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Klinik für Kinder- und Jugend-
psychiatrie, -psychosomatik
und psychotherapie

Unsere Stationen

Wer wird stationär bei uns behandelt?

Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden auf den Stationen unserer Klinik Kinder und Jugendliche von 6 bis ca. 18 Jahren behandelt.
Neben ambulanten Behandlungsmöglichkeiten in der Institutsambulanz gibt es die Möglichkeit der teilstationären und der vollstationären Versorgung.
In dringenden Notfällen steht der Arzt vom Dienst in einer 24-stündigen Bereitschaft zur Verfügung. Im Bereich der Säuglings-, Kleinkind und Vorschulkinderpsychiatrie  werden in unserer Klinik Kinder von 0 bis ca. 6 Jahren behandelt. Neben ambulanten Behandlungsmöglichkeiten in der Institutsambulanz gibt es die Möglichkeit einer teilstationären Versorgung in unserer Familientagesklinik.   Einen Überblick über die Behandlungsschwerpunkte erhalten Sie hier.

Wie ist der Weg zu uns?

Zunächst wird der Patient vor einer stationären Aufnahme immer in der Institutsambulanz vorgestellt. Im Rahmen eines ambulanten Erstgesprächs werden über die vorhandenen Krankheitssymptome und Schwierigkeiten gesprochen und der weitere Diagnose- und Behandlungsweg gemeinsam geklärt.

Sozialdienst

Sozialdienst

Wenn ein Kind krank wird, tauchen plötzlich viele Fragen auf.
 
Während des stationären Aufenthalts eines Kindes oder Jugendlichen und oft auch darüber hinaus können Probleme, Ängste und Fragen entstehen, die die ganze Familie betreffen.
 
Hier bietet der Sozialdienst Ihnen Unterstützung.

Ansprechpartner

Herr T. Röhrs
Dipl.-Sozialpädagoge
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
des Kindes- und Jugendalters
Schmeddingstraße 50
48149 Münster

Frau W. Weber
Dipl.-Sozialpädagogin
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
des Kindes- und Jugendalters
Schmeddingstraße 50
48149 Münster

Kontakt
+49 251 83-58707
+49 251 83-52271
+49 251 83-52275

Während der stationären Behandlung wird Ihr Kind von der Krankenhausschule (Helen-Keller-Schule) betreut, in der Lehrer aller Schulformen unterrichten. Als Schule für Kranke werden dort Schüler der verschiedensten Schulformen und Lernstufen vom Förderunterricht bis zum Leistungskurs der gymnasialen Oberstufe unterrichtet. Sie befindet sich im Westturm des Zentralklinikums auf der Ebene 07. Der Unterricht orientiert sich – nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten – an der persönlichen Belastbarkeit des Patienten. In Einzelfällen findet der Unterricht in speziell dafür eingerichteten Räumen unserer Klinik statt. Die Station steht im engen Kontakt zur Schule, so dass regelmäßig und zeitnah die Entwicklung des Kindes/Jugendlichen besprochen wird.

Nähere Informationen zur Schule finden Sie unter
Zur Homepage: www.helen-keller-schule-muenster.de

In der gesamten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie arbeiten die Mitarbeiter nach dem Bezugsbetreuersystem. Jeder Patient hat seine feste Bezugsperson, die ihn während des Klinikaufenthaltes durch den Therapieprozess begleitet:
Die Bezugsbetreuer arbeiten mit allen zuständigen Therapeuten eng zusammen und versuchen, besonders die Umsetzung der Therapieziele im Stationsalltag mit den Patienten und Angehörigen zu organisieren und dabei unterstützend mitzuwirken. Alle Mitglieder des Stationspflegeteams stehen den Patienten soweit wie möglich jederzeit zur Seite. Die feste Bezugsperson aber ist die Person, die den Patienten eng begleitet einschließlich besonderer gemeinsamer Aktivitäten.

Ein wichtiger Bestandteil des Stationskonzeptes basiert auf der Beziehungsgestaltung mit den Patienten. Der Beziehungsaufbau orientiert sich an den Fähigkeiten und Interessen der Patienten.
Einigen Kindern und Jugendlichen fällt es leichter, ihre Probleme direkt zu äußern oder anzusprechen, andere können besser über Spiele oder sportliche Aktivitäten in Kontakt  kommen und so Vertrauen aufbauen. Die Betreuer unterstützen bei der Strukturierung des Alltags, d.h. sie sorgen dafür, dass u.a. Therapietermine, Stationsregeln und Ausgangsregelungen eingehalten werden.  
Mahlzeiten nehmen einen sehr wichtigen Bestandteil des Tagesablaufs ein und werden daher von den Mitarbeitern eng begleitet und mitgestaltet. Dabei kommt es auf eine angenehme, therapiefreundliche Atmosphäre an. Außerdem unterstützen die Bezugsbetreuer die Patienten in Belangen, die mit dem Schulbesuch zusammenhängen.
Sie bieten Hilfen im Umgang mit Nähe und Distanz zu anderen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, spiegeln und reflektieren Verhaltensweisen sowie den Umgang mit eigenen Gefühlen (Affektregulation) und helfen bei der Lösung von Konflikten.
Sie fördern gerade bei Jugendlichen die Selbstfürsorge, unterstützen die zunehmende Übernahme von Eigenverantwortung z.B. durch lebenspraktisches Training. Damit sind z.B. die Übernahme von Patientendiensten für die Gruppe sowie individuelle Übungen, die mit der Bewältigung des Alltags zu tun haben, gemeint. Um Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich innerhalb einer Gruppe zu entwickeln, von einander zu lernen und sich in neuen Rollen und Situationen auszuprobieren, werden vom Betreuerteam unterschiedliche Gruppenangebote wie Kochen, Sport, Entspannung und erlebnisorientierte Aktivitäten wie Klettern angeboten.

Kinderstation

Wer kommt zu uns?

Wir behandeln psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis ca. 13 Jahren.

Hierbei fokussieren wir uns auf die Diagnostik und Therapie folgender Schwerpunktthemen:

  • Depressionen, Ängste und andere emotionale Störungen
  • Traumatisierung
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • AD(H)S
  • Beeinträchtigte Sauberkeitsentwicklung (Einnässen, Einkoten)
  • Entwicklungsstörungen
  • Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung
  • Probleme in der Beziehung zu Gleichaltrigen
  • Schulabsentismus

Was bieten wir an?

Unser Therapieansatz basiert auf Bausteinen der Verhaltenstherapie, der psychodynamischen sowie der systemischen Psychotherapie. In Bezug auf das junge Alter der Patienten haben wir einen bindungs- und beziehungsorientierten Fokus. Dies bedeutet u.a. die engmaschige Einbeziehung der Bezugspersonen der Kinder. Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Psychologen, Spezialtherapeuten, Pädagogen, Erziehern, Pflegekräften und Mitarbeitern des Sozialdienstes.
Folgende Bausteine sind Teil des Behandlungskonzeptes:

  • Einzeltherapie
  • Spieltherapie
  • Gruppentherapie
  • Familientherapie
  • FiSch
  • Interaktionstherapie
  • Marte Meo
  • Soziales Kompetenztraining
  • Kunsttherapie
  • Theatertherapie
  • Mototherapie
  • Elterngruppe
  • „Familiennachmittage“ mit Interaktionseinheiten
  • Belastungserprobungen im häuslichen Umfeld
  • Sozialpädagogische Beratung zu familiären Hilfen
  • Kooperation mit dem Jugendamt
  • Kooperation mit der Heimatschule

Neben der täglichen Routine aus Therapie und Schule gibt es zahlreiche tagesstrukturierende Spielmöglichkeiten / Aktivitäten auf und außerhalb der Station. So verfügt die Klinik beispielsweise über einen großzügigen und kindgerechten Außenbereich mit Trampolin und Schaukel. Auch Fahrräder stehen für gemeinsame Ausflüge zur Verfügung. Im Innenbereich gibt es diverse Gruppenräume mit abwechslungsreichem Spielmaterial, einen Werkkeller sowie einen Snoezelen-Bereich.

Die Kontaktaufnahme sowie weitergehende Information und Beratung erfolgt über die zuständige Regelambulanz.

Oberärztinnen
Dr. med. Svenja Glomb

Assistenzärzt*innen
Tamara Roy-Ali
Tobias Kaspers

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PIA)
Jimena Ossio Bustillos

Kunst- und Ergotherapeut*innen
Eva Gawantka

Mototherapeut*innen
Christina Baumeier

Sozialdienst
Isabell Baumeister

Stationsleitung
Jeanette Averhage 
Lenard Grünberg (stellv.)

Jugendstation mit Schwerpunkt Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung

Wer kommt zu uns?

Auf unserer offen geführten Psychotherapiestation behandeln wir Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Wir verfügen über neun Therapieplätze im vollstationären Bereich.

Schwerpunktmäßig arbeiten wir mit Jugendlichen mit sogenannten strukturellen Störungen. Das sind Störungen der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung, die oft mit Schwierigkeiten in der Regulation negativer Gefühle und in der Steuerung destruktiver Impulse sowie mit Beziehungsschwierigkeiten einhergehen.

Unser Behandlungsangebot richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die u. a. unter folgenden Symptomen leiden:

  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Schwierigkeiten, eigene Gefühle und Impulse zu steuern
  • Selbstschädigende Verhaltensweisen (Selbstverletzung oder Hochrisikoverhalten)
  • Chronische Suizidgedanken
  • Tiefgreifende Einsamkeitsgefühle
  • Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten
  • Unsicherheit, Fremdheit, Ekel oder Scham im Umgang mit sich selbst oder dem eigenen Körper (inkl. Geschlechtsidentitätsschwierigkeiten)
  • Selbsthass
  • Verzerrung von Zeit-, Raum- oder Körperleben

Was bieten wir an?

Unser Therapieansatz kombiniert moderne psychodynamische Therapiekonzepte mit Elementen der sogenannten dialektisch-behavioralen Therapie für Adoleszente (DBT-A). Damit wollen wir Jugendliche mit den oben beschriebenen Schwierigkeiten dabei unterstützen, in ihrem alltäglichen Leben besser zurecht zu kommen.

Unser Therapeutenteam aus Ärzten und Psychologen unterstützt unsere Patienten dabei, Geschehenes, das nicht mehr verändert werden kann, zu akzeptieren und gegensätzliche Sichtweisen in ein Gleichgewicht zu bringen. Gleichzeitig versuchen wir, den Willen nach Veränderung unserer Patienten zu stärken. Wir ermöglichen die Entwicklung von alternativen Wegen zum Verständnis und Lösung von Konflikten bzw. von neuen Beziehungs- und Selbstbezugsmustern. 

  • Die Fähigkeit entwickeln, eigene Gefühle wahrzunehmen und zu verstehen
  • Lernen, sich selbst achtsam zu sein
  • Alternative Strategien zur sinnvollen Selbststeuerung entwickeln
  • Lernen, Krisen und Stress besser zu bewältigen
  • Schädliches Verhalten abbauen
  • Selbstwert verbessern und eigene Stärken (wieder) entdecken
  • Negative Beziehungsbilder korrigieren
  • Lernen, zwischenmenschliche Konflikte anders zu lösen und stabilere Beziehungen aufzubauen
  • Den Prozess der eigenen Identitätsfindung in konstruktiverer Form fortsetzen

Folgende therapeutische Angebote kommen dabei zum Einsatz:

  • Einzeltherapeutische Gespräche
  • Dialektisch-behaviorale Therapie in der Gruppe
  • Kunst- und Musiktherapie
  • Milieutherapie

Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen ist für uns essentiell. Daher bieten wir regelmäßig Familiengespräche, Eltern-Nachmittage und Eltern-Frühstück an, sowie, bei Indikation, therapeutische Eltern-Kind-Interaktionseinheiten.

Die Aufnahme auf unserer Jugendstation erfolgt nach Indikationsstellung in unserer Institutsambulanz über eine Warteliste.

Oberärztinnen
Dr. H.  Andrés Sanchez Guerrero

Assistenzärzt*innen
Cathrine Thams

Psycholog*innen
Anne Göding
Malte Post
Christian Wiesmann

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PIA)
Vanessa Gericke
Maja Schepers

Kunst- und Ergotherapeut*innen
Katrin Ruck

Mototherapeut*innen
Stefan Haarstick

Musiktherapeut*innen
Karima Naboulsi

Sozialdienst
Luca Tertilt

Stationsleitung
Ulrike Hövel

Stellvertretende Stationsleitung 
Filiz Akgün

Notfall- und Intensivstation

Wer kommt zu uns?

Auf unserer Notfall- und Intensivstation (Station 3) bieten wir mit zwölf Behandlungsplätzen akute Hilfe für Kinder und Jugendliche mit schweren psychiatrischen Erkrankungen. Das Angebot der Notfall- und Intensivstation richtet sich an Patienten, die in ihrer Lebens- oder Krankheitssituation ein besonders geschütztes Umfeld brauchen. Dabei berücksichtigen wir mit unserem Therapieangebot vor allem Kinder und Jugendliche, die krankheitsbedingt mit einer stationären Aufnahme möglicherweise zunächst nicht einverstanden sind.  

Was bieten wir an?

Persönliche Sicherheit im Fokus: Vor allem in akuten Krisensituationen benötigen Kinder und Jugendliche ein sicheres Umfeld. Unser Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegern auf der Intensivstation ist speziell dafür ausgebildet, im Notfall deeskalierend und schützend eingreifen zu können. Unser Ziel: das akute Krankheitsbild so mildern, dass die Notfall-Situation sich entschärft und wir gemeinsam mit unseren Patienten weitere Therapieangebote umsetzen können. 
Um die Akutsituation der Kinder und Jugendlichen zu verbessern, schaffen wir im Tagesablauf klare Strukturen. Neben festgelegten Essens- und Schulzeiten gehören dazu auch feste Termine für Einzelgespräche mit Therapeuten, Kunst-, Körper- oder Reit-Therapie. 

Unser Team:

Oberärzt*innen
Dr. med. Antje Herbst

Assistenzärzt*innen
Johannes Monse
Ruth Fellmeth

Psycholog*innen
Kristina Dreibrodt
Sandra Dieckmann

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PIA)
Sophia Rieken

Kunsttherapeut*innen
Colette Sosinski

Bewegungstherapeut*innen
Stefan Haarstick

Sozialdienst
Tillmann Röhrs

Stationsleitung
Marc Oliver Wolff
Eva Strohschein

Der Pflege- und Erziehungsdienst setzt sich aus Gesundheits- und Krankenpflegern, Fachpfleger für Psychiatrie, Fachkräfte für Kinder-und Jugendpsychiatrie sowie Pflegeschülern und Praktikanten zusammen.
 

Offene Jugendstation

Wer kommt zu uns?

Unsere offene Jugendstation richtet sich an Jugendliche mit Ängsten, Depressionen und emotional bedingten Schulproblemen. 
Mit unserem Team aus Ärzten, Therapeuten und Pädagogen kümmern wir uns auf der offenen Jugendstation vor allem um Jugendliche mit problematischen Gefühlen wie: 

  • Antriebslosigkeit
  • Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit
  • Impulsivität
  • Innerer Unruhe
  • Psychosomatischen Beschwerden
  • Konzentrationsstörungen
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Übermäßiger Angst

Und damit verbundenen Verhaltensproblemen wie z.B.:

  • Schulverweigerung
  • Übermäßiger Computerkonsum
  • Aggressives Verhalten
  • Selbstschädigendes Verhalten
  • Zunehmende Isolation
  • Ausgrenzung
  • Soziale Ängstlichkeit
  • Defizite in der Sozialkompetenz

Häufig ergeben sich daraus Konsequenzen wie z.B.:

  • Psychosoziale Belastung der Familie
  • Chronifizierung einer psychischen Erkrankung
  • Schulversagen
  • sozialer Rückzug und elektronische Mediensucht

für die wir gemeinsam Therapiekonzepte erarbeiten. 

Was bieten wir an?

Individualität im Fokus: Auf Basis der individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen entwickelt unser interdisziplinäres Team einen mit den Patienten abgestimmten Behandlungsplan.  

Dabei helfen neben einer festen Tagesstruktur vor allem auch Einzel-, Gruppen- und Familientherapie, Sportangebote, Fertigkeitstrainings, Medien-, Koch- und Entspannungsgruppen. 

Ziel des vielfältigen Therapieangebots ist es, den Selbstwert unserer Patienten zu stärken und eine emotional stabile Persönlichkeit zu fördern. So sollen die Jugendlichen sich auch nach Entlass problemlos im Alltag zurechtfinden und sich sozial in ihr Umfeld integrieren können. 

Oberärztinnen
Dr. H.  Andrés Sanchez Guerrero

Assistenzärzt*innen
Cathrine Thams

Psycholog*innen
Anne Göding
Malte Post
Christian Wiesmann

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PIA)
Vanessa Gericke
Maj Schepers

Kunst- und Ergotherapeut*innen
Katrin Ruck

Mototherapeut*innen
Stefan Haarstick

Musiktherapeut*innen
Karima Nabousli

Sozialdienst
Luca Tertilt

Stationsleitung
Erika Falk
Ulrike Hövel
Varinia Siepermann (stellv.)

Die Station 4 arbeitet mit einem erfahrenen multiprofessionellen Behandlungsteam bestehend aus Fachärzten/Oberärzten, Ärzten, Psychotherapeuten, Psychologen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kunsttherapeuten, Körpertherapeuten, Musiktherapeuten, Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Fachkräften für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern.

Spezialstation für Essstörungen

Wer kommt zu uns?

Auf unserer Spezialstation für Essstörungen kümmern wir uns im Schwerpunkt um Jugendliche mit Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa). Eine Aufnahme erfolgt in der Regel nach einer Zuweisung durch niedergelassene Fachärzte oder nach einem Gespräch in unserer Spezialsprechstunde für Essstörungen. In jedem Fall stellen die Jugendlichen sich zunächst ambulant bei uns vor. In unserer Spezialsprechstunde diskutieren wir vor der stationären Aufnahme behandlungsrelevante Fragen und vereinbaren die Behandlungsbedingungen. Dabei berücksichtigen wir diese Punkte:

  • die Motivation aller Beteiligten
  • eine klare Zielsetzung für die stationäre Therapie
  • Erklärung des Therapiekonzepts
  • Kennenlernen der Station und Mitarbeiter

Was bieten wir an?

Der Tagesablauf der Station ist klar strukturiert – trotzdem bieten wir unseren Patienten natürlich auch freie Zeit. Nach Abschluss der stationären Behandlung bieten wir den Jugendlichen als langfristige Nachsorge eine teilstationäre Behandlung sowie die Teilnahme an einer Multifamilientherapie an. So wollen wir die bis dahin erzielten Behandlungserfolge stabilisieren. Zudem ist es uns sehr wichtig, gemeinsam mit den Patienten bei Entlassung ein klares Krisenmanagement für einen möglichen Rückfall festzulegen.  
Essstörungen stellen Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen. Um Patienten in der Auseinandersetzung mit der Krankheit zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen ihr Essverhalten nachhaltig zu verändern, integrieren wir speziell auf Essstörungen zugeschnittene Therapie-Bausteine in unsere Arbeit:

Das Einkaufstraining ist ein lebenspraktisches Training. Hierbei geht es darum sich mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen, die aufgrund der Krankheit als schwierig empfunden werden. Das Training soll zudem die soziale Kompetenz stärken.  Die Jugendlichen müssen Absprachen treffen, Kompromisse schließen und sich untereinander organisieren.

In der Gruppenaktivität geht es darum, neue Freizeitaktivitäten auszuprobieren, die durch die Gruppe entschieden werden. Ein positives Gruppenerlebnis und eine gemeinsame positive Freizeitaktivität stehen im Fokus.

Im Esstraining geht es darum, dass die Patienten sich aktiv mit der Essstörung auseinanderzusetzen. Die Jugendlichen probieren Lebensmittel und Gerichte. Dies kann in unterschiedlichen Settings stattfinden. Unsere Patienten nehmen Mahlzeiten außerhalb der Klinik ein oder verzehren selbst zubereitete Mahlzeiten.

Unser Team: 

Oberärzt*innen
Dr. med. Antje Herbst

Assistenzärzt*innen
Sophia Ukens

Psycholog*innen
Cansu Berning
Nina Günther

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PIA)
Kira Essing

Kunsttherapeut*innen
Thalea Klöcker

Körperpsychotherapeut*innen
Anke Dalhoff

Diätassistent*innen
Miriam Hinse

Sozialdienst
Svea Schöer

Stationsleitung
Ulrike Hövel
Julia Niemann (stellv.)

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Schmeddingstraße 50

48149 Münster

24-h Rufbereitschaft:
+49251 83-53636 

Anfahrt mit Google Maps 

UKM-Lageplan 

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