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Klinik für
Strahlentherapie
Radioonkologie

Strahlentherapie bei Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist eine bösartige Neubildung der Vorsteherdrüse beim Mann. Gute Heilungschancen bieten im organbegrenztem Stadium eine definitive Strahlentherapie oder eine Operation. Falls bei der Operation der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte oder sich Tumorzellen im Randbereich befinden, wird eine Strahlentherapie nach der Operation durchgeführt, um Heilungschancen zu erhöhen und um einem Rückfall vorzubeugen. Bei der alleinigen organerhaltenden Strahlentherapie wir äußerst präzise eine hohe Dosis auf die Prostata abgegeben. Diese Bestrahlung ist auf Heilung ausgerichtet. Im Falle einer Tumorstreuung (Metastasierung) kann eine Strahlentherapie einzelner Metastasen ebenfalls mit dem Ziel einer Heilung erfolgen. Die Bestrahlung kann auch bei einem ansteigenden PSA-Wert nach einer Prostata-Operation durchgeführt werden (sog. Salvage-Radiotherapie). Hierdurch kann das sog. PSA-Rezidiv vollständig zur Ausheilung gebracht werden.

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Als Privatpatient*in bitten wir Sie, direkt mit der Privatambulanz von Prof. Hans Th. Eich Kontakt aufzunehmen.

Privatambulanz Prof. Hans Th. Eich
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Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie

Wie läuft die strahlentherapeutische Behandlung des Prostatakarzinoms ab?

Erfahrene Radioonkologen*innen, Medizinphysiker*innen, medizinisch-technische Assistent*innen und spezialisiertes Pflegepersonal betreuen Sie während der gesamten Behandlungszeit. Bei der Bestrahlung wird in einem Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger) starke Röntgenstrahlung (Photonen) erzeugt und in den Tumorbereich gelenkt.
Vor Beginn der Therapie ist eine Planungs-Computertomographie notwendig, bei der Sie bereits wie bei der Bestrahlung positioniert werden. Anhand dieser CT-Bilder bestimmen unsere erfahrenen Fachärzt*innen das zu bestrahlende Areal, aber auch sensible Nachbarorgane in der Umgebung, die wir bei der Therapie schonen möchten. Ergänzende bildgebende Verfahren stehen als Planungs-MRT oder Planungs-PSMA-PET-CT zur Verfügung.

Anschließend wird durch das Team der Medizinischen Physik ein individueller Bestrahlungsplan berechnet. Hierbei findet häufig die intensitätsmodulierte Strahlenbehandlung (IMRT) Anwendung, bei der die Strahlen-dosis auf Dutzende bis Hunderte kleine Einzelfelder aufgeteilt wird und so eine exakte Dosisverteilung ermöglicht wird. Die Bestrahlungsgeräte am UKM sind hochmodern und alle mit Bildgebungseinheiten versehen, um tagesaktuell die Lage des Patienten und der inneren Organe kontrollieren zu können (bildgestützte Strahlentherapie). Die Strahlenbehandlung erfolgt meist über sieben bis acht Wochen in werktäglichen Sitzungen von Montag bis Freitag. Jede dieser Behandlungen ist kurz, sodass Ihr Termin meist nur 10 Minuten in Anspruch nehmen wird.

Je nach Tumorstadium kann eine medikamentöse Therapie (Antihormonelle Therapie, Adrogendeprivation) parallel zur Strahlentherapie notwendig sein. Sie wird in der Zusam-menarbeit mit den behandelnden Urologen durchgeführt. Während der Strahlenbehandlung finden regelmäßige Gespräche mit Ihrem betreuenden Arzt statt.

Hinweise zur Therapie

  • Eine angepasste Ernährung ist von großem Vorteil. Das Ziel ist, dass bei den täglichen Bestrahlungssitzungen der Enddarm möglichst leer und die Harnblase möglichst gefüllt ist. Vermeiden Sie daher blähende Speisen und beugen Sie Verstopfungen mit einer ballaststoffreichen Ernährung vor. Gegebenenfalls kann die Einnahme von „weichmachenden“ Medikamenten vom Arzt bzw. der Ärztin empfohlen werden.
  • Trinken Sie circa 30 Minuten bis 1 Stunde vor der Bestrahlungssitzung und vor der Planungs-CT- Untersuchung ca. 0,5 Liter Flüssigkeit. Dadurch kann eine bessere Harnblasenschonung erzielt werden.
  • Waschen Sie die Haut im Bestrahlungsbereich am besten nur mit Wasser.
  • Achten Sie auf regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme während der Bestrahlungsserie.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich. (z.B. strammen Spazierengehen an der frischen Luft)
  • Von Rauchen, Alkohol, Schwimmen, Sauna und Vollbädern raten wir ab.

Als Nebenwirkungen können vorübergehend eine vermehrte Müdigkeit, Durchfälle oder häufiges Wasserlassen auftreten.

Abschlussgespräch und weitere Nachsorge

Nach Ende der Strahlenbehandlung werden das weitere Procedere und die Tumornachsorge im Abschlussgespräch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt erörtert. In der Regel erfolgt die weitere Nachsorge in Zusammenarbeit mit den betreuenden Urolog*innen. Nach Abschluss der Strahlenbehandlung kann ein Rehabilitationsaufenthalt erfolgen.

Ihre Ansprechpersonen für Strahlentherapie bei Prostatakrebs

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie