Barrierefreiheit
Skip to main content

Klinik für Unfall-,
Hand- und
Wiederherstellungschirurgie

Ellenbogenverletzungen

Das Ellenbogengelenk stellt die bewegliche Verbindung zwischen Oberarm, Elle und Speiche dar und ist funktionell an einer Vielzahl alltäglicher Bewegungsabläufe beteiligt. Aufgrund seiner anatomischen Komplexität ist es anfällig für eine Reihe von Verletzungen, die häufig unfallchirurgisch versorgt werden müssen.

Wir behandeln das gesamte Spektrum akuter Ellenbogenverletzungen und chronischer Verletzungsfolgen nach modernsten medizinischen Standards – von der konservativen Therapie bis hin zu komplexen rekonstruktiven Eingriffen. Dabei steht die Wiederherstellung der Funktion, die Schmerzfreiheit und schnelle Rückkehr in Alltag, Beruf und Sport im Fokus der Behandlung unserer Patient*innen.

Schwerpunkte

Die Versorgung von Patient*innen mit akuten Ellenbogenverletzungen erfolgt in unserer unfallchirurgischen Poliklinik. Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie hat die Zulassung zu allen Stufen des Durchgangsarztverfahren.


Im Notfall
Chirurgische und Unfallchirurgische Pforte (24 Stunden)
+49 251 83-56301

Die Olecranonfraktur bezeichnet den Bruch des knöchernen Ellenhakens am oberen Ende der Ulna, einem zentralen Bestandteil des Ellenbogengelenks. Diese Verletzung entsteht meist durch einen Sturz auf den Ellenbogen oder auf den ausgestreckten Arm. Betroffen sind häufig ältere Menschen mit verminderter Knochendichte, aber auch sportlich aktive Personen nach Unfallereignissen.

Nicht verschobene Frakturen können in ausgewählten Fällen konservativ behandelt werden; in der Regel durch kurzfristige Ruhigstellung und anschließende Mobilisation. In den meisten Fällen ist jedoch eine Operation erforderlich, da die Zugkraft des Trizepsmuskels zu einer Verschiebung der Bruchstücke führt. Ziel des Eingriffs ist die anatomische Wiederherstellung der Gelenkfläche und der Streckfunktion des Ellenbogens. Dies erfolgt meist durch eine Schrauben- oder Plattenosteosynthese.

Die Radiuskopffraktur ist ein Bruch zum Körper gewandten Ende der Speiche (Radius). Dieser bildet einen Teil des Ellenbogengelenks. Sie gehört zu den häufigsten Frakturen und entsteht meist durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm. Je nach Schweregrad kann es zu Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und einer Instabilität im Gelenk kommen.

Die Therapie richtet sich nach Art und Ausmaß der Fraktur sowie möglicher Begleitverletzungen. Nicht oder nur gering verschobene Frakturen können häufig konservativ behandelt werden: durch kurzfristige Ruhigstellung und anschließende funktionelle Mobilisation. 

Bei verschobenen oder mehrfragmentären Brüchen ist hingegen meist eine operative Versorgung notwendig. Dabei wird der Radiuskopf anatomisch wiederhergestellt und stabilisiert – je nach Befund durch Schrauben, Platten oder in Einzelfällen durch einen künstlichen Radiuskopf (Prothese), insbesondere bei nicht rekonstruierbaren Frakturen.

Die suprakondyläre Oberarmfraktur ist ein Bruch im Bereich oberhalb des Ellenbogengelenks, am unteren Ende des Oberarmknochens (Humerus). Sie tritt besonders häufig im Kindesalter auf, kann aber auch bei Erwachsenen infolge von Stürzen oder direkten Traumen entstehen zum Beispiel im Rahmen von Verkehrs- oder Sportunfällen.

Charakteristisch für diese Verletzung ist die Nähe zur Gelenkfläche sowie zu wichtigen Gefäßen und Nerven, weshalb eine genaue Einschätzung der Fraktur und eine sorgfältige Behandlungsplanung entscheidend sind. Je nach Ausmaß der Verschiebung und Gelenkbeteiligung wird die Fraktur konservativ oder operativ versorgt.

Nicht oder nur gering verschobene Frakturen können ohne Operation behandelt werden: durch Ruhigstellung in einer Schiene oder einem Gips und anschließende funktionelle Nachbehandlung. 

Bei verschobenen, instabilen oder gelenkbeteiligten Frakturen ist hingegen in der Regel ein operativer Eingriff erforderlich. Ziel der Operation ist die anatomische Wiederherstellung der Gelenkstellung und die frühzeitige Wiedererlangung der Beweglichkeit. Hierzu kommen in unserer Klinik moderne Verfahren wie winkelstabile Plattenosteosynthesen oder bei Kindern auch minimalinvasive Drahtosteosynthesen zum Einsatz.

Die Ellenbogenverrenkung (Ellenbogenluxation) bezeichnet ist die zweithäufigste große Gelenkluxation des menschlichen Körpers, nach der Schulterluxation. Sie entsteht meist durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm, bei dem das Gelenk durch eine Hebelwirkung aus seiner natürlichen Position gedrückt wird. In vielen Fällen treten bei einer Luxation zusätzliche Verletzungen der Bänder und der Kapsel sowie Knochenbrüche oder Knorpelschäden auf. 

Bei stabilen Ellenbogenluxationen ohne relevante Begleitverletzungen ist die Einrenkung der erste Schritt. Danach folgt eine kurze Ruhigstellung, gefolgt von einer frühfunktionellen Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung.

Bei instabilen Verrenkungen, komplexen Bandverletzungen oder begleitenden Frakturen ist eine operative Versorgung erforderlich. Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung der Gelenkstabilität und der Gelenkflächen in ursprünglicher Position. Je nach Befund werden Bandrekonstruktionen durchgeführt und knöcherne Strukturen mittels Schrauben- oder Plattenosteosynthese stabilisiert.

Die Implantation eines künstlichen Ellenbogengelenks (Ellenbogenprothese) ist eine spezialisierte Maßnahme, die in bestimmten Fällen bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, nicht rekonstruierbaren Frakturen oder ausgeprägten Folgezuständen nach Voroperationen notwendig wird. Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung der Gelenkfunktion, Schmerzfreiheit und eine Verbesserung der Lebensqualität.

Revisionseingriffe am Ellenbogen sind komplexe operative Maßnahmen, die erforderlich werden, wenn eine vorherige Behandlung zum Beispiel nach Frakturversorgung, Bandrekonstruktion oder Ellenbogenprothese nicht den gewünschten Heilungsverlauf zeigt oder Komplikationen aufgetreten sind. 

Typische Gründe sind Implantatversagen, Nicht- oder Fehlheilung des Knochens, andauernde Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Infektionen. 

In der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie verfügen wir über umfassende Erfahrung in der Einschätzung und Durchführung solcher anspruchsvollen Reoperationen. 

Mit der Zulassung zum Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ist unsere Klinik berechtigt, auch komplexe Verletzungen, Verletzungsfolgen und Komplikationen nach Arbeitsunfällen umfassend zu behandeln.


Bitte bringen Sie zum Vorstellungstermin alle relevanten Unterlagen (Vorbefunde, Entlassbriefe, Operationsberichte und Bildgebungen) mit.

Unsere Experten für Ellenbogenverletzungen

UKM | Arzt in der Unfallchirurgie

Prof. Dr. med. J. Christoph Katthagen

Leitender Oberarzt

UKM | Arzt in der Unfallchirurgie

Dr. med. Mats J. Karlsfeld, MHBA

Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude W1

48149 Münster 

+49 251 83-56301 

uch(at)ukmuenster.de 

Anfahrt mit Google Maps

UKM-Lageplan

UKM-Navi-App