Barrierefreiheit
Skip to main content

Klinik für
Nuklearmedizin

Bildgebende Diagnostik in der Nuklearmedizin | Ihre Behandlung am Universitätsklinikum Münster

Die nuklearmedizinische Diagnostik ermöglicht es, Funktionen im Körper sichtbar zu machen – zum Beispiel Stoffwechsel, Durchblutung oder Organaktivität. Im Gegensatz zu vielen anderen bildgebenden Verfahren stehen hier nicht nur Strukturen, sondern vor allem Abläufe im Körper im Mittelpunkt.

Dazu wird eine sehr geringe Menge eines schwach radioaktiven Stoffes (sogenannter Tracer) verabreicht. Dieser verteilt sich gezielt im Körper und reichert sich in bestimmten Organen oder Geweben an. Spezielle Kameras messen die Strahlung von außen und erzeugen daraus präzise Bilder

Unsere Untersuchungsverfahren

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein besonders empfindliches Verfahren zur Darstellung von Stoffwechselprozessen.

  • Kombination mit CT oder MRT für eine exakte anatomische Zuordnung
  • Besonders geeignet bei:
    • Tumorerkrankungen
    • Entzündungen
    • Neurologischen Erkrankungen (z. B. Demenz)
  • PET/MRT vor allem bei Untersuchungen von Gehirn, Herz und Leber

Diese Verfahren nutzen Gamma-Strahlung zur Bildgebung.

  • Szintigraphie: zweidimensionale (2D) Darstellung
  • SPECT: dreidimensionale (3D) Darstellung
  • SPECT/CT: Kombination aus Funktionsdiagnostik und Computertomographie

Häufige Einsatzgebiete sind:

  • Herz und Durchblutung
  • Knochen und Skelett
  • Nierenfunktion
  • Schilddrüse

Ablauf einer Untersuchung

Eine nuklearmedizinische Untersuchung ist in der Regel unkompliziert und gut verträglich.

Vorbereitung

  • Je nach Untersuchung kann es notwendig sein, nüchtern zu erscheinen
  • Hinweise zum Absetzen von Medikamenten erhalten Sie vorab

Untersuchungsschritte

  1. Aufklärungsgespräch und Beantwortung Ihrer Fragen
  2. Gabe des Tracers (meist über eine Vene)
  3. Wartezeit zur Verteilung im Körper (Minuten bis Stunden)
  4. Bildaufnahme:
    • Sie liegen bequem auf einer Liege
    • Die Untersuchung dauert meist 5–30 Minuten
    • Wichtig: möglichst ruhig liegen

Nach der Untersuchung

  • In der Regel können Sie Ihren Alltag direkt wieder aufnehmen
  • Es wird empfohlen, ausreichend zu trinken

Typische Untersuchungen

Die nuklearmedizinische Diagnostik wird bei vielen Fragestellungen eingesetzt, unter anderem:

  • Tumorerkrankungen: Ganzkörperdiagnostik und Verlaufskontrolle
  • Herz und Kreislauf: Durchblutung und Vitalität des Herzmuskels
  • Gehirn und Nerven: Demenz, Parkinson-Syndrome, Epilepsie
  • Nieren und Stoffwechsel: Funktionsuntersuchungen der Nieren
  • Schilddrüse: Beurteilung von Funktion und Knoten

Ihre Ansprechpersonen

Arzt in weißem Kittel, der lächelt.

Juniorprof. Dr. med. Philipp Backhaus

Leiter Bereich Bildgebung