Autoimmunerkrankungen der Haut | Ihre Behandlung am Universitätsklinikum Münster
Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die Betreuung von Patient*innen mit immunologisch bedingten Hauterkrankungen (Autoimmundermatosen). Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Abwehrsystem des Körpers körpereigene Strukturen als fremd erkennt und angreift, beispielsweise durch die Bildung von Autoantikörpern.
Zu den Autoimmunerkrankungen der Haut zählen unter anderem Morphea (zirkumskripte Sklerodermie), Kollagenosen (systemische Sklerose, Lupus erythematodes, Dermatomyositis etc.) und blasenbildende Dermatosen (bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris etc.). Auch autoinflammatorische Syndrome wie der Morbus Schnitzler oder der Morbus Still können zu Hauterscheinungen führen. Die Hautklinik ist Teil des Deutschen Netzwerk Systemische Sklerose (DNSS).
Impfung schützt vor Gürtelrose
Im Bereich Autoimmunerkrankungen der Haut
Spezialsprechstunde Autoimmunerkrankungen der Haut
Anmeldezeiten
Mo-Fr: 8.00-12.00 Uhr
+49 251 83-56566
haut-poliklinik(at)ukmuenster.de
Behandlungsschwerpunkte
- Systemische Sklerose (Systemische Sklerodermie)
- Lupus erythemtodes (SLE und kutane Formen des Lupus erythermatodes)
- Dermatomyositis und andere Kollagenosen
- Blasenbildene Autoimmundermatosen wie Pemphigus und Pemphigoid
- autoinflammatorische Syndrome wie M. Schnitzler
Diagnose
Je nach Symptomatik und Erkrankung sind verschiedene diagnostische Verfahren erforderlich. Diese werden individuell ausgewählt und angepasst, um eine korrekte Diagnose zu ermöglichen.
Zu den häufigsten Verfahren gehören die Hautbiopsie (Entnahme einer kleinen Hautprobe), die Labordiagnostik (inklusive Versand der Proben in Speziallabore) und die Kapillarmikroskopie.
Im Rahmen von stationären Aufenthalten können zudem bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT, Sonographie, Echokardiographie etc.) und Funktionsdiagnostiken (Lungenfunktion) zum Einsatz kommen.
Dank der engen Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen des UKMs (Rheumatologie, Pulmologie, Nephrologie und Gastroenterologie) können auch komplexe Krankheitsbilder diagnostiziert und behandelt werden.
Therapie
Wir bieten ein breites Spektrum modernster Therapien, die individuell auf unsere Patient*innen abgestimmt werden. Je nach Krankheitsbild kommen systemische und/oder topische Therapien zum Einsatz. Insbesondere immunmodulierende Therapien spielen eine wichtige Rolle. Dabei werden sowohl klassische Medikamenten wie Hydroxychloroquin oder Methotrexat als auch neuere Therapieverfahren wie therapeutische Antikörper (z.B. Rituximab oder Anakinra) und neuartige orale Therapien eingesetzt. Zusätzlich bieten wir stationär und teilstationär die Therapie mit Iloprost-Infusionen an. Diese werden bei Durchblutungsstörungen eingesetzt, beispielsweise bei ausgeprägter Raynaud-Symptomatik und Wunden an den Fingerspitzen.
Ihre Ansprechpersonen für Autoimmunerkrankungen

PD Dr. med. Dr. rer. nat. Jan Ehrchen
Geschäftsführender Oberarzt DRG- & Erlösmanagement
Leitung Autoimmunerkrankungen der Haut und Dermatoinfektiologie
ZWB Immunologie, ABS Experte

Dr. med. Bettina Santler
Klinik für Hautkrankheiten
Allgemeine Dermatologie und Venerologie
Von-Esmarch-Straße 58
48149 Münster
