Sonographie
Das UKM wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) für seine hohe Expertise in der Sonographie ausgezeichnet. Die höchste Zertifizierungsstufe wurde unter anderem in der Medizinische Klinik B erreicht.
Hochmoderne High-End-Ultraschallgeräte und die Expertise des spezialisierten Teams ermöglichen Spitzentechnologie der strahlungsfreien hochpräzisen Bildgebung in Echtzeit.
Diagnostische Sonographie
In der Gastroenterologie ist die sonographische Beurteilung der abdominalen Organe von zentraler Bedeutung, da sie eine frühzeitige Erkennung pathologischer Veränderungen ermöglicht. Zu den Organen, die untersucht werden können, zählen Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz und Nieren, Mesenterium und Retroperitoneum sowie die großen Gefäße wie die Aorta und die Vena cava. Auch der Magen-Darm-Trakt sowie die Harnblase, die harnableitenden Organe, Uterus und Prostata können beurteilt werden.
Schmerzfreies nicht-invasives Verfahren zur Beurteilung der Fibrose der Leber und der Milzsteifigkeit. Damit ist eine Abschätzung narbiger Umbauprozesse als Ausdruck des Ausmaßes einer Leberschädigung möglich. Die FibroScan-Messung kann verschiedene Stadien darstellen: vom normalen Lebergewebe über leichte und fortgeschrittene Fibrosegrade bis hin zur Leberzirrhose.
Elastographie ist ein neueres Verfahren, bei dem die Elastizität des Gewebes farblich im normalen Ultraschallbild dargestellt wird.
Im Rahmen des Algorithmus zur Abklärung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC), der Fibrose und Rekompensation stehen uns die FibroScan-Technologie sowie die Elastographie zur Verfügung.
Tumorgewebe, wie es beim HCC vorkommt, zeigt häufig eine höhere Steifigkeit und eine veränderte Komprimierbarkeit im Vergleich zu gesundem Gewebe, was die gezielte Detektion erleichtert.
Darüber hinaus ermöglichen unsere High-End-Ultraschallgeräte eine nicht-invasive Quantifizierung des Verfettungsgrads der Leber. Dies bietet eine erweiterte diagnostische Grundlage, insbesondere in der Differenzierung von Lebererkrankungen und der Therapieplanung.
Mit hochfrequenten Schallköpfen lassen sich die Wandschichten des Magen-Darm-Traktes detailliert darstellen. Diese Methode ermöglicht die Erkennung entzündlicher Veränderungen, wie sie beispielsweise bei Appendizitis, Divertikulitis oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) auftreten.
Die Lymphknotensonographie ermöglicht die Beurteilung auffälliger regionärer Lymphknotenvergrößerungen mittels Ultraschall, üblicherweise mit einem 7,5 MHz Schallkopf. Form, Größe und Struktur der Lymphknoten werden dargestellt, um entzündliche und maligne Veränderungen besser zu erkennen.
Die Doppler- bzw. Duplexsonographie ermöglicht die Darstellung und Messung des Blutflusses in Gefäßen und dient der Diagnose vaskulärer Fragestellungen wie Budd-Chiari-Syndrom, Pfortaderthrombose und Veno-occlusive Disease sowie der Kontrolle der Funktionsfähigkeit eines TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt), einschließlich der Beurteilung des Shunt-Durchflusses und des Druckgradienten.
Zur besseren räumlichen Darstellung lassen sich eng beieinanderliegende zweidimensionale Bilder in eine dreidimensionale Rekonstruktion von Organen zusammenfügen.
Die KM-Sonographie ist ein wichtiges Verfahren zur Beurteilung von Tumoren der Leber und anderer Organe (z. B. Milz, Bauchspeicheldrüse) sowie zur Darstellung entzündlicher Prozesse und Durchblutungsstörungen. Die KM-Sonographie ist ein komplementäres bildgebendes Verfahren zu CT und MRT und hat die höchste räumliche und zeitliche Auflösung, insbesondere bei der Beurteilung von Leberzelltumoren. Die quantitative Kontrastsonographie erlaubt Gewebecharakterisierung. Das eingesetzte Kontrastmittel wird im Gegensatz zu den Kontrastmitteln von CT und MRT nicht über die Nieren ausgeschieden und kann auch bei Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt werden.
Interventionelle Sonographie
- Sonographisch-gestützte Feinnadelpunktionen (auch unter Kontrastmittel) von Leber, Gallenblase, Pankreas, Milz, unklaren abdominellen Raumforderungen und Schilddrüse
- Lymphknotenpunktion
- Behandlung von pathologischen Flüssigkeitsverhalten (z.B. Abszesse, Aszites, Pleuraerguss) z.B. mittels Punktion, Drainage, Spülung, Antibiotika-Installation
- Anlage einer getunnelten dauerhaften Aszitesdrainage (Pleurx-Katheter)
- Anlage eines zentralvenösen Katheters über die Venen des Oberarms (sogenannte PICC-Line) zur Durchführung einer antibiotischen Therapie, Chemotherapie oder zur parenteralen Ernährung
- Perkutane Tumortherapie (z.B. Radiofrequenzablation (RFA))
