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Medizinische
Klinik B

Unsere Studienambulanz

Die Studienambulanz der Medizinischen Klinik B führt mit langjähriger Erfahrung klinische Studien der Phasen I bis IV nach AMG (Arzneimittelgesetz) und MPG (Medizinproduktegesetz) sowie Registerstudien durch. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Initiierung von und die Beteiligung an Investigator-initiierten-Studien (IIT, durch Forschende initiierte Studien) in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern wie Hochschulkrankenhäusern und Stiftungen (Deutsche Leberstiftung, European Foundation for the Study of Chronic Liver Failure EF Clif).

Dabei deckt die Studienambulanz der Medizinischen Klinik B ein breites Behandlungsspektrum der Gastroenterologie (Magen-/Darmerkrankungen), Hepatologie (Lebererkrankungen) und Endokrinologie (Hormon- und Stoffwechselerkrankungen) sowie der Ernährungsmedizin und Infektiologie (Infektionserkrankungen) ab. Besonders für Patient*innen mit Tumorerkrankungen des hepatobiliären Systems (Leber und Gallenwege) und neuroendokriner Tumoren (NET) bestehen in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) neuartige Therapien und ein strukturiertes Vor- und Nachsorgeprogramm im Rahmen von AMG- und Registerstudien.

Klinische Studien – gut zu wissen

Klinische Studien sind zentrale Voraussetzung zur Übertragung wissenschaftlicher Ergebnisse und neuer Therapiemöglichkeiten in die tägliche klinische Praxis. Alle unsere klinischen Studien werden unter höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards von einem erfahrenen Team aus Studienärzt*innen und Study Nurses sowie Studienassistent*innen durchgeführt. Weiterhin erfolgt eine intensive Überprüfung und Überwachung aller studienrelevanten Prozeduren durch staatliche Verwaltungsgremien (z.B. lokale Ethikkommissionen, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Bundesinstitut für Strahlenschutz).

Die Teilnahme an klinischen Studien bietet für Betroffene innovative Therapieansätze noch vor Marktzulassung sowie eine noch engere und intensivere Anbindung und Betreuung in unserem Zentrum.

Gastroenterologie

Patient*innen mit Morbus Crohn

In unserem Zentrum besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Studien für Patient*innen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie dem Morbus Crohn (Enteritis regionalis Crohn). Vor allem für Patient*innen mit schweren Verläufen und nach mehreren Vortherapien werden neue Biologika-Therapien (biotechnologisch hergestellte Arzneimittel) wie Risankizumab (IL-23 Antikörper) oder Ozanimod (S1P-Agonist) angewendet.


Ansprechpersonen
Priv.-Doz. Dr. Richard Vollenberg
richard.vollenberg(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Phil-Robin Tepasse
phil-robin.tepasse(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit Colitis ulcerosa

Auch Patient*innen mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa können an Medikamentenstudien in unserem Zentrum teilnehmen. Vor allem bei mittelschwerer bis schwerer ulzerierender (Geschwüre ausbildender) Colitis ulcerosa und nicht ausreichend beschwerdelindernder Vortherapie werden Biologika-Behandlungen mit MORF-057 (α4β7 Integrin Inhibitor) oder Vixarelimab (Oncostatin M Rezeptor β Antikörper) angeboten.


Ansprechpersonen
Priv.-Doz. Dr. Richard Vollenberg
richard.vollenberg(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Phil-Robin Tepasse
phil-robin.tepasse(at)ukmuenster.de

Hepatologie

Patient*innen mit chronischen Lebererkrankungen ohne Leberzirrhose

Es stehen Studien für Patient*innen mit zystischen Lebererkrankungen (s.c. Injektion von Octreotid), metabolische Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis (früher: Nicht alkoholische Fettlebererkrankung/NASH; AZD2693 für Patient*innen mit PNPLA3 Genmutation), TTR-Amyloidose (genetische Erkrankung mit Amyloidablagerungen in Organen) und Pruritus (quälendem Juckreiz) bei Primär biliärer Cholangitis (Volixibat und Linerixibat) zur Verfügung.


Ansprechpersonen
Dr. Maximilian Brol
maximilian.brol(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Michael Praktiknjo
michael.praktiknjo(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit dekompensierter Leberzirrhose

Diese Studien richten sich an Patient*innen mit akuter Verschlechterung der Leberfunktion und bekannter Leberzirrhose. Aufgrund des akuten Krankheitsbilds werden diese Studien meist bereits während des stationären Aufenthalts begonnen. Es stehen Studien zur Behandlung des Bauchwassers (AlbTrial, Albumin für Risikopatient*innen; COMBAT Trial, Kombination aus Albumin und Enoxaparin; Verwendung eines neuartigen TIPS-Systems), der hepatischen Enzephalopathie (Rifaximinprophylaxe) und des hepatorenalen Syndroms (Verschlechterung der Nierenfunktion, R2R01 Relaxin-Agonist und LiverHERO – TIPS Implantation bei hepatorenalem Syndrom) zur Verfügung. Weiterhin wird die Auswirkung von Protonenpumpeninhibitoren auf die Leberfunktion (STOPPIT) untersucht. Zusätzlich nimmt unser Zentrum an mehreren Registern zur Beobachtung der Wirksamkeit von TIPS-Implantationen (Transjugulärer Stent, Gore TIPS Register, EUROTIPS Project) teil.


Ansprechpersonen
Dr. Frank Uschner
frankerhard.uschner(at)ukmuenster.de

Dr. Maximilian Brol
maximilian.brol(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Michael Praktiknjo
michael.praktiknjo(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit kompensierter Leberzirrhose

Diese Studien richten sich an Patient*innen mit festgestellter Leberzirrhose, welche bisher noch keine akuten Komplikationen (Bauchwasser, Blutung aus Krampfadern, Verwirrtheitszustände/hepatische Enzephalopathie) entwickelt haben oder bei denen die Leberfunktion durch Medikamente stabilisiert werden konnte. Die getesteten Medikamente sollen eine weitere Verschlechterung der Leberfunktion verhindern (BI 685509 und Zibotentan zur Drucksenkung bei Pfortaderhochdruck).


Ansprechpersonen
Dr. Frank Uschner
frankerhard.uschner(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Michael Praktiknjo
michael.praktiknjo(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit akut-auf-chronischem Leberversagen (ACLF)

Unser Studienzentrum bietet Studien für Patient*innen mit Leberversagen auf Grundlage einer Leberzirrhose an. Bei dem ACLF handelt es sich um ein schweres, akut lebensbedrohliches Krankheitsbild mit sehr wenigen Behandlungsmöglichkeiten. Es werden neuartige Blutreinigungsverfahren (Plasmaaustausch mit Albuminersatz und intraperitoneale Infusion von VS-01 – Liposomen) angewendet, um die Prognose der Patient*innen zu verbessern. 


Ansprechpersonen
Dr. Frank Uschner
frankerhard.uschner(at)ukmuenster.de

Dr. Maximilian Brol
maximilian.brol(at)ukmuenster.de

Dr. Martin Sebastian McCoy
martinsebastian.mccoy(at)ukmuenster.de

Tumorerkrankungen

Patient*innen mit Tumoren des hepatobiliären Systems

Unser Studienzentrum bietet Therapieoptionen für Patient*innen mit nicht-operablem Leberzellkrebs (Therapie mit Durvalumab und Tremelimumab mit SIRT oder TACE, geplant Q1-2/2024) sowie für Patient*innen mit hilärem Gallenwegskrebs, welche nicht primär operiert werden können (endoskopische Stentimplantation mit photodynamischer Therapie oder Radiofrequenzablation, geplant Q1-2/2024). Weiterhin bieten wir im Rahmen einer IIT ein regelmäßiges Vorsorgeprogramm zur Krebsfrüherkennung bei Patient*innen mit Leberzirrhose an (DETECT-Studie).

Zur Qualitätssicherung wird die Indikation zum Studieneinschluss bei allen Patient*innen mit Tumorerkrankungen in einem interdisziplinären Tumorboard gestellt.


Ansprechpersonen
Dr. Florian Rennebaum
florian.rennebaum(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Michael Praktiknjo
michael.praktiknjo(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit neuroendokrinen Tumoren

Unsere Klinik hat eine ausgewiesene Expertise in der Behandlung neuroendokriner Tumoren. Über unser Studienzentrum ist eine Teilnahme an dem Deutschen Register neuroendokriner Tumoren (NET Register) möglich. Dadurch können wichtige Erkenntnisse in der Überwachung und Therapie dieser seltenen Tumorerkrankungen gewonnen und in die klinische Praxis übertragen werden.


Ansprechpersonen
Dr. Elena Vorona
elena.vorona(at)ukmuenster.de

Ernährungsmedizin und Endokrinologie

Patient*innen mit metabolischem Syndrom

In unserem Studienzentrum werden Studien für Patient*innen mit metabolischem Syndrom (Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck) durchgeführt. Bei Patient*innen, welche aufgrund des Übergewichts bereits Organkomplikationen wie Niereninsuffizienz (chronische Nierenschädigung mit Funktionsverlust) oder MASH (Fettlebererkrankung) entwickelt haben, wird die Wirkung des GCGR/GLP-1R Dual-Agonisten BI 456906 zur Gewichtsreduktion untersucht.


Ansprechpersonen
Dr. Maximilian Brol
maximilian.brol(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit endokrinologischen Erkrankungen

Im Rahmen der ambulanten endokrinologischen Behandlung bietet unser Studienzentrum eine Teilnahme am ECLip-Register, dem europäischen Register für Patient*innen mit Lipodystrophie und dem deutschen Akromegalie-Register zur Erfassung von Diagnose und Therapie von Patient*innen mit Akromegalie. Für Patient*innen mit Lipodystrophie ist zusätzlich eine Teilnahme am Register für die Behandlung mit Metreleptin möglich.  


Ansprechpersonen
Dr. Elena Vorona
elena.vorona(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit Kurzdarmsyndrom

Unser Studienzentrum bietet neue Therapieoptionen für Patient*innen mit Kurzdarmsyndrom (Verlust großer Teile der Darmfunktion mit daraus folgender Mangelernährung) und darauf folgendem „Darmversagen“. Dabei kommt das GLP-2 Analogen Apraglutid zum Einsatz, welches die Aufnahmefähigkeit des noch erhaltenen Darms verbessern soll.


Ansprechpersonen
Dr. Reinhold Gellner
reinhold.gellner(at)ukmuenster.de

Infektiologie

Patient*innen mit COVID-19 Infektion und Long COVID

Im Zuge der COVID-19-Pandemie leiden viele Patient*innen anhaltend an Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems, der Aufmerksamkeit und Konzentration, der Muskulatur und der Atmung. Unsere Klinik behandelt COVID-19-Infektionen sowie Patient*innen mit Long COVID und es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am deutschen COVID-Register Beyond-COVID-19, aus dem neue Diagnose- und Behandlungsansätze für Patient*innen mit Long COVID abgeleitet werden sollen.


Ansprechpersonen
Priv.-Doz. Dr. Phil-Robin Tepasse
phil-robin.tepasse(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Richard Vollenberg
richard.vollenberg(at)ukmuenster.de

Patient*innen mit systemischen Infektionen

Aktuell sind Studien zur Behandlung von Patient*innen mit schweren invasiven (den ganzen Körper befallenden) Pilzinfektionen, bakteriellen Infektionen und lebensbedrohlichen Zuständen durch bakterielle Infektionen auf Intensivstation geplant. Darüber hinaus sind Studien zur ambulanten, parenteralen antiinfektiven Therapie (APAT) sowie eine Teilnahme am nationalen Register geplant.


Ansprechpersonen
Dr. med. Julia Fischer
julia.fischer2(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Phil-Robin Tepasse
phil-robin.tepasse(at)ukmuenster.de

Priv.-Doz. Dr. Kai-Henrik Peiffer
kai-henrik.peiffer(at)ukmuenster.de