Immunneurobiologie – Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und Immunreaktionen
Es gibt zunehmend Hinweise auf einen engen Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und entzündlichen Immunreaktionen. Die komplexen, bidirektionalen Wechselwirkungen zwischen Zentralnervensystem (ZNS) und peripherem Immunsystem bei affektiven Störungen sind jedoch nur wenig erforscht. In unserem Labor untersuchen wir die zugrundeliegenden Immunmechanismen, die bei schweren Depressionen und depressionsassoziiertem Verhalten eine Rolle spielen.
Der Schwerpunkt unserer Studien liegt auf der phänotypischen und funktionellen Charakterisierung dendritischer Zellen und ihrer Effektormoleküle im lebenden Organismus unter Verwendung von genetisch veränderten und Reporter-Mausmodellen. In translationalen Ansätzen analysieren wir Immunsignaturen, die mit dem Schweregrad der Depression und dem Behandlungserfolg einzelner Patienten zusammenhängen.
Unser Ziel ist es, die Beziehungen zwischen Immunsystem und ZNS bei Depressionen besser zu verstehen und potenzielle immunbezogene Marker zu identifizieren, die prädiktiv für den Krankheitsverlauf sein könnten.
Ein weiteres Forschungsthema unseres Labors ist die Neuroinflammation und Neurodegeneration bei der Alzheimer-Krankheit. Hierzu nutzen wir Mausmodelle, um den Einfluss von myeloischen Zellen und des Chemokins CCL17 auf immunologische Prozesse im Zusammenhang mit dieser Erkrankung zu untersuchen.
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Univ.-Prof. Dr. med. Judith Alferink

Daniela Heil
Assistenz Klinikdirektor
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Kerstin Ulrich
Assistenz Klinikdirektor
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Klinik für Psychische Gesundheit
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A9
48149 Münster
