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Klinik für
Augenheilkunde

Schielerkrankungen |
Ambulanz für Schielbehandlung am Universitätsklinikum Münster

Unter Schielen (Strabismus) versteht man einen Stellungsfehler der Augen, wobei nur ein Auge auf das fixierte Objekt gerichtet ist, während das andere Auge abweicht. Im Kindesalter kann dies zu einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie) eines Auges führen, im Erwachsenenalter unter anderem zur Wahrnehmung von Doppelbildern. Die Ursachen des Schielens können unterschiedlicher Natur sein. Man unterscheidet zwischen angeborenem/frühkindlichem Schielen (durch Störungen der höheren bildverarbeitenden Zentren im Gehirn), Schielen durch Fehlsichtigkeit (meist Weitsichtigkeit), Schielen durch organische Erkrankungen am Auge (z. B. Linsentrübungen) oder aber Schielen durch Lähmungen von Augenmuskeln.

Spezialsprechstunde Schielen

Termine nach Vereinbarung
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+49 251 83-56044
+49 251 83-57523
terminvergabe-orthoptik(at)ukmuenster.de

Was wird untersucht?

Die Abteilung für Orthoptik der Klinik für Augenheilkunde am UKM ist u.a. auf die Behandlung von Schielerkrankungen spezialisiert. Hier arbeiten Orthoptist*innen und Ärzt*innen Hand in Hand. Es werden zunächst spezielle Untersuchungsmethoden (z. B. Testung des Stereosehens, Auf-/Abdeck-Tests, Beweglichkeitstests) durch die Orthoptist*innen durchgeführt, um Art und Umfang des Schielens zu bestimmen. Dann können meist schon Rückschlüsse auf die Entstehung des Schielens gezogen werden. Im Anschluss erfolgt die Untersuchung durch ärztliches Personal, nach dieser Untersuchung des Auges wird das weitere Procedere festlegt. Die Refraktionsbestimmung unter weitgetropften Pupillen ist häufig erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es kann zwischen konservativer und operativer Therapie unterschieden werden. Zunächst ist es häufig möglich, durch eine optimale Brillenkorrektur eine Schielstellung zu beeinflussen oder zu stabilisieren. Bei Kindern, die eine Schwachsichtigkeit durch die Schielstellung entwickeln, ist häufig eine zusätzliche Pflasterokklusions-Therapie notwendig. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Anpassung von sogenannten Prismen zum Ausgleich von Doppelbildern. Ein Prisma sorgt durch Umlenkung von Lichtstrahlen dafür, dass die Abbildung des Gesehenen im Auge auf die „richtige Stelle“ trifft und kann so einem Doppeltsehen entgegenwirken.
Ebenfalls stehen Operationen zur Verfügung, bei denen durch Verlagerung der Augenmuskeln eine Stellungskorrektur erfolgt. Dadurch werden die psychosozialen Effekte des Schielens auf die Patient*innen selbst und auf Mitmenschen behandelt, was seine Lebensqualität verbessert. Teilweise kann durch eine Schiel-Operation das beidäugige Sehen wiederhergestellt oder noch verbessert werden. Die Durchführung einer Operation ist prinzipiell in jedem Alter möglich. Unsere Augenklinik deckt das gesamte Spektrum operativer Möglichkeiten zur Schielbehandlung ab. Die Operationen erfolgen in der Regel in Allgemeinanästhesie und werden sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt.

Ihre Ansprechpersonen für Augenlasern und Linsenimplantationen