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Organspende am UKM

In Deutschland standen Ende 2020 mehr als 9.000 Personen auf der Warteliste zur Transplantation, demgegenüber stehen 913 Menschen, die ein oder mehrere Organe gespendet haben. Eine Organspende ist häufiger als angenommen die einzige Möglichkeit für schwerkranke Menschen, weiterleben zu können. 

Viele Menschen sind sich unsicher, wie sie mit dem Thema Organspende umgehen sollen. Häufig fehlt es an seriösen Informationen. Hier möchten wir ansetzen und Ihnen durch Aufklärung und Information dabei helfen sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

Wissenswertes zur Organspende

Eine Organspende ist ausschließlich möglich, wenn...

  • man medizinisch dafür in Frage kommt, also nur im Falle des unumkehrbaren Hirnfunktionsverlustes auf der Intensivstation und
  • die Zustimmung zur Spende vorliegt. Dazu muss man sich zu Lebzeiten mit der Organspende auseinandersetzt und seine persönliche Entscheidung getroffen haben. Im besten Fall ist der Wunsch zur Organspende schriftlich fixiert oder wird durch den Organspendeausweis dokumentiert.

Sie haben Fragen? Kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu.

Kontakt

Organspende am UKM

Dorothee Lamann

Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1
48149 Münster

 +49 251 83-51700 
  +49 251 83-57631
  organspende@­ukmuenster.de

Organspendeausweis

Der Organspendeausweis schafft Klarheit. Er ist nicht nur dazu da, um sich für die Organspende auszusprechen, sondern auch um ein klares Nein zur Organspende zu formulieren.

Organspendeausweis beantragen

Ablauf einer Organspende

Wie läuft eine Organspende ab? Und was sind die Voraussetzungen? Wir klären Sie auf.

Ablauf einer Organspende

FAQ zur Organspende

Wir haben die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Organspende für Sie zusammengefasst. 

FAQ zur Organspende

No Panic For Organic

Wir sind Partner der Organisation "No panic for organic" - Eine Initiative münsteraner Musiker.

Weitere Informationen

UKM Transplantationsbeauftragte

Dr. med. Jan Sönke Englbrecht

Transplantationsbeauftragter

Dorothee Lamann

Transplantationsbeauftragte / Organspendebeauftragte

Interview zum Thema Organspende mit Dorothee Lamann

Frau Lamann, was raten Sie denjenigen, die noch unsicher sind, wie Sie zur Organspende stehen?

„Nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich bei Institutionen und Einrichtungen, die auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgreifen. Dazu gehören zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) oder Eurotransplant. Aber auch viele Krankenhäuser mit Transplantationszentren stellen Informationen bereit. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Und: Egal wie Sie sich entscheiden: Es ist immer sinnvoll einen Organspendeausweis zu haben und dort seine Entscheidung zu dokumentieren, egal ob für oder gegen die Organspende.“

Was sollte sich aus Ihrer Sicht in der Debatte um Organspende ändern, um mehr Menschen zu überzeugen?

„Wir sollten uns bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit selbst einmal auf die Warteliste für ein Spenderorgan zu kommen, dreimal höher ist als die Wahrscheinlichkeit als Spender in Frage zu kommen. Falls man als Organspender in Frage kommt, ist es jedoch wichtig seine Entscheidung dokumentiert zu haben und damit seinen Angehörigen Sicherheit zu geben. Eine Organspende für den Empfänger ein großes Geschenk ist – vielleicht das größte, was man machen kann. Und niemand ist aufgrund seiner Entscheidung irgendjemandem Rechenschaft schuldig.“