
NEOPRO-SIT – Studie
Effekte der neoadjuvanten Prähabilitation auf postinterventionelle physische und psychische Ergebnisse bei onkologischen Patient*innen mit soliden Tumoren (kurz: NEOPRO-SIT)
Das Projekt NEOPRO-SIT untersucht den Einfluss eines kombinierten Prähabilitationsprogramms aus sportwissenschaftlicher und psychoonkologischer Betreuung bei Patient*innen mit nicht-metastasierten Tumoren der Brust bzw. der Speiseröhre unter neoadjuvanter Therapie. Das Ziel ist es, Patient*innen physisch und psychisch zu stärken, zu mobilisieren und systemische Nebenwirkungen zu verringern.
Was ist neoadjuvante Prähabilitation?
Die neoadjuvante Prähabilitation ist ein Programm für Patient*innen, die eine Krebstherapie (Chemo- und/oder Strahlentherapie) erhalten, bevor der Tumor endgültig entfernt wird. Sie dient dazu, die Gesundheit der Patient*innen zu verbessern, damit die Nebenwirkungen der Krebstherapie vor der endgültigen Tumorentfernung besser vertragen werden. Außerdem sollen sich die Patienten*innen vom Eingriff der Tumorentfernung besser und schneller erholen. Der Nutzen der neoadjuvanten Prähabilitation ist für eine Reihe von Tumoren bereits belegt.
Welchen Nutzen hat Ihre Teilnahme?
- Sie erhalten professionelle sportwissenschaftliche und psychoonkologische Unterstützung während der neoadjuvanten Therapie.
- Sie bereiten sich körperlich und psychisch auf die Tumorentfernung vor und können möglicherweise von einer schnelleren Erholung profitieren.
- Ihre Erfahrungen können dabei helfen, die Krebsversorgung für alle Patient*innen zukünftig zu verbessern.
Kontakt
Für eine mögliche Teilnahme sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder kontaktieren Sie unsere Projektkoordinatorin:
Dr. rer. nat. Mira Meyer-Ács
+49 251 83-49134
mira.meyer-acs(at)ukmuenster.de
Wie läuft die Studie ab?
Die Studie wird in zwei Phasen durchgeführt:
Phase 1 − Kontrollgruppe
- Psychoonkologisches Screening
- Sportwissenschaftliche Information & Beratung
- Qualitative Interviews zur Adhärenzmessung und -steigerung
Phase 2 − Prähabilitationsgruppe
(ab voraussichtlich 01.07.2027)
- Psychoonkologisches Screening
- Sportwissenschaftliche Information & Beratung
- Qualitative Interviews zur Adhärenzmessung und -steigerung
+ bis zu 6 psychoonkologische Sitzungen
+ Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie
Hinweis: Vor Einschluss in die Studie wird jede*r potenzielle Teilnehmer*in in einem persönlichen Arztgespräch umfassend über Ziel, Ablauf, Nutzen und mögliche Risiken der Studie aufgeklärt.

Die Studie wird gefördert durch:
Westdeutsches Tumorzentrum (WTZ) Münster
Universitätsklinikum Münster (UKM)
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster





