Unsere Forschung
Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil eines akademischen Krankenhauses. Grundlagenforschung, Studien und Kooperationen mit anderen Schwerpunktzentren verbessern die Versorgungsqualität für Patient*innen. Etablierte Verfahren und Standards in Diagnostik und Therapie werden somit ständig überprüft, weiterentwickelt und weitergegeben.
Unsere Mitarbeitenden engagieren sich in zahlreichen Forschungsprojekten. Dazu steht eine ausgezeichnete Infrastruktur mit einem breiten Methodenspektrums zur Verfügung. Vor Ort befinden sich mehrere spezialisierte Laboreinheiten:
- Labor für Grundlagenforschung
- Labor für Biomechanik
- Micro-CT
- Kooperation mit dem Institut für Muskuloskelettale Medizin
- Kooperation mit dem Multiscale Imaging Center
- Kooperation mit Partnerkliniken des IMZ TOP UKMove
Im Biomechanik-Labor arbeiten Expert*innen aus der Medizin und dem Ingenieurwesen Hand in Hand. Durch diese Interdisziplinarität können wir wegweisende Forschung betreiben, um die Patientenversorgung zu verbessern und neue Konzepte zu entwickeln.
Um Belastungen an Patient*innen zu simulieren, nutzen wir einen Industrieroboter, der Bewegungen im Knie, in der Schulter, der Wirbelsäule und im Fuß nachahmt. Materialeigenschaften von Rekonstruktionen werden unter anderem in axialen Prüfmaschinen getestet. Ein 3D-Kamerasystem erfasst Deformationen und Bewegungen auf 0,01 mm genau. Mit hochkomplexe Computermodelle, die die Auswirkungen von Verletzungen berechnen und die darauf folgende Versorgung simulieren, können Heilungsprozesse und mögliche Komplikationen erkannt und verbessert werden.
Mit all diesen gewonnen Informationen können Operationsverfahren optimiert werden und Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Schraubenposition einen Knochenbruch am besten zusammenhält oder welche Rekonstruktion eines Bandes den Ursprungszustand am besten wiederherstellt.
Leitung

Prof. Dr. med. univ. Christoph Kittl
Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
Kontakt
Die Abteilung für Regenerative Muskuloskelettale Medizin beschäftigt sich insbesondere mit Regenerations- und Heilungsvorgängen in verschiedenen Geweben des Stütz- und Bewegungsapparates. Neue Verfahren der Diagnostik und Therapie zur Überwachung, Stimulation und Verbesserung von Heilungsvorgängen werden entwickelt bzw. evaluiert. Mehr Informationen gibt es hier.
Für interessierte und engagierte Studenten besteht jederzeit die Möglichkeit, sich um eine Promotion an unserer Klinik zu bewerben.
Interessenten richten Ihre Anfragen hinsichtlich eines Promotionsvorhabens bitte an folgende E-Mail-Adresse:
Aktuelle Studien
Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie hat bereits eine lange Tradition in der sporttraumatologischen Forschung. Neben der biomechanischen Grundlagenforschung in unserem Labor bringen wir viele Innovationen oder Neuerungen in die Klinik, so dass Sie direkt von diesen neuen Erkenntnissen der medizinischen Forschung profitieren können.
Ziel unserer Forschung ist es eine realitätsnahe und kliniknahe Forschung durchzuführen, damit wir direkt in unserem klinischen Alltag von den wissenschaftlichen Erkenntnissen lernen und uns weiterentwickeln können. Somit gewährleisten wir eine moderne sporttraumatologische Versorgung, die die neuesten medizinischen Entwicklungen und Erkenntnisse anwendet.
Klinische Studien
Im Rahmen unserer wissenschaftlichen Tätigkeit führen wir in unserer Klinik klinische Studien durch. So haben wir eine weitere Möglichkeit neue besonders erfolgsversprechende Therapieverfahren anzubieten. Neben der Möglichkeit einer Nutzung neuester medizinischer Therapiemaßnahmen werden die Patienten in den folgenden Monaten oder Jahren nach erfolgter Operation von engmaschigen Kontrollen durch unkostenfreie klinische und radiologische (z.B. MRT) Untersuchungen profitieren. Somit können wir dem Patienten ein außerordentlich genaues und aufwendiges Monitoring des Heilverlaufes anbieten.
AO TOP Studie
In einer deutschlandweiten Studie, an der mehrere Kliniken teilnehmen, soll untersucht werden, wie sich zwei verschiedene Operationsmethoden bei älteren Patientinnen und Patienten mit bestimmten Beckenbrüchen auswirken. Dabei wird verglichen, ob eine operative Stabilisierung von hinten allein ausreicht oder ob eine zusätzliche Stabilisierung von vorne bessere Ergebnisse bringt. Ziel ist es herauszufinden, welche Methode für ältere Menschen langfristig die besseren Heilungschancen und das bessere Behandlungsergebnis bietet.
BIPHASIC PLATE
Eine Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Leistung der biphasischen Platte für den Oberschenkelknochen. Die „Biphasic Plate“ erlaubt eine dosierte Beweglichkeit und regt somit den Knochen durch Schwingung zum Heilen an. Dabei bewegt sie sich bei geringer Belastung mehr als eine übliche Platte und wird bei höherer Belastung im weiteren Heilungsprozess deutlich steifer.
Weitere Informationen
FRACTURE MONITOR
Eine Erstanwendungsstudie, um die Sicherheit des Fracture Monitor T1 bei Patienten mit Brüchen des Oberschenkelknochens, welche mit einer Verriegelungsplatte behandelt werden, zu untersuchen. Der Fracture Monitor ist ein Lastsensor zur kontinuierlichen Überwachung der Belastungssituation der Verriegelungsplatte. Die erhoben Daten sollen zukünftig vom Arzt zur Diagnose und therapeutischen Entscheidungsfindung für eine schnelle und unkomplizierte Frakturheilung genutzt werden.
Weitere Informationen
ICARA Post-Market Clinical Follow-up Study
Nachuntersuchungsstudie zur ICARA® Radiuskopfprothese
PPFx REGISTRY
Ein Register für periprothetische Frakturen (Brüche) nach Hüft- oder Knieendoprothetik (Hüft-oder Kniegelenkersatz)
STABLITY II
Eine randomisierte Studie zur Erforschung, ob die Transplantatwahl bei Ersatz des vorderen Kreuzbandes einen signifikanten Einfluss auf die Wiederverletzungsrate nach zwei Jahren hat.Verglichen werden die vordere Kreuzbandrekonstruktion mittels autologer Patellarsehne oder Quadrizepssehne mit oder ohne lateraler extra-artikulärer Tenodese bei Hochrisikopatienten.
VA Clavicle Study
Beobachtungsfallserie zur klinischen Leistung der DePuy Synthes Variable Angle Clavicle Plate und Clavicle Hook Plate 2.7 Systems bei Schlüsselbeinbruch oder Ausrenkung des Schultereckgelenks.
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude W1
48149 Münster

