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Klinik für
Strahlentherapie
Radioonkologie

Strahlentherapie bei Tumoren des Gehirns, des Nervensystems und der Wirbelsäule

Die Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Münster hat eine hohe Expertise in der Behandlung von Hirntumoren. Als Teil des Hirntumorzentrums erfolgt die Behandlung in enger Kooperation mit den anderen beteiligten Fachdisziplinen, insbesondere den Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie, sowie das Institut für Neuropathologie.

Wir können hierbei die gesamte Bandbreite der Behandlung neuroonkologischer Erkrankungen anbieten: sowohl von gutartigen Erkrankungen (z.B. Meningeome oder Neurinome) als auch von bösartige Erkrankungen (z.B. Gliome oder Hirnmetastasen) des Gehirnes und auch der Wirbelsäule (etwa Hämangiome oder Knochenmetastasen).

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Ihr Kontakt zu uns

Medizinisches Versorgungszentrum
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Als Privatpatient*in bitten wir Sie, direkt mit der Privatambulanz von Prof. Hans Th. Eich Kontakt aufzunehmen.

Privatambulanz Prof. Hans Th. Eich
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martina.koenig(at)ukmuenster.de

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie

Wie läuft die strahlentherapeutische Behandlung von Hirntumoren ab?

Die Strahlentherapie erfolgt in der Regel als sogenannte Teletherapie mit Photonen. Dabei wird mithilfe eines hochmodernen Linearbeschleunigers gezielt Röntgenstrahlung auf die erkrankte Region gerichtet, um Tumorzellen zu zerstören.

Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine ausführliche Planungsphase. Hierzu wird eine spezielle Planungs-Computertomographie (CT) durchgeführt. Ergänzend können auch MRT- oder PET-Untersuchungen herangezogen werden, um den Zielbereich und empfindliche Nachbarstrukturen exakt zu definieren.

Für die Bestrahlung im Kopfbereich wird eine individuell angepasste Maske aus thermoplastischem Material angefertigt. Diese sorgt dafür, dass Ihr Kopf während jeder Behandlung exakt in der gleichen Position bleibt und ermöglicht eine millimetergenaue Therapie. Auf Basis der Bilddaten erstellen unsere Fachärzt*innen und Medizinphysiker*innen einen individuellen Bestrahlungsplan. Moderne Verfahren wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) erlauben eine sehr präzise Dosisverteilung, sodass der Tumor gezielt behandelt und gesundes Gewebe bestmöglich geschont wird.

Zusätzlich kommen bildgeführte Verfahren zum Einsatz: Vor jeder Bestrahlung wird Ihre Position mithilfe integrierter Bildgebung überprüft, um eine hohe Genauigkeit sicherzustellen. Die Behandlung erfolgt meist über mehrere Wochen hinweg (typischerweise etwa 6 Wochen) in täglichen Sitzungen von Montag bis Freitag. Eine einzelne Sitzung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.

In bestimmten Fällen können kleinere Tumorvolumina auch mit wenigen Sitzungen behandelt werden (1–5 Behandlungen). Diese hochpräzise Therapieform wird als stereotaktische Bestrahlung oder Radiochirurgie bezeichnet. Die Behandlung ist in den meisten Fällen ambulant möglich. Bei Bedarf kann sie jedoch auch stationär auf unserer spezialisierten strahlentherapeutischen Station erfolgen.

Was ist vor Bestrahlungsbeginn zu beachten?

Vor Beginn der Strahlentherapie sollten Sie sich von einer eventuell erfolgten Operation möglichst gut erholt haben. Die Wundheilung sollte abgeschlossen sein. In der Regel beginnt die Bestrahlung etwa 4–6 Wochen nach einer Operation.

Im persönlichen Gespräch klären wir Sie ausführlich über den Ablauf der Behandlung und mögliche Begleittherapien auf.

Welche Nebenwirkungen können auftreten und was kann ich selbst tun?

Durch moderne Bestrahlungstechniken ist die Behandlung heute insgesamt gut verträglich. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten, die unter anderem von der Lage des Tumors abhängen.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Haarausfall im bestrahlten Bereich
  • leichte Kopfschmerzen

Neben akuten Nebenwirkungen können in seltenen Fällen auch Spätreaktionen auftreten, über die wir Sie im Vorfeld ausführlich informieren.

Sie selbst können zur besseren Verträglichkeit beitragen:

  • durch regelmäßige Bewegung (z. B. Spaziergänge an der frischen Luft)
  • durch eine ausgewogene, ausreichende Ernährung
  • durch schonende Haar- und Kopfhautpflege (lauwarmes Duschen, mildes Shampoo)

Wir empfehlen außerdem:

  • auf Rauchen und Alkohol zu verzichten
  • Sauna, Schwimmen und Vollbäder zu meiden

Bei Beschwerden stehen wir Ihnen jederzeit unterstützend zur Seite.

Kann die Strahlentherapie mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

Ja, in vielen Fällen wird die Strahlentherapie mit weiteren Therapien kombiniert. Insbesondere bei bestimmten Hirntumoren (z. B. Gliomen) erfolgt häufig eine begleitende Chemotherapie.

Diese kann in unserer Klinik koordiniert und durchgeführt werden. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit weiteren Fachbereichen zusammen, etwa:

  • Neurochirurgie
  • Neurologie / Neuroonkologie
  • Psychoonkologie
  • Palliativ- und Schmerzmedizin
  • Sozialdienst

So stellen wir eine umfassende Betreuung sicher.

Wie geht es nach der Strahlentherapie weiter?

Etwa 4–8 Wochen nach Abschluss der Behandlung erfolgt eine erste Kontrolluntersuchung, in der Regel mittels MRT, um das Therapieansprechen zu beurteilen.

Anschließend nehmen Sie an regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen teil. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die neuroonkologische bzw. neurochirurgische Weiterbetreuung.

In vielen Fällen wird nach der Strahlentherapie eine Chemotherapie fortgeführt. Diese erfolgt in enger Abstimmung mit den weiterbehandelnden Fachärzt*innen. Wir bitten Sie, sich nach Abschluss der Therapie zeitnah bei Ihrem zuweisenden ärztlichen Team vorzustellen.

Was ist uns in Ihrer Behandlung besonders wichtig?

Unser Ziel ist eine hochpräzise, individuell angepasste und gut verträgliche Therapie auf dem neuesten Stand der Medizin. Während der gesamten Behandlung begleiten wir Sie eng und stehen Ihnen für Fragen, Anliegen und Unterstützung jederzeit zur Verfügung.

Ihre Ansprechpersonen für Strahlentherapie bei Hirntumoren

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie