Systemneurobiologie – Ganzheitliches Verständnis komplexer neurobiologischer Zusammenhänge
Die Systemneurobiologie befasst sich mit komplexen biologischen Systemen auf Organismus-, Gehirn-, Gewebe- und Zellebene. Dieses Verständnis lässt sich auf den Kontext psychischer Erkrankungen übertragen. Es wird angenommen, dass nicht einzelne Faktoren, sondern komplexe neurobiologische Zusammenhänge mit dem umfassenden klinischen Phänotyp psychischer Erkrankungen in Verbindung stehen.
Entsprechend diesem Ansatz führt unser Labor eine Vielzahl von experimentellen und interventionellen Studien durch, die multimodale biologische und phänotypische Daten für systembiologische Analysen erzeugen. Das Ziel unserer Forschung in der Systemneurobiologie ist die Identifizierung genetischer und biologischer Faktoren, die an psychischen Störungen beteiligt sind.
Dank fortschrittlicher Technologien in den Bereichen Biologie, Neurowissenschaften und Bioinformatik konnten in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt werden. Dennoch zeigt die Forschung, dass einzelne Faktoren allein nicht ausreichen, um die Entwicklung, den Verlauf und die Therapiemöglichkeiten psychischer Erkrankungen zu erklären.
Unser multidisziplinäres Laborteam umfasst daher Expert:innen aus den Bereichen Biologie, Psychologie, Medizin, Psychiatrie, Neurowissenschaft und Bioinformatik. Darüber hinaus verfügt das Labor über umfangreiche Erfahrungen im Biobanking und in der Leitung von Großprojekten mit menschlichen Probanden. Die Mitglieder des Labors übernehmen Führungsrollen in internationalen Forschungskonsortien wie GenECT-ic und einem pharmakogenomischen/transkriptomischen ECNP-Netzwerk. Zudem leisten sie Beiträge als PIs zu den Konsortien PGC und ENIGMA.

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Daniela Heil
Assistenz Klinikdirektor
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Kerstin Ulrich
Assistenz Klinikdirektor
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Klinik für Psychische Gesundheit
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A9
48149 Münster
