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Klinik für
Strahlentherapie
Radioonkologie

Strahlentherapie bei Lymphomen, Leukämien und hämatologische Erkrankungen (Maligne Systemerkrankungen)

Die Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie am Universitätsklinikum Münster nimmt eine national wie international führende Rolle in der Behandlung von Lymphomen, Leukämien und anderen hämatologischen Erkrankungen ein. Aufgrund der hohen Strahlenempfindlichkeit dieser Erkrankungen können häufig bereits niedrige Strahlendosen eingesetzt werden – eine wichtige Voraussetzung für eine wirksame und gleichzeitig nebenwirkungsarme Therapie.

Die Behandlung erfolgt in der Regel im Rahmen moderner, individuell abgestimmter Konzepte, meist in Kombination mit Chemo- oder Immuntherapie. Viele Patient*innen werden dabei innerhalb klinischer Studien behandelt, um eine optimale Therapiequalität sicherzustellen und gleichzeitig neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet ist Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich maßgeblich an der Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden sowie an klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Forschung beteiligt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Etablierung individualisierter Therapiestrategien und der konsequenten Reduktion von (Langzeit-)Nebenwirkungen durch den Einsatz moderner Techniken.

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Ihr Kontakt zu uns

Medizinisches Versorgungszentrum
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Als Privatpatient*in bitten wir Sie, direkt mit der Privatambulanz von Prof. Hans Th. Eich Kontakt aufzunehmen.

Privatambulanz Prof. Hans Th. Eich
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Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie

Behandlungsschwerpunkte

Die Strahlentherapie beim Hodgkin-Lymphom findet nach Durchführung einer Chemo- bzw. Immuntherapie statt, um verbleibende Krankheitsreste abzutöten (sog. konsolidierende Bestrahlung).

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich ist Referenzstrahlentherapeut und Leiter des strahlentherapeutischen Referenzpanels der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (German Hodgkin Study Group) und als solcher an allen wesentlichen nationalen Therapiestudien zu dieser Erkrankung beteiligt.
 

Die Strahlenbehandlung kann beim diffus großzelligen B-Zell Lymphom (DLBCL) sowohl in der Erstbehandlung nach konsolidierende nach Chemotherapie als auch beim Wiederauftreten der Erkrankung (Rezidivsituation) eingesetzt werden. Der Einsatz der Strahlentherapie in Kombination mit modernen Immun- oder Zelltherapien wie dem Einsatz von CAR-T Zellen (chimäre Antikörperrezeptor T-Zellen) haben das Behandlungsspektrum in den letzten Jahren erweitert.
 

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Strahlenklinik ist die Behandlung von Lymphomen, die sich primär in der Haut manifestieren. Man unterscheidet hierbei in B-Zell- und T-Zelllymphome. Insbesondere in der Therapie des kutanen T-Zelllymphoms vom Typ Mycosis fungoides stellt die Strahlenbehandlung eine tragende Säule der Tumortherapie dar. Je nach Krankheitsstadium können einzelne Hautareale oder – im Fall einer ausgedehnten Hautbeteiligung – die gesamte Haut behandelt werden. Die sogenannte Ganzhautelektronenbestrahlung („Total skin body irradiation“) wird in mehreren Sitzungen durchgeführt. Dabei nimmt die Patientin bzw. der Patient unterschiedliche Positionen ein, um eine gleichmäßige Dosisverteilung auf der gesamten Körperoberfläche zu erreichen.

Darstellung der sechs verschiedenen Körperpositionen bei Bestrahlung der Ganzhaut (Stanford-Technik). Die Therapie erfolgt mittels Elektronenbestrahlung im Stehen.

Die Behandlung erfolgt interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen für Dermatologie des Universitätsklinikums Münster (Leitung der Dermatoonkologie: Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Weishaupt) sowie mit Prof. Dr. Rudolf Stadler (Minden), einem der führenden Experten der dermatologischen Behandlung kutaner Lymphome. So stellen wir sicher, dass jede Patientin und jeder Patient eine individuell abgestimmte, moderne und umfassende Therapie erhält.  

In den vergangenen Jahren hat die Universitätsklinik Münster durch wegweisende Publikationen entscheidend zur Weiterentwicklung der Radiotherapie kutaner Lymphome beigetragen. Aktuell werden zudem innovative Studienprojekte durchgeführt, die sich unter anderem mit der Kombination von Bestrahlung und Systemtherapien (z. B. mit pegyliertem Interferon), der Dosissteigerung einzelner Hautläsionen sowie mit translationalen Laboruntersuchungen befassen.
 

Bei niedrig malignen Lymphomen (vormals indolente Lymphome) kann die Bestrahlung in frühen Stadien allein zu einer Heilung führen. Als besonderen Schwerpunkt wird die Strahlentherapie des Magenlymphoms in unserer Klinik innovativ weiterentwickelt.

Bei dieser Erkrankung der sogenannten Plasmazellen wird häufig das Knochengerüst angegriffen. Traditionell kann die Bestrahlung einen Wiederaufbau von Knochenmaterial begünstigen bzw. Schmerzen lindern. Auch für diese Erkrankung hat sich der Einsatzbereich der Radiotherapie durch neue Medikamente erweitert.
 

Was ist bei der strahlentherapeutischen Behandlung zu beachten?

Darauf sollten Sie achten: 

  • Sonnenlicht vermeiden
  • ausreichend Wasser trinken
  • keine Sauna- oder Schwimmbadbesuche

Nebenwirkungen

Erst nach einigen Bestrahlungssitzungen können Nebenwirkungen auftreten. Diese treten im Allgemeinen nur im Bereich der bestrahlten Region auf. Die wichtigsten sind im Folgenden aufgeführt:

Allgemein

  • Müdigkeit

Nur bei Bestrahlung im Hals- und Brustbereich

  • Empfindlichkeit der Speiseröhre
  • Schmerzen beim Schlucken

Nur bei Bestrahlung im Bauchbereich

  • leichte Übelkeit oder Durchfall

Weitere mögliche Nebenwirkungen werden Ihnen im Aufklärungsgespräch vermittelt. Falls Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie bitte Ihre Ärzt*innen bei der Bestrahlung an.

Ihre Ansprechpersonen für Strahlentherapie bei Lymphomen, Leukämien und hämatologische Erkrankungen (Maligne Systemerkrankungen)

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie