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Klinik für
Urologie und
Kinderurologie

Kinderurologie

In der Kinderurologie behandelt unser Team Fehlbildungen des Harntraktes und Erkrankungen an Niere, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre und den männlichen Geschlechtsorganen bei Neugeborenen und Kindern. Oft erfolgt eine Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Kinderklinik (Allgemeine Pädiatrie), der Kindernephrologie, der Kinderdialyse, der Kinderradiologie und der Nuklearmedizin. Durch diese Kooperation und einen regelmäßigen Austausch, beispielsweise in interprofessionellen Fallbesprechungen ermöglichen wir eine bestmögliche Betreuung von Kindern mit urologischen Erkrankungen. 

Diagnose

Um die Ursache urologischer Krankheitsbilder zu finden, führen unsere Urologinnen und Urologen verschiedene Untersuchungen durch: Sie tasten beispielsweise den Bauchraum ab und bestimmen Werte wie Herzfrequenz und Blutdruck. Auch mittels Ultraschalluntersuchungen untersucht unser Team die inneren Organe wie Niere und Harnwege. Unsere Expertinnen und Experten sind auf die Behandlung von Kindern spezialisiert und führen die Untersuchungen besonders behutsam durch. 

Therapie

Viele urologische Operationen führen wir bei Kindern ambulant durch. Kinder, bei denen eine stationäre diagnostische Abklärung oder eine stationäre Behandlung notwendig ist, liegen auf unseren Kinderstationen (z.B. Schul- und Kleinkinderstation 18 A West). Dort werden die Kinder von speziell ausgebildeten pädiatrischen Pflegenden betreut. Wir wissen natürlich, dass Kinder oftmals weniger Angst haben und auch der Bedarf an Schmerzmitteln geringer ist, wenn Mama oder Papa anwesend sind. Daher bieten wir bei Säuglingen, Kindern mit Behinderungen und Kleinkindern mit großen Operationen die Möglichkeit, einen Elternteil stationär mit aufzunehmen.

Welche Diagnose-Untersuchungen führen wir durch?

  • Ultraschall (Sonographie)
  • Blasendruckmessung (Urodynamik)
  • Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie)
  • Röntgen der Harnblase zur Refluxdiagnostik und Darstellung der Harnröhre während des Wasserlassens (Miktionscysturethrographie - MCU)
  • Kontrastmitteluntersuchung zur Darstellung des oberen Harntraktes und der Abflussverhältnisse der Nieren (Ausscheidungsurogramm)
  • Nierenfunktionsszintigraphie (MAG III/DMSA)
  • Blasenspiegelung (Video-Cystoskopie)

Krankheitsbilder und ambulante Operationen

Häufige ambulante Eingriffe

  • Beschneidung (Zirkumzision)
  • vorhauterhaltende Beschneidung (Zirkumzision)
  • kleinere Korrekturen der Vorhaut (Präputiolyse, Frenulotomie)
  • Blasenspiegelung (Diagnostische Urethrocystoskopie) 
  • Leisten- und Wasserbruch-Operationen

Abklärung und Therapie des äußeren Genitale:

  • Wasserbruch (Hydrozele)
  • Hodenhochstand (Kryptorchismus)
  • Medikamentöse Behandlung
  • Operative Behandlung (ambulant)
  • Minimalinvasive laparoskopische Hodensuche
  • Harnröhrenspaltbildung (Hypospadie)
  • Hodensackkrampfadern (Kindliche Varikozele)
  • Verklebung der Schamlippen (Labiensynechien)
  • Penisdeviation/-torsion (Verdrehung/Abknickung)
  • Enge der Harnröhrenmündung (Meatusenge)
  • Hodenschmerzen verschiedener Ursachen (Akutes Skrotum)
  • Burried Penis („vergrabener Penis“)
  • Vorhautenge (Phimose)
  • Kortisonsalbentherapie

Abklärung und Therapie des oberen Harntraktes

Nierensteine und Harnleitersteine

  • Nichtoperative Behandlung durch Schallwellenbeschuss von außen (Extrakorporale Stosswellenlithotripsie - ESWL)
  • Endoskopische Entfernung von Harnleitersteinen (Ureterorenoskopie - URS)
  • Nur noch selten offen operative Steinentfernung aus Nierenbecken und Harnleiter

Nierenbeckenabgangsenge

  • Abklärung mit Nierenszintigraphie ambulant oder kurzstationär
  • Ausscheidungsurogramm
  • Operative Korrektur (Nierenbeckenplastik)

Funktionslose Niere

  • Abklärung mit Nierenszintigraphie ambulant oder kurzstationär
  • ggf. offen operative aber meist minimal-invasive Nierenentfernung
  • Funktionsloser Nierenanteil bei Doppelniere
  • Abklärung mit Nierenszintigraphie ambulant oder kurzstationär

Abklärung und Therapie des unteren Harntraktes

  • Urinrückfluß aus der Blase in Harnleiter oder Nieren (Vesikureteraler Reflux)
  • Nichtoperative Behandlung
  • Offen operative Antirefluxplastiken
  • Mündung des Harnleiters an einen „falschen“ Ort, einhergehend mit z.B. ständigem Harnträufeln (Ektope Harnleitermündung)
  • Harnröhrenklappen
  • Enge der Harnröhre (Harnröhrenstenose)
  • Aussackungen der Harnblase (Blasendivertikel)
  • Kleinkapazitäre Harnblase
  • großkapazitäre Harnblase (Megacystis)
  • Neurogene Blasenentleerungsstörungen (z.B. bei Spina bifida)

Abklärung, Differenzierung und Therapie von Problem beim Entleeren der Harnblase

  • nächtliches Einnässen (Enuresis nocturna)
  • Einnässen am Tag (Kindliche Harninkontinenz)
  • Neurogene Blasenentleerungsstörungen  

Ihr Kontakt zu uns

Ihre Ansprechpersonen für den Bereich Kinderurologie

Dr. med. G. Pühse | UKM-Urologie

PD Dr. med. Gerald Pühse

Leiter des Bereiches Kinderurologie und rekonstruktive urologische Chirurgie
Benannter Operateur des Nierenkrebszentrums

UKM Urologie | Dorothee Tiedje

Dr. med. Dorothee Tiedje

Stellv. Leiterin des Nierenkrebszentrums

Fachärztin für Urologie, FEBU

Klinik für Urologie und Kinderurologie

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A1

48149 Münster

+49 251 83-44600

andresjan.schrader@ukmuenster.de 

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