Darm- und Enddarmchirurgie | Ihre Behandlung am Universitätsklinikum Münster
In der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie behandeln unsere Expert*innen Erkrankungen des Dickdarms und Enddarms auf höchstem medizinischem Niveau. Neben der Behandlung von Krebserkrankungen umfasst unser Spektrum auch gutartige Erkrankungen sowie den Bereich der Proktologie.
Wir sind Teil des Darm- und Beckenbodenzentrums und bieten eine umfassende, interdisziplinäre Versorgung. Unser Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell abgestimmte und möglichst schonende Therapie zu ermöglichen.
Welche Erkrankungen behandeln wir?
Wir behandeln unter anderem:
- Darmkrebs (Dickdarmkarzinom)
- Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)
- Divertikulose und Divertikulitis
- Darmpolypen
- Proktologische Erkrankungen
Divertikulose und Divertikulitis
Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, die besonders häufig im Bereich des Sigmas (linker Dickdarm) auftreten. In den meisten Fällen verursachen sie keine Beschwerden.
Kommt es jedoch zu einer Entzündung (Divertikulitis), können Schmerzen, Fieber oder Komplikationen wie Blutungen oder eine Darmperforation auftreten.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad:
- Leichte Verläufe werden meist konservativ behandelt
- Komplizierte oder wiederkehrende Verläufe erfordern häufig eine Operation
In der Regel erfolgt die operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts minimalinvasiv (Bauchspiegelung), was eine schnellere Erholung ermöglicht.
Darmpolypen
Darmpolypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut, die sich im Laufe der Zeit zu Krebs entwickeln können.
- Kleine Polypen können meist im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt werden
- Größere oder ungünstig gelegene Polypen erfordern häufig ein operatives Vorgehen
In speziellen Fällen kommen kombinierte Verfahren (Hybridverfahren) zum Einsatz, bei denen endoskopische und chirurgische Techniken miteinander verbunden werden.
Darmkrebs
Der Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Entscheidend für die Behandlung ist, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat.
- Frühe Stadien können oft endoskopisch entfernt werden
- Fortgeschrittene Stadien erfordern meist eine Operation
Je nach Befund wird die Therapie ergänzt durch:
- Chemotherapie (vor oder nach der Operation)
- Beim Mastdarmkrebs: Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie vor der Operation
Durch diese abgestimmten Behandlungskonzepte haben sich die Heilungschancen in den letzten Jahren deutlich verbessert.
Familiärer Darmkrebs
In etwa 5–10 % der Fälle liegt eine erbliche Veranlagung vor. In diesen Fällen ist eine spezialisierte Betreuung besonders wichtig.
Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)
Hier entstehen zahlreiche Polypen im Dickdarm, aus denen sich nahezu immer Krebs entwickelt. Daher wird häufig eine vorbeugende Entfernung des Dickdarms empfohlen.
Lynch-Syndrom (HNPCC)
Bei dieser genetischen Erkrankung besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Betroffene benötigen eine engmaschige Betreuung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in einem spezialisierten Zentrum.
Moderne Operationsverfahren
Wenn möglich, führen wir Eingriffe minimalinvasiv (Bauchspiegelung) durch. Diese Methode ist besonders schonend und ermöglicht eine schnellere Genesung.
Bei komplexen Erkrankungen kommen individuell angepasste chirurgische Verfahren zum Einsatz, um eine sichere und vollständige Behandlung zu gewährleisten.
Ihre Ansprechpersonen

Prof. Dr. med. Benjamin Strücker
Stellv. Klinikdirektor
Bereichsleitung Leber- und Pankreaschirurgie (HPB)
Bereichsleitung Colorektale Chirurgie und CED

PD. Dr. med. Olaf Guckelberger
Komplexe Viszeralchirurgie
Senior Surgical Consultant
Ausbildungsoberarzt

Dr. med. Isabelle Flammang
Funktionsoberärztin, Fellow im Bereich Darmchirurgie und CED
