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Klinik für
Strahlentherapie
Radioonkologie

Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von bösartigen Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich. Durch eine moderne Strahlenbehandlung werden Tumore sowie mögliche Absiedlungen zerstört. Neben der Tumorkontrolle und den Heilungschancen steht in unserer Abteilung natürlich auch der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund. Die Radiotherapie kann als alleinige, organerhaltende Behandlungsmethode bei Kopf-Hals-Tumoren eingesetzt werden. Sie kann allerdings auch im Anschluss an eine Operation erfolgen. Nach fachübergreifender Diskussion (in sogenannten interdisziplinären Tumorkonferenzen) empfehlen wir individuell und patientenbezogen, ob die Kombination der Bestrahlung mit einer medikamentösen Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie) ratsam ist.

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Medizinisches Versorgungszentrum
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Als Privatpatient*in bitten wir Sie, direkt mit der Privatambulanz von Prof. Hans Th. Eich Kontakt aufzunehmen.

Privatambulanz Prof. Hans Th. Eich
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martina.koenig(at)ukmuenster.de

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie

Wie läuft die strahlentherapeutische Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ab?

Bei der Bestrahlung wird in einem Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger) starke Röntgenstrahlung erzeugt und in den Tumorbereich gelenkt. Vor Beginn der Therapie ist eine Planungs-Computertomographie notwendig, bei der Sie bereits wie bei der Bestrahlung positioniert werden. Im Rahmen der Aufnahme der Bilder wird auch eine spezielle Maske für Sie angefertigt, die unbeabsichtigte Bewegungen bei der Therapie verhindert. Anschließend wird durch das Team der Medizinischen Physik ein individueller Bestrahlungsplan berechnet. Hierbei findet häufig die intensitätsmodulierte Strahlenbehandlung (IMRT) Anwendung, bei der die Strahlendosis auf Dutzende bis Hunderte kleine Einzelfelder aufgeteilt wird und so eine exakte Dosisverteilung ermöglicht wird. Zudem sind alle Bestrahlungsgeräte am UKM mit modernen Bildgebungseinheiten versehen, um tagesaktuell die Lage des Patienten und der inneren Organe kontrollieren zu können (bildgestützte Strahlentherapie). Die Strahlenbehandlung erfolgt meist über 5-7 Wochen in werktäglichen Sitzungen von Montag bis Freitag. Jede dieser Behandlungen ist kurz, sodass Ihr Termin meist nur 10 Minuten in Anspruch nehmen wird.

Was ist vor Behandlungsbeginn zu beachten?

  • Erkrankte Zähne sollten vor Behandlungsbeginn von einem Zahnarzt behandelt werden.
  • Während der Bestrahlung kann es zu ausgeprägten Schluckbeschwerden kommen. Bei ausgewählten Patient*innen empfehlen wir daher die Anlage einer Magensonde vor Beginn der Behandlung. Achten Sie auf eine ausgewogene, kalorienreiche Ernährung und genügend Flüssigkeitszufuhr.

Infolge der Behandlung kann es zu akuten Nebenwirkungen sowie Spätreaktionen kommen, wie etwa Entzündungen der Schleim- häute oder Mundtrockenheit. Was ist daher während der Bestrahlung zu beachten?

  • Zur Ernährung sind weiche, milde und lauwarme Speisen sowie Mineralwasser ohne Kohlensäure besonders gut geeignet und können durch hochkalorische Trinknahrung ergänzt werden.
  • Halten Sie sich genau an das vorgegebene „Mundpflegeprogramm“, dieses besprechen Ihre Ärzt*innen während der Bestrahlungsserie mit Ihnen.
  • Duschen Sie lauwarm, allenfalls mit einer milden Waschlotion.
  • Von Rauchen, Alkohol, heißen und scharfen Speisen, Nassrasuren, Schwimmen, Sauna und Vollbädern raten wir ab.

Nach etwa sechs bis sieben Wochen ist die Therapie beendet. Wie geht es nun weiter?

Sie nehmen an regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen in unserer Abteilung teil. Ein weiterer wesentlicher Baustein der Nachsorge ist die Hals-Hasen-Ohren-ärztliche Nachsorge. Wir möchten Sie bitten, sich zeitnah nach Abschluss der Behandlung beim zuweisenden Arzt vorzustellen. Zudem ist in vielen Fällen die Durchführung einer Anschlussheil- behandlung möglich. Diese Hinweise stellen nur einen Leitfaden für Ihre Behandlung in der Klinik für Strahlentherapie dar. Für alle weiteren Informationen erfolgt vor der Behandlung ein ausführliches Gespräch. Außerdem finden bei der mehrwöchigen Behandlung regelmäßige Gespräche statt, in denen Sie Fragen und Nebenwirkungen äußern können.

Ihre Ansprechpersonen für Strahlentherapie Kopf-Hals-Tumoren

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie