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Klinik für
Radiologie

Leistungsspektrum

Unsere Klinik bietet Ihnen das gesamte radiologische Leistungsspektrum einschließlich der minimal-invasiven radiologischen Interventionen an.

In spezialisierten Sprechstunden beraten wir Sie gerne. Unsere Mitarbeiter können auf eine hervorragende radiologische Ausstattung zurückgreifen.

Um den Patienten der chirurgischen Kliniken und einigen weiteren Außenkliniken belastende Transporte zu ersparen, unterhalten wir im Gebäude der chirurgischen Kliniken an der Waldeyer-Straße eine Dependance.

Kinderradiologie

Kleine Menschen – großer Anspruch – die Versorgung von Kindern liegt uns besonders am Herzen!
Durch speziell geschultes Personal und kindgerechte Raumgestaltung legen wir großen Wert darauf, Kindern in möglichst angenehmer Atmosphäre die Angst vor einer Untersuchung zu nehmen.

  • Sonographie (Ultraschall):
    • Hüftgelenk-Screening und Schädelsonographie der Neugeborenen
    • Untersuchung des Abdomens (Bauchraumes)
    • Untersuchung der Nieren und ableitenden Harnwege
    • Untersuchung der Hoden und der inneren Genitale
    • Untersuchung der Schilddrüse
    • Untersuchung von Gelenken und Muskulatur
  • Röntgenuntersuchung und Röntgen-Durchleuchtung:
    • spezialisierte volldigitale Röntgendiagnostik mit Strahlendosis-reduzierenden Techniken (Flachbilddetektor)
    • Knochenalterbestimmung
    • Untersuchung von Frakturen
    • Diagnostik der Lunge
    • Fehlbildungsdiagnostik
    • Miktionscystourethrogramm (MCU)
  • Magnetresonanztomographie (MRT):
    • MR-Untersuchungen mit speziellen kindgerechten Narkoseverfahren, 
      selbst für Neugeborene und Kleinkinder
    • pränatales MRT bei besonderen Fragestellungen (sog. „fetale MRT“ z.B. zur Abklärung von Hirnfehlbildungen)
  • Computertomographie (CT):
    • bei speziellen Fragestellungen mit dosisreduzierten Kinderprogrammen
    • Darstellung des Felsenbeins und Innenohrs vor Cochlea-Implantaten
    • Lungen-CT bei Fehlbildungen oder atypischen Infektionen
    • CT des Herzens bei komplexen Herzfehlern präoperativ
  • Kindgerechte  Ausstattung der Untersuchungsräume
  • speziell auf den Umgang mit Babys, Kleinkindern und Kindern geschulte Radiologieassistentinnen
  • zwei Hochleistungs-Ultraschallgeräte
  • volldigitale Röntgentechnik mit optimierten Kinderprogrammen
  • fünf Ganzkörper-MR-Systeme (1,5 und 3,0 Tesla)
  • Dual-Source-CT mit optimierten, dosisreduzierten Kinderprogrammen
  • enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik, der Neuropädiatrie, der Kinderonkologie und Kinderarztpraxen in Münster und Umgebung

Diagnostische Neuroradiologie

  • Installation des neuen 3,0 Tesla Forschungs-Magnetresonanz-Tomographen
    - Philips Ingenia Elition X
    - verbessertes Gradienten- und HF-Design
    - Compressed SENSE 2D- und 3D-Scans
    - Advanced Neuroimaging
     
  • Installation des neues Dual-Source-Computertomographen
    - Siemens SOMATOM Force
    - Stellar Infinity Detektoren™
    - Fast 3D Kamera
    - Turbo Flash Scan (bis zu 737 mm/s)
    - Native zeitliche Auflösung (66 ms)
    - Adaptive Dose Shield
     
  • Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR)
    (Link: https://www.dgnr.org/de-DE/4/veranstaltungen)
     
  • Veranstaltungen der Europäischen Gesellschaft für Neuroradiologie (ESNR) (Link: https://www.esnr.org/en/calendar/)

Sämtliche das zentrale Nervensystem (Kopf, Hals, Spinalkanal, Wirbelsäule) betreffende Fragestellungen bei Erwachsenen und Kindern, insbesondere die Untersuchung des Gehirns und des Rückenmarks sowie der intrakraniellen, arteriellen und venösen Gefäße sowie der hirnzu- und abführenden Gefäße des Halses und des Rückenmarks, insbesondere bei:

- arteriellen Durchblutungsstörungen (Schlaganfall, spinale Ischämie)
- Vaskulären Pathologien (Arterio-venöse Malformationen, Fistelbildgebung, Aneurysmata, Spasmen, Stenosen, Vaskulitiden)
- Verschluss der abführenden Gefäße des Gehirns (Thrombosen)
- akuten und chronischen entzündlichen Erkrankungen des Gehirns sowie der Blutgefäße
- gut- und bösartigen Neubildungen des Gehirns (Hirntumore), der Hirnanhangs-Gebilde, der Hirnhäute, des Halses und des Spinalkanals
- Funktionsstörungen und tumorösen Veränderungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
- akuten und chronischen degenerativen Erkrankungen des Gehirns
- Störungen der Hirnreifung sowie pathologischen Hirnveränderungen in Folge von Stoffwechselerkrankungen
- Störungen der Hirnanlage im Rahmen von kindlichen Syndromen
- entzündlichen und tumorösen Veränderungen des Rückenmarks,
entzündlichen, tumorösen und degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenvorfall)
- Entzündlichen Veränderungen der Muskulatur (Ganzkörper MRT)
- Degenerativen und traumatischen Veränderungen der Kiefergelenke
- Entzündlichen und onkologischen Veränderungen des Halses, des Felsenbeines und der Nasennebenhöhlen

Spezialuntersuchungen zur Abklärung komplexerer neuroradiologischer Fragestellungen:

  • MR-Spektroskopie (MRS)
  • Diffusion Tensor Imaging (DTI)
  • Amide Proton Transfer (APT)
  • Diffusionsbildgebung (DWI)
  • Funktionelles MRT (fMRT)
  • Susceptibility Weighted Imaging (SWI)
  • MR Perfusion (DSC, DCE)
  • Black blood vessel wall imaging (BB)
  • CT Perfusion
  • Dual Energy CT
  • Moderne Untersuchungsräume, auch geeignet für die Versorgung von Notfällen und intensivpflichtigen Patienten
  • Mehrschicht-Spektral-CT-Systeme
  • 1,5 und 3,0 Tesla-MR-Systeme mit hochauflösenden Spulensystemen und speziellen Narkosegeräten, inkl. dediziertem 3,0 Tesla Forschungs MR-Tomographen
  • Durchleuchtungsanlage
  • Mono- und biplane Angiographie-Anlagen für kathetergestützte Diagnostik und Interventionen
  • AG Artificial Intelligence, Machine Learning & Radiomics
  • Leitung:
    Priv.-Doz. Dr. med. Manoj Mannil, MSc, EDiR
     
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
    - Dr. rer. nat. Manfred Musigmann, MSc
    - Dr. rer. nat. Hermann Krähling
    - Dr. med. Maik Böhmer
    - Asena Petek Ari
    - Melike Bilgin
    - David Blömer
    - Dilek Kasap
    - Orkhan Mammadov
    - Nabila Nacul
     
  • Kollaborationen
    - Universität Düsseldorf
    - Universität Nijmegen, Niederlande
     
  • Aktuelle Projekte:
    - Radiomics analysis of glioblastomas
    - Outcome prediction in low grade glioma
    - Advanced Neuroimaging in Tumor-Pseudoprogression
    - Deep Learning analysis of Meningeomas
    - Amid-Proton Transfer imaging

Senologische Radiologie

Die Senologische Radiologie ist ein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt der UKM Radiologie und beschäftigt sich mit der Diagnostik der weiblichen und männlichen Brust. Zum Einsatz kommen je nach individueller Fragestellung die digitale Mammographie, die digitale Tomosynthese („DBT“), der hochfrequente Ultraschall und die Magnet-Resonanz-Tomographie mit den jeweils dazugehörigen Biopsietechniken.

Die Senologische Radiologie ist zentraler Bestandteil des zertifizierten UKM Brustzentrums  und einer von 15 deutschlandweiten Standorten im Verbundprojekt „Deutsches Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ .

Der Klinik für Radiologie ist das nationale Referenzzentrum Mammographie Münster (RZ Münster) angeschlossen. Im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist das RZ Münster für Trainings- und Schulungsaufgaben, für die fachliche und ärztliche Betreuung und für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Programms in Nordrhein-Westfalen zuständig. Die zugehörige Referenz-Screening-Einheit Münster-Nord / Warendorf wurde nahe dem Kunstmuseum Pablo Picasso in der Königstrasse eingerichtet.

Regelmäßige Zertifizierungen des Brustzentrums, der Referenz-Screening-Einheit und des RZ Münster dokumentieren einen hohen Standard.

  • Digitale Mammographie
  • Digitale Tomosynthese („DBT“)
  • Hochaufgelöster Ultraschall einschließlich Farbdoppler und Elastographie
  • Ultraschall-, Röntgenologisch und MR-gesteuerte Biopsien (Entnahme von Gewebeproben-ambulant, minimal-invasiv)
  • Staging-Untersuchungen mittels MRT und CT vor geplanter Operation

Computertomografie und PET-CT

In der Funktionseinheit Computertomographie (CT) bieten wir das gesamte Spektrum diagnostischer und therapeutischer CT-Verfahren an. Geräte mit innovativer Technologie (bspw. „Dual Source CT“) erlauben eine detailgenaue Untersuchung des Körperinneren in wenigen Sekunden bei deutlich reduzierter Strahlenexposition. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland haben wir in enger Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin das Hybrid-Verfahren PET-CT in der Routine etabliert. Pro Jahr führen wir mehr als 24.000 CT- und PET-CT-Untersuchungen durch.

  • CT aller Körperregionen nach festgelegten Untersuchungsstandards
  • Entwicklung besonderer Untersuchungsprotokolle mit reduzierter Strahlendosis
  • spezielle Tumordiagnostik für Pankreas, Niere, Leber, Blase, Lunge, Bronchien und Knochen
  • CT des Herzens und der Herzkranzgefäße („Kardio-CT“)
  • Notfalldiagnostik bei Schlaganfall („Stroke CT“)
  • virtuelle Darmspiegelung („CT-Kolonographie“)
  • Ganzkörpergefäßdiagnostik („Whole Body Angiographie“)
  • CT von speziellen Lungenerkrankungen (Gefäßmissbildungen, Cilienerkrankungen)
  • Organbiopsien zur minimal-invasiven Abklärung von Gewebeveränderungen
  • Infiltration von Nervenwurzeln und Gelenken (periradikuläre Therapie - PRT)
  • Perkutane Sympathikolyse (thorakal und lumbal)
  • Drainageanlagen (z.B. zur Entlastung von Pleuraergüssen und Abszessen)
  • Vertebroplastie
  • Thermokoagulation von Knochentumoren (Osteoidosteom)
  • Radiofrequenz-/Mikrowellenablation von Leber- und Nierentumoren

Magnetresonanztomographie und PET-MRT

In der Funktionseinheit Magnetresonanztomographie (auch als „Kernspintomographie“ bezeichnet, abgekürzt „MRT“) wird das gesamte Spektrum diagnostischer und therapeutischer MR-Verfahren angeboten.

Je nach individueller Fragestellung untersuchen wir sie bei einer Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla oder 3,0 Tesla; Ziel ist eine detaillierte, überlagerungsfreie und hoch aufgelöste Darstellung der erkrankten Körperregion.

Besondere Stärke der MR-Verfahren ist der hohe Kontrast zwischen verschiedenen Geweben und Organen. Trotzdem ist bei bestimmten Fragestellungen die zusätzliche Gabe eines Kontrastmittels erforderlich, um die Aussagekraft der Untersuchungen zu steigern. Dazu werden sehr gut verträgliche, nebenwirkungsarme Kontrastmittel verwendet.

Neben einer hoch aufgelösten Darstellung der Körperanatomie ermöglichen moderne MR-Verfahren die Analyse von Funktions- und Stoffwechselprozessen.

Als Ersatz der Katheter-Angiographie können die arteriellen und venösen Blutgefäße des gesamten Körpers mittels MRT minimal-invasiv dargestellt werden.

Alle MR-Verfahren arbeiten ohne ionisierende Strahlung und können deshalb als schonende Untersuchungstechniken auch bei Kindern und Schwangeren eingesetzt werden.

Pro Jahr führen wir mehr als 16.000 MR-Untersuchungen durch.

  • MR-Untersuchungen aller Körperregionen nach modernen Untersuchungsstandards
  • Besondere Expertise bei der MRT des Herzens (morphologische und funktionelle Diagnostik, z.B. Stress-MRT")
  • spezielle Untersuchungsprotokolle für die Diagnostik von Leber, Gallenwegen, Pankreas, Niere, Prostata und Knochen
  • Multimodale MR-tomographische Schlaganfallsdiagnostik („Stroke-MRT“)
  • Kontrastmittelgestützte Gefäßdarstellung („MR-Angiographie“)
  • Ganzkörperbildgebung inkl. Ganzkörpergefäßdiagnostik
  • Multiparametrische MRT der weiblichen Brust („MR-Mammographie“)
  • Multiparametrische MRT der Prostata
  • MR-Spektroskopie („MRS“, d.h. Analyse der stofflichen Zusammensetzung von Geweben oder Untersuchung von Stoffwechselerkrankungen)
  • Funktionelle MRT des Gehirns („ fMRI“, d.h. Analyse der Funktion und der Aktivität einzelner Hirnareale und deren Zusammenspiel, z.B. im Rahmen der Planung von Gehirnoperationen oder zur Klärung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen)
  • MR-gesteuerte Probenentnahme aus der weiblichen Brust UKM Brustzentrum
  • MR-gesteuerte Markierung von Herdbefunden in der weiblichen Brust
  • MR-gesteuerte Biopsie der Prostata oder Fusion der MR-Daten mit dem Ultraschall in Zusammenarbeit mit der Klinik für Urologie 

Diagnostische Angiographie und minimal-invasive Interventionen

In der Funktionseinheit Diagnostische Angiographie und Intervention werden pro Jahr rund 1500 bildgesteuerte Untersuchungen und Therapien durchgeführt. Durch eine enge Kooperation mit unseren klinischen Partnern bieten wir in einem interdisziplinären Team das vollständige Spektrum diagnostischer und interventioneller Maßnahmen an.

Die Darstellung von Blutgefäßen des Menschen mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens wird Angiographie genannt. Dabei stehen uns heute mit der Computertomographie, der Kernspintomographie und der kathetergestützten Angiographie eine Vielzahl technischer Möglichkeiten zur Gefäßdarstellung zur Verfügung. Mit den genannten Verfahren können sowohl Arterien als auch Venen untersucht werden. Die Auswahl des bildgebenden Verfahrens ist dabei wesentlich von der Fragestellung abhängig. So wird beispielsweise die Abklärung einer Erweiterung der Hauptschlagader in der Regel mittels Ultraschall durchgeführt. Wenn gleichzeitig die Frage zu klären ist, ob die Behandlung der Erweiterung der Schlagader durch eine Operation oder aber mit einer Stentprothese möglich ist, so wird eine Computertomographie mit Kontrastmittel durchgeführt. Während die Darstellung von Arterien und Venen mit der Computertomographie oder Kernspintomographie möglich ist, kann sowohl die Darstellung und als auch die Behandlung von Gefäßerkrankungen nur mit Hilfe einer kathetergestützten Angiographie durchgeführt werden.

  • Beseitigung von chronischen oder akuten Gefäßengstellen oder Gefäßverschlüssen im Bereich der Becken und Beinarterien mit modernster Ballon und Stenttechnologie
  • Beseitigung von chronischen oder akuten Gefäßengstellen oder Gefäßverschlüssen im Bereich der Eingeweidearterien mit modernster Ballon und Stenttechnologie
  • Beseitigung von Gefäßengstellen oder Gefäßverschlüssen bei Dialyseshunts
  • Behandlung von Gefäßengstellen oder Gefäßverschlüssen im Bereich der Nierenarterien
  • Behandlung von Sekundärkomplikationen nach Aneurysmatherapie (Embolisation von Endoleaks, Fenestrierung von Dissektionsmembranen, Rekanalisation aortaler Gefäßabgänge)
  • Behandlung von Gefäßanomalien am Körperstamm, der inneren Organe und der Extremitäten bei Erwachsenen und Kindern
  • Behandlung von Lebertumoren mittels lokaler Chemotherapie (TACE), lokaler Embolisationstherapie (TAE) oder selektiver interner Radiotherapie (SIRT) sowie CT gesteuerte Ablationsverfahren (Radiofrequenzablation, Mikrowellenablation)
  • Gefäßverschluss von Tumorgefäßen vor operativen Eingriffen im Bereich des muskuloskeltalen Systems und der inneren Organe
  • Anlage von transjugulären portosystemischen Shunts (TIPSS) zur Behandlung des Pfortaderhochdrucks, Varizenverschluss
  • Gynäkologische Embolisationen (Uterusmyomembolisation, weibliches Beckenvenensyndrom/Pelvic Congestion Syndrome)
  • Therapie der Prostatahyperplasie (Prostataembolisation)
  • Therapie der männlichen Varicocele (Embolisation/Sklerosierung)

Angeborene Gefäßanomalien, die sowohl bei Geburt bereits vorhanden sein können, oft aber auch erst während des Wachstums oder im Erwachsenenalter zu Tage treten, stellen eine große Herausforderung für die Gefäßmedizin da. Diese Erkrankungen sind grundsätzlich selten und erfordern auf Grund ihrer Komplexität fast immer einen interdisziplinären Therapieansatz aus verschiedenen Fachdisziplinen. Angeborene Gefäßanomalien werden nach der Klassifikation der International Society for the Study of Vascular Anomalies (ISSVA) in Gefäßtumore und Gefäßmalformationen eingeteilt:

Gefäßtumore

• infantiles Hämangiom
• kongenitales Hämangiom (RICH und NICH)
• ‚tufted angioma’*
• kaposiformes Haemangioendotheliom*
• Spindelzell Haemangioendotheliom
• Andere Haemangioendotheliome
• Angiosarkome

Gefäßmalformationen

• slow flow
• high flow
• komplex-kombiniert

 Slow flow Malformationen
• Kapilläre Malformationen
• Venöse Malformationen
(sporadische Form oder in Form von genetischen Syndromen, z.B. Bean Syndrom, Maffucci Syndrom)
• Lymphatische Malformationen
 
  
 High flow Malformationen
• AV Fistel
• arterielle Malformationen (z.B. Coarctatio)
• Arteriovenöse Malformationen
 
  
*Gefahr eines Kasabach Merrit Phänomens/SyndromsKomplex-Kombinierte Gefäßmalformationen

Diese Einteilung ist wichtig, weil Gefäßtumore eine völlige unterschiedliche Behandlung im Vergleich zu Gefäßmalformationen verlangen. Das Hämangiom, im Volksmund auch Blutschwamm genannt, bildet sich innerhalb der ersten Lebensjahre oft zurück. Nach unzureichender Rückbildungsphase oder bei starkem Wachstum kann sowohl eine medikamentöse, also auch eine operative Therapie (offen-chirurgisch, perkutane Lasertherapie, kombinierte Verfahren) erforderlich werden. Gefäßmalformationen hingegen persistieren das ganze Leben, es kommt nie zu einem spontanen Regress! Sie sind bereits bei der Geburt präsent (werden aber oft nicht bemerkt) und können jederzeit mit verschiedensten Symptomen klinisch manifest werden. 
Entsprechend des Blutflusses werden sie in slow-flow- oder fast-flow-Malformationen eingeteilt.  Gefäßmalformationen können mittels minimal-invasiver Kathetertechnik unter Ultraschall- oder Durchleuchtungskontrolle verschlossen (Sklerosierung, Embolisation) werden. 
Die Diagnostik und Therapie von Gefäßanomalien erfolgt in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdisziplinen wie Pädiatrie, Kinderchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie der Kinderhämatologie und -onkologie. Alle Fälle werden in einer interdisziplinären Fallkonferenz besprochen und die Therapie erfolgt gleichermaßen in enger Abstimmung mit allen beteiligten Fachdisziplinen.

Klinik für Radiologie

Albert-Schweitzer-Campus 1,

Gebäude A1

48149 Münster

+49 251 83-47302

radiologie@ukmuenster.­de

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