Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Aktuelles


Die Halbwertszeit des Wissens wird immer geringer. Wir sehen es als unserer Verpflichtung an, dass aktuelle, fundierte und abgesicherte Wissen zu teilen, im Dialog weiter zu entwickeln und es auch außerhalb unseres Hauses weiterzugeben.

Im Nachfolgenden finden Sie hierzu unsere aktuellen Mitteilungen und Angebote.


Februar 2019

  • Repetitorium Anästhesiologie ist großer Erfolg

Zum wiederholten Mal haben Mitte Februar die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster und das Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Klinikums Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Anästhesiologische Fortbildung (DAAF) das »REPETITORIUM ANÄSTHESIOLOGIE« durchgeführt.

Diese renommierte Veranstaltung genießt mittlerweile einen so guten Ruf, dass sie binnen kürzester Zeit ausgebucht war. Ziel der Veranstaltung, deren Leitung bei Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock und Prof. Dr. Martin Welte lag,  ist es, sich durch Auffrischung des Wissensstandes auf die Facharztprüfung  oder die  Prüfung für die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin vorzubereiten oder generell als Fach-, Ober- und Chefarzt, sein Wissen zu überprüfen und den aktuellsten Stand zu reflektieren.

Eine Woche lang bestimmten Themen wie Pharmakologie, Atmen und Beatmung, Anästhesie für spezielle klinische Zielgruppen (herzkranke Patienten/Kinder/Schwangere/Stillende), Gerinnung und Transfusion, spezielle Formen der Regionalanästhesie, Notfall und Narkose, Schmerztherapie, (Neuro-) Endokrinologie im OP, Medizinrecht und eine Vielzahl von Fallbesprechungen den Erfahrungsaustausch.

Gut 200 Teilnehmer verfolgten das Repetitorium mit großem Interesse und zeigten sich von dem aktuellen, breit gefächertem Wissen beeindruckt.
„Die Kombination von 60 Fachvorträgen, Diskussionsrunden, Workshops, Fallbesprechungen und die unmittelbare Einbindung erfahrener praktizierender Kolleginnen und Kollegen macht diese Veranstaltung so wertvoll", so Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster.


  • Vierter Ultraschallkurs für Pflegende der Anästhesie

Am 2. Februar hat bereits zum vierten Mal ein Anwender-Ultraschallkurs für Pflegende der Anästhesie stattgefunden. 20 Teilnehmer wurden von einem berufsgruppenübergreifendem Dozententeam um Jasmin Pelizaeus (kniend mittig) und Franziska Beckers (2.v.r.) mit Unterstützung des UKM Trainingszentrums detailliert in die Grundlagen der ultraschallgesteuerten Punktion eingewiesen.

Der Kurs verfolgt dabei mehrere Ziele:

  • Technisches Verständnis für die Methode "ultraschallgesteuerte Punktion" und Steigerung der Anwendungssicherheit.
  • Verbesserte Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen der  Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Schmerztherapie im Rahmen von ultraschallgesteuerten Regionalanästhesieverfahren oder bei zentralen Katheteranlagen nach dem Motto "vier Augen sehen mehr als zwei".
  • Einzigartig: Schulung zur eigenständigen Anwendung von Ultraschall im Rahmen von schwierigen peripheren Punktionen und somit Erweiterung der Kompetenzen der Anästhesie-Pflege am UKM um ein hilfreiches Werkzeug.

Durch die kontinuierliche Qualifizierung konnte bereits ein Großteil der Mitarbeiter diesen Kurs durchlaufen. Weitere Termine werden geplant und die Einbindung der Pflegenden der anästhesiologisch geführten Intensivstationen ist vorgesehen.


  • Ultraschallkurs im Umfang bundesweit einzigartig

Sonografische Verfahren gewinnen in der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie sowohl für die Diagnostik als auch für Interventionen zunehmend an Bedeutung. Die Möglichkeit einer gezielten Punktion unter Berücksichtigung der individuellen Anatomie kann helfen, Komplikationsraten zu reduzieren und Effektivität zu steigern. Bei der Anlage zentralvenöser Zugänge erlaubt die Sonografie die präinterventionelle Darstellung der Gefäße und damit die Planung des bestgeeigneten Punktionsweges im Gegensatz zu einer a priori Festlegung der Punktionsstelle nach Oberflächenlandmarken. Durch das Erkennen eines  kollabierten Gefäßes oder einer Thrombose können frustrane Punktionen oder Fehlpunktionen vermieden werden, so die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Als anerkannter Partner der DEGUM bietet unsere Klinik zielgerichtete Fortbildungen an, die in Grund- und Aufbaukurse aufgeteilt sind. Im Aufbaukurs werden die Grundkenntnisse vertieft und die Untersuchungstechnik verbessert. Ein Schwerpunkt ist das Erkennen und Darstellen pathologischer Befunde und deren Differentialdiagnose. Gemeinsam mit dem Klinikum Neumarkt & der Caritas Klinik Saarbrücken konnte Dr. med. Thomas Ermert, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM, am ersten Februarwochenende 20 interessierte Teilnehmer begrüßten, die in den fortgeschrittenen Themen der Regionalanästhesie fortgebildet wurden. Deutschlandweit einmalig bestand im Rahmen dieses Kurses die Möglichkeit, die durch den Besuch im  anatomischen Institut gewonnenen Erkenntnisse, im praktischen Übungseinsatz anschließend direkt in Handlungskompetenzen umzusetzen, so der verantwortliche OA Dr. Thomas Ermert.


  • Doktorand der AG Translationale Schmerzforschung bester deutscher Schmerz-Nachwuchsforscher

Jan Linnemann, Doktorand in der AG Translationale Schmerzforschung der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, ist auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim mit dem Vortragspreis der Deutschen Schmerzgesellschaft ausgezeichnet worden. Der 22-jährige Medizinstudent erhielt für die Präsentation seiner Doktorarbeit zum Thema „Etablierung eines präklinischen Modells für Cancer-induced bone pain (CIBP) und seine Untersuchung hinsichtlich verschiedener Schmerzmodalitäten“ den mit 150 Euro dotierten Preis. Die Deutsche Schmerzgesellschaft zeichnet jedes Jahr mit diesem Preis den besten Vortrag im Rahmen des „Top Young Scientists“- Symposiums aus, in der ambitionierte Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus der Schmerzforschung  ihre Arbeiten einem breiten Fachpublikum präsentieren. Jan Linnemann ist damit der beste Schmerz-Nachwuchsforscher Deutschlands. Er nimmt darüber hinaus am Förderprogramm des promotionsbegleitenden Medizinerkolleges (MedK) der Medizinische Fakultät Münster teil.

Knochenschmerzen sind ein ausgesprochen häufiges Symptom bei Patienten mit Knochenkrebs und bedeuten eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Aktuelle Behandlungsoptionen sind stark limitiert und die präklinische Forschung ist methodisch noch lückenhaft. Die AG Translationale Schmerzforschung unter Leitung von Frau Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn entwickelt aus diesem Grund seit Jahren methodisch neue Ansätze in der präklinischen Schmerzforschung um diese Lücke schließen zu können. Die hier ausgezeichnete Arbeit von Jan Linnemann legt den Grundstein für die Etablierung neuer Methoden zur Erfassung schmerzrelevanter Outcome-Parameter.

Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg!

cand. med.  Jan Linnemann

Januar 2019

  • Neuer Chefarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKM Marienhospital Steinfurt

Das UKM Marienhospital Steinfurt sichert die medizinische und wohnortnahe Grundversorgung für Steinfurt und die umliegenden Städte und Gemeinden im Landkreis Steinfurt. Es ist zudem 2018 erneut als lokales Traumazentrum anerkannt worden. Im Jahr 2016 wurde die Geschäftsführung durch das Universitätsklinikum Münster übernommen und seitdem profitiert das Marienhospital Steinfurt unmittelbar vom medizinischen "know how" des UKM.

Nachdem schon Dr. med. Steffen Roßlenbroich als neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Dr. med. Britta Wieskötter als Chefärztin für Handchirurgie vom UKM zum Marienhospital gewechselt sind, ist nun auch mit dem Einsatz von Dr. med. Holger Janssen ein weiterer erfahrener Mediziner vom UKM im Marienhospital als neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Steinfurt tätig.

Dr. med. Holger Janssen verfügt über eine langjährige Erfahrung und war zuletzt Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, operativer Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM. Er übernimmt die  Chefarztfunktion im UKM Marienhopital Steinfurt für die kommenden 18 Monate.

Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operativer Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM und zugleich geschäftsführender Chefarzt der Anästhesiologie am Marienhospital Steinfurt, gratuliert ihm herzlich und wünscht viel Erfolg für die neue Aufgabe!

Dr. med. Holger Janssen

  • Umweltschonende neue Mehrweg-Larynxmasken

Mit dem Jahr 2019 sind in Deutschland eine Vielzahl von Gesetzesänderungen in Kraft getreten. Zahlreiche Änderungen betreffen dabei auch den Umweltschutz. Neu ist auch das ab 1. Januar gültige Verpackungsgesetz, das die bisherige Verpackungsverordnung ablöst. Ziel ist es, die Recyling-Quoten zu erhöhen, dass Abfallaufkommen zu verringern und somit den Umweltschutz zu verbessern. Doch erfolgt die tatsächliche Umsetzung zur Zielerreichung erst im Alltag.

Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster ist sich hier seiner Verantwortung schon lange bewusst und ständig auf der Suche nach neuen, innovativen Lösungen. Bereits im letzten Halbjahr wurde damit begonnen, verschiedene, umweltschonende Mehrweg-Larynxmasken zu erproben. Drei Typen kamen in die engere Auswahl. Ende des letzten Jahres fiel dann die Entscheidung.
Die neue Larynxmaske wird nun seit dem Jahreswechsel flächendeckend am Universitätsklinikum eingeführt. Sie hat den Vorteil, dass sie - anders als die Einweg-Vorgängermodelle - hygienisch-fachgerecht aufbereitet und so bis zu vierzigmal wiederverwendet werden kann. Sie bietet die gewohnte Sicherheit für die Patientinnen und Patienten und leistet durch ihre Wiederverwendbarkeit einen erfreulichen Beitrag zum Umweltschutz durch die signifikante Reduktion von Verpackungsmüll und Einwegartikeln.

Es ist nur eins von mehreren Projekten, die wir aktuell im Fokus haben“, erklärt Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock. „Auch das nächste Projekt dient dem Umweltschutz: die Reduktion des Papierverbrauchs durch die Einführung eines elektronischen Narkoseprotokolls.


 
 
 
 

Kontakt

Prof. Alexander Zarbock, UKM-Anästhesiologie

Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Univ.-Prof. Dr. med.
Alexander Zarbock
Direktor der Klinik

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A1
48149 Münster

T: +49 251 / 83-4 72 52
F: +49 251 / 83-4 86 67

zarbock(at)uni-muenster(dot)de

Anfahrt über
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster

Informationen zur Anfahrt
Anfahrt mit Google Maps

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