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Poliklinik für
Prothetische Zahnmedizin
und Biomaterialien

Spezielle Sprechstunde für Kiefergelenkerkrankungen/Funktionsstörungen des Kauorgans (CMD)

Während wir sprechen, kauen oder schlucken, ist die Kaumuskulatur aktiv und der Unterkiefer bewegt sich im Kiefergelenk. Ist dieses beeinträchtigt, können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Zahnschäden entstehen, was dann als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet wird.

Unter Bruxismus versteht man eine sich wiederholende Aktivität der Kaumuskulatur. Diese kann während des Schlafs oder im Wachzustand auftreten. Etwa 10 bis 20% der Bevölkerung sind davon betroffen, was oft aber nicht bewusst bemerkt wird. Man geht heute davon aus, dass es sich bei Bruxismus um eine Reaktion auf übermäßige Stresssituationen handelt. Die Folge ist eine Überlastung der Zähne, des Zahnhalteapparates und/oder eine übermäßige Abnutzung und Verletzung der Zahnhartsubstanz. Durch diese Prozesse können die Zähne empfindlich und schmerzhaft werden.

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Krankheitsbilder
Symptome
Kiefergelenkschmerz

Sie leiden wahrscheinlich an einer craniomandibulären Dysfunktion, wenn Sie eine der folgenden Fragen mit JA beantworten:

  • Haben Sie Schmerzen, wenn Sie den Mund öffnen oder kauen?
  • Haben Sie Schmerzen in den Schläfen, im Gesicht, den Kiefergelenken oder im Kiefer?
  • Haben Sie in der letzten Zeit festgestellt, dass Ihr Kiefer blockiert ist oder Sie den Mund nicht weit öffnen können?

In Rahmen unserer speziellen Sprechstunde für die oben genannten Störungen bieten wir die Möglichkeit einer ausführlichen individuellen Diagnostik. Auf dieser Basis wird der Schweregrad der Erkrankung ermittelt und mit den Patienten besprochen. Es wird das weitere individuelle – auch interdisziplinäre - Vorgehen besprochen, gegebenenfalls koordiniert und durchgeführt. Dieser erste Termin dauert in der Regel eine Stunde.  Das Ergebnis dieses Termins wird in einem schriftlichen Bericht zusammengefasst.

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Diagnostik

Zur Vorbereitung des Termins senden wir Ihnen einen Fragebogen zu, den Sie bitte ausgefüllt zurückschicken. Aufgrund Ihrer Angaben fordern wir die Vorbefunde bisher behandelnder Zahnärzte und gegebenenfalls Ärzte ein. Insbesondere benötigen wir Röntgenaufnahmen des Kiefer-Gesichtsbereichs der letzten fünf Jahre (auf CD unkomprimiert). Sofern Ihnen entsprechende Unterlagen vorliegen, bitten wir um Zusendung.

Bitte bringen Sie zu jedem Termin Ihre Versichertenkarte mit, auch wenn Sie mehrere Termine im selben Quartal vereinbart haben. Dies ist erforderlich, falls Rezepte ausgestellt werden müssen.

Schienentherapie (Aufbissschiene)

Die sogenannte Aufbissschiene dient dem Ausgleich von Zubissstörungen und soll Ihre Zähne vor weiterem Abrieb durch Knirschen schützen. Eine solche Schiene wird in der Regel nachts getragen und kann vom Patienten selbst ein- und ausgegliedert werden. Diese Aufbissschiene wird auf der Basis einer individuellen Vermessung angefertigt. Einschließlich notwendiger Nachkontrollen sind hierfür in der Regel vier Termine erforderlich.  

Physiotherapie/ Manuelle Therapie

Diese Therapie ist spezifisch konzipiert für Funktionsstörungen des Kauorgans und unterstützt die zahnmedizinischen Maßnahmen bei der Behandlung von Schmerzen und Verspannungen im Gesicht, Kopf- und Nackenbereich, bei eingeschränkter Mund-öffnung, Bissproblemen („die Zähnen passen nicht mehr aufeinander“) sowie Kiefergelenkknacken oder -reiben. Wir zeigen und trainieren mit Ihnen auch Übungen, die Sie regelmäßig selbst anwenden können.  

Biofeedback

Der Begriff Biofeedback steht für eine Methode zur Verbesserung von Wahrnehmung, Kontrolle und Beeinflussung von Körperfunktionen. Bei Patienten mit Bruxismus oder Kiefergelenkbeschwerden wird die Aktivität der Kaumuskulatur elektronisch abgeleitet und auf einem Computer-Bildschirm sichtbar gemacht. Damit erwerben Betroffene ein Bewusstsein für die Aktivität der Muskulatur. 

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Behandlung
Was kann ich selbst tun?

Bei der ersten ausführlichen Untersuchung und Beratung handelt es sich um sogenannte funktionsdiagnostische Leistungen. Die Kosten hierfür werden in der Regel von gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen. Detaillierte Informationen hierzu bekommen Sie bei der Terminvereinbarung schriftlich zugeschickt.

Funktionsanalytische Maßnahmen, die zur individuellen Bestimmung der Bisslage durchgeführt werden und Basis für die Anfertigung der Aufbiss­schiene sind, werden in der Regel von gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen. Hierüber werden Sie im Rahmen des vorhergehenden Termins vom behandelnden Arzt aufgeklärt.

Aufbissschienen werden bei der Krankenver­sicherung beantragt. Dort wird entschieden, ob die Kosten übernommen werden.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen über­nehmen auf der Basis einer Heilmittelverordnung für Zahnärzte im Allgemeinen die Kosten für die Physio- und Manuelle Therapie. Ein geringer Eigenanteil und die Rezept­ge­bühr werden vor der ersten Therapie­sitzung bei der Anmeldung bezahlt.

Die Biofeedback Behandlung wird nicht von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Alle Infos zu unserer Bruxismus-Spezialsprechstunde finden Sie zusammengefasst in diesem Flyer.

Leitung

Prof. Dr. med. dent. Anne Wolowski

Leitende Oberärztin und stellvertretende Direktorin

Leiterin der CMD-Sprechstunde und des Bereiches Psychosomatik in der Zahnheilkunde

Telefon Behandlungszimmer: +49 251 83-49833

Poliklinik für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude W30
48149 Münster

+49 251 83-47077 

prothetik(at)ukmuenster.de 

Anfahrt mit Google Maps 

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