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Klinik für
Strahlentherapie
Radioonkologie

Strahlentherapie bei Mammakarzinom (Brustkrebs)

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, kann aber – wenn auch deutlich seltener – auch bei Männern auftreten. Die Strahlentherapie (Radiotherapie) ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und wird häufig nach einer Operation eingesetzt, um eventuell verbliebene Krebszellen im Brustgewebe oder in den Lymphabflussgebieten zu zerstören.
Ziel der Strahlentherapie ist es, das Rückfallrisiko zu senken und die Heilungschancen deutlich zu verbessern bei gleichzeitig möglichst geringer Belastung für das gesunde Gewebe. An unserer Universitätsklinik arbeiten Ärzt*innen, Medizinphysiker*innen, Medizinisch-technische Radiologieassistent*innen und Pflegefachkräfte eng zusammen, um Ihnen eine individuell abgestimmte und schonende Therapie zu ermöglichen.
 

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Als Privatpatient*in bitten wir Sie, direkt mit der Privatambulanz von Prof. Hans Th. Eich Kontakt aufzunehmen.

Privatambulanz Prof. Hans Th. Eich
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Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie

Wann wird eine Strahlentherapie bei Brustkrebs eingesetzt?

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung des Mammakarzinoms. Sie wird in der Regel nach einer brusterhaltenden Operation eingesetzt, kann aber auch nach einer Brustentfernung (Mastektomie) sinnvoll sein.

Auch in Kombination mit anderen Therapien wie einer Chemotherapie oder einer antihormonellen Behandlung spielt die Strahlentherapie eine wichtige Rolle.

Der genaue Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Situation abgestimmt und in einer interdisziplinären Tumorkonferenz gemeinsam festgelegt.

Wie läuft die strahlentherapeutische Behandlung des Mammakarzinoms ab?

Vor Beginn der eigentlichen Bestrahlung erfolgt eine ausführliche Planungsuntersuchung. Dazu gehört eine sogenannte Planungs-Computertomographie (CT), bei der Sie bereits so positioniert werden wie später während der Bestrahlung. Dabei werden kleine Markierungen auf der Haut angebracht, die eine präzise Durchführung der Therapie ermöglichen.

Auf Basis dieser Bilder erstellen unsere Expert*innen aus der Medizinischen Physik einen individuellen Bestrahlungsplan. Moderne Techniken wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) sorgen dafür, dass die Strahlendosis exakt auf das Zielgebiet abgestimmt wird und umliegendes gesundes Gewebe bestmöglich geschont wird.

In bestimmten Fällen kommt zusätzlich die atemgesteuerte Bestrahlung (Deep Inspiration Breath Hold, DIBH) zum Einsatz. Dabei erfolgt die Bestrahlung während einer tiefen Einatmung, wodurch insbesondere das Herz besser geschützt werden kann.

Die Bestrahlung selbst erfolgt in der Regel ambulant, an fünf Tagen pro Woche (Montag bis Freitag) über einen Zeitraum von etwa 4–6 Wochen. Eine einzelne Sitzung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Während der gesamten Behandlung stehen Sie in engem Kontakt mit unserem Team und werden regelmäßig ärztlich begleitet.

Welche Nebenwirkungen können durch die Behandlung hervorgerufen werden und was kann man dagegen tun?

Dank moderner Bestrahlungstechniken sind Nebenwirkungen heute deutlich reduziert. Während der Bestrahlung selbst spüren Sie nichts.

Im Verlauf der Behandlung kann es jedoch zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Hautreizungen im Bestrahlungsbereich
  • Spannungsgefühl in der Brust

Weitere mögliche Nebenwirkungen besprechen wir ausführlich mit Ihnen im persönlichen Aufklärungsgespräch.

Sie selbst können die Verträglichkeit der Behandlung unterstützen:

  • durch regelmäßige Bewegung (z. B. Spaziergänge, leichte sportliche Aktivität)
  • durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • durch schonende Hautpflege (lauwarmes Waschen, milde Produkte)

Um Hautreizungen zu vermeiden, empfehlen wir:

  • keine Cremes oder Pflegeprodukte im Bestrahlungsbereich anzuwenden
  • auf Rauchen, Alkohol, Sauna, Schwimmen, Vollbäder und Nassrasur zu verzichten

Sollten Nebenwirkungen auftreten, stehen wir Ihnen jederzeit beratend zur Seite und besprechen geeignete Maßnahmen.

Nach etwa 4-6 Wochen ist die Therapie beendet. Wie geht es nun weiter?

Etwa 6–8 Wochen nach Abschluss der Behandlung erfolgt eine Nachsorgeuntersuchung in unserer Klinik. Dabei überprüfen wir, wie gut Sie die Therapie vertragen haben und ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Je nach individueller Situation können im Anschluss weitere Behandlungen folgen, zum Beispiel:

  • antihormonelle (endokrine) Therapie
  • Chemotherapie

Wir arbeiten dabei eng mit den anderen Fachabteilungen sowie den weiterbehandelnden Ärzt*innen zusammen.

In vielen Fällen ist zudem eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation) möglich. Unser Sozialdienst unterstützt Sie gerne bei der Organisation und Antragstellung.

Was ist uns in Ihrer Behandlung besonders wichtig?

Während der gesamten Therapie begleiten wir Sie nicht nur medizinisch, sondern auch persönlich. Regelmäßige Gespräche bieten Raum für Ihre Fragen, Sorgen und Anliegen.

Unser Ziel ist es, Ihnen eine wirksame, gut verträgliche und individuell angepasste Strahlentherapie auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik anzubieten.

Ihre Ansprechpersonen für Strahlentherapie bei Brustkrebs

Univ.-Prof. Dr. med Hans Th. Eich

Direktor der Klinik für Strahlentherapie - Radioonkologie