GnRH-Analoga)
  • Hormonspirale (intrauterines System)
  • Schmerztherapie
  • Ergänzende Verfahren (z. B. Akupunktur)
  • Psychosomatische bzw. psychotherapeutische Begleitung

Operative Therapie

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder ein ausgeprägter Organbefall vorliegt, kann eine Operation erforderlich sein.

Standardverfahren ist die minimal-invasive Chirurgie (Laparoskopie).

Dabei kommen spezialisierte Techniken zum Einsatz, wie:

  • Fluoreszenz- und Autofluoreszenzverfahren
  • Laserchirurgie
  • Ultraschallgestützte Verfahren

Ziel der Operation ist die möglichst vollständige Entfernung aller Endometrioseherde bei gleichzeitigem Erhalt der Fruchtbarkeit. Bei Beteiligung von Darm oder Harnblase erfolgt die Behandlung interdisziplinär in Zusammenarbeit mit der Viszeralchirurgie und Urologie.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppe für Endometriosebetroffene Osnabrück
mail(at)endostrong-osnabrueck.de
www.endostrong-osnabrueck.de

Ihre Ansprechpersonen

UKM Frauenklinik | Lars Hanker

Univ.-Prof. Dr. med. Lars Hanker

Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Ralf Witteler

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt gynäkologische Onkologie
Zentrumskoordinator UKM Gynäkologisches Krebszentrum
Leiter der Studienzentrale Gynäkoonkologie
Leiter der Tagesklinik Gynäkoonkologie