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Ressourcen und Resilienz in der Pflege

Der Alltag im Gesundheitswesen ist von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Mit unserer Stabstelle Ressourcen und Resilienz in der Pflege wollen wir Pflegenden das Angebot machen sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, indem wir u.a. helfen Ressourcen zu erkennen und zu erweitern. Dabei stehen Stressbewältigung, Selbstfürsorge und die Förderung der psychischen Flexibilität im Fokus.

"You can't stop the waves, but you can learn to surf." - Jon Kabat-Zinn

Was versteht man unter Resilienz und Ressourcen?

Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit im Umgang mit Belastungen: Jede Belastung hat eine Auswirkung auf den Menschen. Bei Resilienz geht es darum diese Belastungen wahrzunehmen, anzuerkennen und darauf reagieren zu können. Damit kann ein Umgang mit den Belastungen gefunden werden. In diesem Prozess können uns auch unsere Ressourcen helfen. Ressourcen stellen unsere Stärken, Kompetenzen, Hobbies und Wünsche dar. Die eigenen Ressourcen sowie Bewältigungsstrategien zu erkennen und diese im Alltag zu nutzen kann uns dabei helfen ein gesundes Leben zu führen.

Vorsicht Falle: Menschen neigen dazu mit sich kritischer zu reden als mit ihren Mitmenschen. Es kann eine sehr gute Strategie sein bei Belastung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies ist sogar eine sehr resiliente Haltung, denn Resilienz ist keine Superkraft an der jegliche Belastung, jeglicher Stressor einfach abprallt.

Warum braucht es uns als Stabsstelle? Wie können wir dabei unterstützen Resilienz zu fördern?

Insbesondere als Arbeitnehmer*innen im Gesundheitswesen besteht das Risiko, dass die eigene Gesundheit in den Hintergrund tritt. Studien zeigen, dass die eignen psychischen Belastungen einen Einfluss auf das Patient*innenoutcome haben kann und das wiederum hat einen Einfluss auf die psychische Befindlichkeit – ein Teufelskreis kann losgetreten werden.

Vielleicht kennen Sie den Leitsatz: „Ein Helfer kann nur dann gut helfen, wenn es ihm selber auch gut geht“, wie bei der Flugsicherheit: „Erst die eigene Sauerstoffmaske aufsetzen und dann anderen Passagieren helfen!“ Hinter diesen Sätzen steht die Wichtigkeit der Selbstfürsorge, der Selbstwahrnehmung und Selbstregulationsfähigkeit. Diese Kompetenzen sind relevant um die Patient*innen gut versorgen zu können und dabei sich selber und das Team nicht aus dem Blick zu verlieren.

Als Stabstelle Ressourcen und Resilienz möchten wir Sie und Ihr Team im Arbeitsalltag unterstützen Belastungen wahrzunehmen, einen Umgang damit zu erlangen und bestehende Ressourcen dafür zu nutzen oder weiter auszubauen. Insbesondere die Teamentwicklung ist eine wichtige Säule unserer Arbeit, da die soziale Unterstützung als Resilienzfaktor sehr gut untersucht ist.

Wie erfolgt die Umsetzung?

Die Unterstützung erfolgt im direkten Austausch mit den Pflegenden und Teams. Durch diese Zusammenarbeit können nicht wahrgenommene Kraftquellen, also Ressourcen, einer Abteilung, möglicherweise einfacher erkannt werden. Es gibt kein vorgefertigtes Portfolio, in unverbindlichen Kennlerngesprächen kann konkret auf die Bedürfnisse der einzelnen Bereiche eingegangen und gemeinsam mit den Teams Lösungsansätze gefunden.

Angebote wären z.B.:

  • interprofessionelle Teamcoachings bzw. Teamsupervisionen
  • Konzeptionen von Teamnachmittagen
  • Konfliktberatungen im Team oder zwischen zwei Personen
  • Einzelgespräche
  • Fach- bzw. Impulsvorträge sowie Schulungen zum psychologischen Themengebiet

Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Stabsstelle Ressourcen und Resilienz in der Pflege Ihnen helfen kann, fragen Sie einfach nach. Wir freuen uns über eine Anfrage per Mail, Telefon oder persönlich. Interessierte Teams und Abteilungen sowie einzelne Mitarbeitende können dabei direkt auf Louisa Lilienkamp und Selin Vural zukommen. Anfragen und Inhalte werden vertraulich behandelt.

Schwerpunkt: Interkulturelle Psychologie

Das UKM zeigt sich interkulturell. Die Akquise und Integration ausländischer Pflegefachkräfte aus unterschiedlichsten Ländern zeigt sich mit zunehmender Tendenz. Die Integration stellt für die internationalen Mitarbeitenden als auch die bestehenden Teams eine Bereicherung und gleichzeitig eine Herausforderung dar. Es besteht eine enge Kooperation zwischen der Abteilung Internationale Pflegekräfte und der Stabstelle für Ressourcen und Resilienz in der Pflege. 

Vor dem Hintergrund der verschiedenen Kulturen können auch in den Teams Missverständnisse und Konflikte entstehen, u.a. durch die Sprachkompetenzen oder auch kulturelle Unterschiede. Durch eine Begleitung der Stabstelle für Ressourcen und Resilienz können Präventivmaßnahmen für die Teams genutzt werden oder bestehende Konflikte thematisiert werden. Dabei können Teamsupervisionen bzw. Teamcoachings, Einzelgespräche oder auch individuelle Konfliktgespräche hilfreich sein, um Belastungen zu erkennen, zu bearbeiten und Strategien im Umgang damit zu finden.

Wir erhoffen uns mit diesem Angebot die interkulturelle Zusammenarbeit zu verbessern und die Resilienzfähigkeit in den Teams und der Fachkräfte am UKM zu stärken. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Anfragen und Inhalte werden vertraulich behandelt.

Ansprechpartner*innen

UKM Pflege | Louisa Lilienkamp

Louisa Lilienkamp, M.Sc. Psych.

Psychologische Psychotherapeutin

Stabsstelle Ressourcen und Resilienz in der Pflege der Pflegedirektion in Kooperation mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Selin Vural, M.Sc. Psych.

Psychologische Psychotherapeutin

Stabsstelle Ressourcen und Resilienz in der Pflege der Pflegedirektion in Kooperation mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie