Geschäftsbereich Apotheke

Als moderne Krankenhausapotheke eines Hauses der Maximalversorgung erfüllen wir zahlreiche Aufgaben.
Dank der engagierten Mitarbeiter tragen wir zur Förderung einer sicheren, effektiven und zugleich ökonomischen Pharmakotherapie zum Wohle unserer Patienten bei.

Unser Team besteht aus Apothekern, Pharmazeutisch Technischen Assistenten (PTA), Pharmazeutisch Kaufmännischen Angestellten (PKA), Chemielaboranten, Diplom Biologen,  Fachkräften für Lagerlogistik, Fachlageristen und Kaufleuten im Gesundheitswesen.

Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Sicherstellung der Versorgung der Stationen und Ambulanzen mit Arzneimitteln und Infusionslösungen. Daneben werden auch die wissenschaftlichen Einrichtungen der Westfälischen Wilhelms Universität mit Diagnostika und Reagenzien versorgt, um so die universitäre Forschung zu unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung von Ärzten und Pflegenden bei jeglichen Fragen zu Arzneimitteln und zur Arzneimitteltherapie. Im Bereich der pharmazeutischen Betreuung stehen sowohl die Mitarbeiter in der Apotheke als auch seit mehreren Jahren Apotheker auf ausgewählten Stationen den Stationsteams unterstützend zur Seite. Darüber hinaus begleiten wir in einigen Fachbereichen Ärzte regelmäßig bei der Visite. Wir stellen in großem Umfang Arzneimittel her - in erster Linie sind das patientenindividuelle Zubereitungen wie Zytostatika, parenterale Ernährungslösungen, Arzneimittel zur Anwendung auf der Haut und Kapseln um spezielle Dosierungen zu ermöglichen. Ebenso werden auf dem Markt nicht oder nicht mehr erhältliche Arzneimittel (z.B. spezielle Augentropfen, Mundspüllösungen und Schmerzlösungen) in unserer Apotheke hergestellt.

Seit 2005 werden Zytostatika und parenterale Ernährungslösungen im Gebäude A4 produziert, das  für diese Reinräume gebaut wurde. Wir sind kompetente Ansprechpartner wenn es um die Betreuung von klinischen Studien inklusiver der Zubereitung von Studienmedikation geht. Wir sind Ausbildungsstätte für Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte (PKA) und bieten Praktikumsplätze für angehende Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und Apotheker an. Die Apotheke des UKM ist eine anerkannte Weiterbildungsstätte für das Gebiet Klinische Pharmazie.

Wir sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015. Zur Sicherung günstiger Einkaufsbedingungen ist die Apotheke des UKM Mitglied in der Einkaufsgemeinschaft UNICO. Durch den Leitsatz: „Ein einheitlicher Preis für alle Mitgliedshäuser“ trägt die EK-UNICO durch Rahmenvereinbarungen mit der Lieferindustrie zu einer signifikanten Reduzierung der Sachkosten und somit zum wirtschaftlichen Erfolg des UKM bei. (http://www.ek-unico.de/)

Neben dem eigenen Haus mit den Standorten in Münster und Steinfurt versorgen wir die folgenden Kliniken mit Arzneimitteln und Infusionslösungen:

  • Paracelsus-Kliniken mit Standort in Bad Essen
  • Helios Klinik in Lengerich

Informieren Sie sich gerne unter der Rubrik "Leistungsspektrum" weitergehend zu den einzelnen Abteilungen der Apotheke und unseren jeweiligen Dienstleistungen.

Die UKM-Apotheke ist Verteilstelle für die vom Bundesministerium für Gesundheit zentral beschafften Arzneimittel für die CoVID-19-Therapie für andere Krankenhaus-Apotheken und Krankenhaus-versorgende Apotheken im Regierungsbezirk Münster. Die benötigten Arzneimittel sollen bei Bedarf ausschließlich über das Remdesivir-Formular oder das mAK-Formular (monoklonale Antikörper) bestellt werden.

Information zu den bevorrateten Arzneimitteln und Hinweise zum individuellen Heilversuch und Off-Label-Use von Arzneimitteln bei COVID-19 sind auf der BfArM-Homepage verfügbar: 

https://www.bfarm.de/DE/Service/Presse/Themendossiers/Coronavirus/_node.html

 

Kontakt und Öffnungszeiten


Die Apotheke des UKM befindet sich im Versorgungszentrum auf der Ebene 03.

Öffnungszeiten der Apotheke (Gebäude A3)
Mo-Fr von 07.15-17.00 Uhr und Sa von 09.30–11.30 Uhr 
Chemikalien/Diagnostika/Reagenzien (Gebäude A3)

Mo-Fr von 07.30-15.30 Uhr 
Zentrale Zytostatika Zubereitung (Gebäude A4)
Mo-Fr von 06.30-16.00 Uhr 

Außerhalb der Öffnungszeiten wird die Versorgung in Notfällen über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft  gewährleistet.

Abteilungen

Arzneimittelausgabe
T +49 (0)251 83-48826
F +49 (0)251 83-40527

Arzneimitteleinkauf
T +49 (0)251 83-48828 / -45604 / -48825
F +49 (0)251 83-45330

Arzneimittelherstellung und Analytik
T +49 (0)251 83-48833
F +49 (0)251 83-40527

Arzneimittelinformation
T +49 (0)251 83-48826
F +49 (0)251 83-40527

Diagnostika/Reagenzien
T +49 (0)251 83-48832 / -45452
F +49 (0)251 83-48827

Parenterale Ernährung (TPE)
T +49 (0)251 83-45442
F +49 (0)251 83-48835

Zentrale Zytostatika Zubereitung (ZZZ)
T +49 (0)251 83-45441
F +49 (0)251 83-45439

Klinische Studien
T +49 (0)251 83-45828
F +49 (0)251 83-45824

Ambulante Rezeptabrechnung
T +49 (0)251 83-48617 / -48618 / -48619

Die UKM-Apotheke ist in ihrer Qualität bestätigt. Das Qualitäts-Management-System (QMS) unserer Apotheke erfüllt weiterhin alle DIN-Anforderungen (DIN EN ISO 9001:2015) und die Anforderungen der QMS-Satzung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Das bestätigt nun die erfolgreiche Rezertifizierung. 

Bis der Apotheken-Chef Dr. Christoph Klaas (links im Bild) und sein Team die Urkunde allerdings in den Händen halten konnten, war viel Zeit und Arbeit nötig.

Das Verfahren zur Zertifizierung des QM-Systems sieht zunächst eine Vorab- Datenprüfung durch den Auditor vor, die der Feststellung der Zertifizierungswürdigkeit dient. Hierzu stellte das Team Anfang Juli das QM-Handbuch mit etwa 380 dazugehörigen Verfahrensanweisungen, Projekt- und Zielplanungen, Berichte von internen Audits, Managementbewertungen und weitere Dokumente digital zur Verfügung. Die Prüfung und daraus resultierende Diskussion und fortlaufende Bearbeitung durch die Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) zog sich bis in den Herbst.

Das geplante vor-Ort Audit konnte Corona bedingt nicht stattfinden. Somit wurde ein remote- Audit per WebEx durchgeführt, das sich über fünf Vormittage hinzog. Dazu mussten neben der Technik auch die Terminplanung der teilnehmenden Kollegen neu organisiert werden. „Am Ende waren wir positiv überrascht, wie problemlos alles funktionierte", heißt es von Fachapothekerin für klinische Pharmazie und QMB Sarah Laumann (Bildmitte).

Dann Mitte Dezember endlich aufatmen: Das Durchackern hatte sich gelohnt. Ein halbes Jahr nach Antragsstellung kam die Bestätigung der guten Arbeit des Apotheken-Teams – die Rezertifizierung. Bis die Urkunde dann per Post ins Haus flatterte vergingen noch einmal ein paar Wochen, bis in den Januar 2021.

Und das bringt der aufwändige Daten- und Faktencheck

Eine Zertifizierung der Krankenhausapotheke ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, ermöglicht aber unter anderem die Teilnahme auch an klinischen Studien, die so ein Zertifikat als Grundvoraussetzung für die Teilnahme fordern.

„Wir sehen in der Rezertifizierung vor allem aber eine Bestätigung der kontinuierlich steigenden Qualität unserer Arbeit. Nicht nur die Leitung und die beiden QMBs erfüllen die komplexen Aufgaben des QMS, jeder einzelne Beschäftigte trägt seinen Teil dazu bei. Die Aufgaben der 12 Abteilungen und rund 85 Mitarbeitenden fügen sich wie Zahnräder zusammen. So ergibt sich ein vielfältiges Leistungsspektrum, dass die pharmazeutische Versorgung im UKM sicherstellt und die steigenden Kundenanforderungen erfüllen kann. Das geht nur mit einem so tollen Team. Herzlichen Dank an alle", freut sich Dr. Christoph Klaas, Leiter der UKM-Apotheke.


Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum der Apotheke umfasst unterschiedliche Services für diverse Bereiche am UKM.


In der Offizin findet die Betreuung der gesamten Arzneimittel-Logistik statt. Dies umfasst den Einkauf, die Lagerhaltung und die Lieferung auf die Stationen, Ambulanzen, OP´s und zu den Laboren.
Die Anforderungen der Stationen gehen zum größten Teil über ein Online-Bestellsystem bei uns ein und werden dann von mehreren Mitarbeitern bearbeitet.

Seit April 2015 erhalten wir dabei von unserem Kommissionierautomaten „Mach4“ enorme Unterstützung. In dem Automaten lagern ca. 40.000 Packungen nach dem Chaos-Prinzip – es ist ein automatisches Apothekenlager mit extrem geringem Platzbedarf. Dank der verschiedenen Auslagermöglichkeiten können schnell und effektiv viele Stationsanforderungen in kürzester Zeit bearbeitet werden. Auf Grund der vollautomatisierten Einlagerung können wir den Automaten unabhängig von unseren Öffnungszeiten wieder bestücken. Infusionen, Betäubungsmittel, Kühlware oder bruchkritische Packungen werden von den Mitarbeitern händisch kommissioniert. Die vollständigen Stationslieferungen werden in speziellen Containern per automatischer Warentransportanlage (AWT) und vom klinikeigenen Fahrdienst im gesamten Klinikum zugestellt.
 
Allein in Deutschland sind rund 100.000 verschiedene Arzneimittel behördlich zugelassen. Aufgrund dieser enormen Vielzahl von Arzneimittel, wählt die Apotheke in Zusammenarbeit mit den Ärzten ca. 4000 potente, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Arzneimittel nach dem neuesten Stand der Pharmakotherapie aus  und gliedert diese in einer hausinternen Arzneimittelliste. Sollte ein Arzneimittel auf dem deutschen Markt nicht oder nicht mehr verfügbar sein, sind wir in der Lage unter bestimmten Voraussetzungen ein Präparat aus dem Ausland zu importieren. Alle Sonderanforderungen, Oberarztrezepte und Importanforderungen, die per Fax oder Rohrpost in der Offizin ankommen, werden vor der weiteren Bearbeitung einer Plausibilitätsprüfung unterzogen.

Verantwortliche Apothekerin  
Morzall Paenda
T +49 (0)251 83-48611
F +49 (0)251 83-40527


Arzneimittel-Herstellung Die unterschiedlichen Arzneiformen wie z.B. Infusionslösungen, Salben, orale Lösungen und Kapseln werden entweder auf individuelle Anforderung (Rezeptur) oder als Anfertigung auf Vorrat (Defektur) hergestellt. Dabei werden sowohl sterile als auch nicht sterile Arzneimittel unter Berücksichtigung der „GMP-Richtlinien“  nach höchstmöglichen Qualitätsstandards produziert. Die Richtlinien der  „Good Manufacturing Practice“ (kurz GMP = „Gute Herstellungspraxis“) stellen ein Qualitätsmanagementsystem dar, das die Qualität der Produktionsabläufe und –umgebung gewährleisten soll. Hergestellt werden z.B. Arzneimittel, die für spezielle Behandlungen gebraucht werden, jedoch von der Pharmazeutischen Industrie nicht zur Verfügung gestellt werden - insbesondere sind dies Arzneimittel in Stärken für Kinder oder applikationsfertige Infusionsbeutel für Schmerzpatienten.
Durch unsere eigene Produktion tragen wir somit wesentlich zur optimierten Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit des UKM bei. Besonderes Augenmerk legen wir in dieser Abteilung auf die Herstellung von patientenindividuellen Kapselzubereitungen für Kleinkinder, Früh- und  Neugeborene sowie zur Allergietestung für Patienten der Hautklinik. In unserer Sterilabteilung werden z.B. verschiedenste Augentropfen und Infusionslösungen unter Reinraumbedingungen produziert. Die Überprüfung der hergestellten Lösungen erfolgt in unserer Analytik; Untersuchungen, die wir nicht selber vornehmen können, werden  durch qualifizierte Institute durchgeführt. Die Charge wird erst zur Abgabe freigegeben, wenn die positiven Ergebnisse der Prüfungen schriftlich vorliegen. Ähnlich wird auch jede Charge nichtsteriler Zubereitungen  erst freigegeben, wenn die Prüfung in unserer Analytik Abteilung positiv verlaufen ist und dokumentiert wurde.
Sämtliche Anforderungen, die aus der Offizin in der Herstellungsabteilung eintreffen werden vor Beginn der Herstellung auf Plausibilität geprüft. Verantwortliche Apothekerin
Catharina Kern
T +49 (0)251 83-48833
F +49 (0)251 83-40527


Analytik Alle zu verwendenden Ausgangssubstanzen und Primärpackmittel werden auf ihre einwandfreie pharmazeutische Qualität nach den Regeln der geltenden Arzneibücher- und/oder anderen modernen Methoden geprüft, bevor sie für die Arzneimittelherstellung verwendet werden. Grundlage einer jeden Prüfung ist  ein vorhandenes Prüfzertifikat. Zur Qualitätssicherung werden alle Eigenherstellungen im Großmaßstab vor Abgabe an die Stationen auf Identität, Reinheit und Gehalt geprüft. Ebenso werden die Geräte, die zur Prüfung eingesetzt werden, regelmäßig einer Validierung unterzogen. So können wir reproduzierbare Ergebnisse und eine gleichbleibend hohe Qualität der Arzneimittel unserer Eigenherstellung gewährleisten. Verantwortliche Apothekerin
Marie-Elen Selent             
T +49 (0)251 83-48826
F +49 (0)251 83-40527



Der Name dieser Abteilung besagt was dort hergestellt wird – nämlich die totale parenterale Ernährung für alle Patienten, die über einen längeren Zeitraum überhaupt nicht oder nicht ausreichend oral ernährt werden können. Für die erwachsenen Patienten werden die Ernährungspläne zentral vom Team für Ernährungsmedizin geschrieben und an die TPE-Abteilung gefaxt. Anders dagegen werden für Kinder die Ernährungspläne von den jeweiligen Ärzten der entsprechenden Kinderstationen erstellt und dann ebenfalls gefaxt. Nach vorheriger Plausibilitätskontrolle können wir anschließend mit Hilfe  des Baxa Exacta-Mix 2400™ (EM2400) Compounders und des Abacus Computerprogramms die patientenindividuellen, parenteralen Ernährungslösungen für Kinder und Erwachsene herstellen. Die Versorgung der erwachsenen Patienten erfolgt für 2-3 Tage im Voraus. An den Werktagen wird für alle Kinder anhand von tagesaktuellen Plänen produziert und freitags wird für das Wochenende für die „stabilen“ Kinder vorproduziert. Da hingegen wird für die Kinder der Intensivstation und andere „instabile“ Kinder an 365 Tagen im Jahr produziert. Die Zubereitungen für die Kinder der Kinderintensivstation werden täglich an die aktuellen Laborwerte angepasst. So können z.B. für die Frühgeborenen die z.T. sehr geringen Mengen an Kohlenhydraten, Eiweiße, Fetten, Vitaminen und Spurenelementen (oft nur wenige Milliliter) tagesaktuell an den Bedarf angepasst werden. Das geschlossene Baxa System ist ein Windows®-basiertes System, das grafische Benutzeroberflächen mit Touchscreen-Steuerung nutzt. Ein Barcodeleser überprüft alle verwendeten Ausgangsprodukte und auch die Patientenanordnung. Das System umfasst ein Auditprotokoll zur Qualitätssicherung und Genauigkeit. Hier ein paar Fakten zur Produktion aus dem Jahr 2014:

  • ca. 26.000 TPE-Zubereitungen pro Jahr mit Baxa EM2400
  • täglich 15 – 25 Kinder, davon 8-12 von der Intensivstation
  • bis zu 20 Erwachsene, Versorgung für 2-3 Tage im Voraus
  • ca. 1.300 Basisbeutel (im Voraus hergestellte applikationsfertige Zubereitungen für Frühgeborene ab dem ersten Lebenstag)
  • zusätzlich ca. 13.000 manuelle Zubereitungen (Argatroban, Caspofungin, Ambisome, Linezolid, Enoxaparin, Levosimendan)

 

Verantwortliche Apothekerin
Maren Hagebeucker
T+49 (0)251 83-45442
F+49 (0)251 83-48835

 


Hier werden unter aseptischen Bedingungen patientenindividuelle Zubereitungen mit Zytostatika und Biologicals hergestellt. Auf Basis von rund 1.000 verschiedenen Therapieprotokollen stimmen wir die Behandlung jedes Patienten in Zusammenarbeit mit den Ärzten optimal ab. Unter speziellen Schutzvorrichtungen (Sicherheitswerkbank für Zytostatika Berner FlowSafe® C-[MaxPro]³-130) und unter Reinraum-Bedingungen schützen wir nicht nur unser Personal vor den toxischen Substanzen, sondern sichern auch das hergestellte Produkt vor Verunreinigungen. Mit Hilfe des Computerprogramms Zenzy® werden die benötigten Angaben des Patienten (Name, Alter, Größe und Gewicht, vorgesehenes Therapieschema) einer Plausibilitätskontrolle unterzogen, bevor ein Herstellungsetikett erzeugt wird. Anschließend wird anhand dieses Etiketts auf volumetrische Art das individuelle Produkt unter Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips hergestellt.
Auf diese Weise produzierten wir im Jahr 2014 ca. 47.000 Zubereitungen. Regelmäßig werden spezielle Schulungen im korrekten Umgang  mit Zytostatika sowohl auf den onkologischen als auch besonders auf den nicht-onkologischen Stationen angeboten. Dadurch kann das Risiko für Paravasate beim Patienten oder für sonstige Unfälle bei Ärzten und Pflegepersonal minimiert werden. 

Verantwortliche Apothekerin
Dr. Nardos Hölscher
T +49 (0)251 83-45441
F +49 (0)251 83-45439


Klinische Studien sind ein essentieller Bestandteil bei der Erforschung neuer Arzneistoffe, erweiterter Indikationen und innovativer Applikationsformen. Ohne die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Studien gäbe es keinen Fortschritt in der Medizin. Vor Beginn einer Studie müssen verschiedene Institutionen (z.B. Ethikkommission, Bundesoberbehörden) die Studie prüfen und genehmigen. Der gesamte Verlauf wird von den genannten Institutionen und medizinischen Fachkommissionen streng überwacht. Als Apotheke sehen wir uns als Kooperationspartner von Prüfer, Studienpersonal und Sponsoren (z.B. Pharmafirmen, aber auch hausintern gesponsert). Die Betreuung und Durchführung klinischer Studien sind Kernaufgaben der Studienabteilung, dazu gehören auch z.B. die Verblindung der Studienmedikation oder die Randomisierung der Patienten. Im Rahmen von Arzneimittelstudien sind wir als qualifiziertes und fachkundiges pharmazeutisches Personal unter Einhaltung der GCP-Leitlinien und der gesetzlichen Vorgaben an der Organisation, Warenlogistik, Durchführung inkl. Zubereitung, Dokumentation und Lagerung beteiligt. Der Begriff Good Clinical Practice (kurz GCP = „Gute klinische Praxis“) bezeichnet international anerkannte, nach ethischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellte Regeln für die Durchführung von klinischen Studien. Zu den Studien, die wir betreuen zählen neben dem Großteil der Phase II- und III-Studien auch ein kleiner Teil an Phase-I-Studien (Dosisfindungsstudien). Dabei erfolgt die Zubereitung der parenteralen Studienmedikation zum größten Teil unter aseptischen Bedingungen in den Reinräumen der ZZZ. Das Zentrum für Klinische Studien (ZKS) in Münster bietet u.a. Fortbildungsveranstaltungen für Prüfarzte an. Im Rahmen dieser Veranstaltung übernehmen einige Mitarbeiter der Apotheke Vorträge zum Thema “Anforderungen an Prüfpräparate“. (www.zks-muenster.de)    

Verantwortlicher Apotheker
Rainer Kujau
T +49 (0)251 83-45828
F +49 (0)251 83-45824


„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Diesen Satz aus dem Heilmittelwerbegesetz hat vermutlich jeder schon gehört. Leider reicht die Information aus der Packungsbeilage nicht immer aus um eine komplexe klinisch-pharmazeutische Anfrage zu beantworten. Dann wird diese Aufgabe an die Abteilung Arzneimittelinformation weitergegeben. Arzneimittelinformation ist das Gebiet der Pharmazie, das die Erarbeitung, Sammlung, Aufbereitung, Bewertung und Weitergabe von Erkenntnissen zur Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneimitteln umfasst.  Die Apotheker beantworten Fragen hinsichtlich Indikation, Wirkung, Anwendung, Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen, Kinetik und Kompatibilität, zu Beschaffung sowie zur Entsorgung. Umfangreiche Literatursammlungen und der Zugriff auf elektronische sowohl pharmazeutisch-  als auch medizinisch-wissenschaftliche Datenbanken ermöglichen dabei eine fachkundige Recherche und rasche Auskunft. Ziel der Arzneimittelinformation ist es bewertete Informationen an die ärztlichen und pflegerischen Kollegen weiterzugeben und sie somit als kompetenter und wichtiger Ansprechpartner bei Fragen zur Arzneimitteltherapie bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Viele arzneimittelbezogene Probleme wie Therapieversagen oder unerwünschte Wirkungen und damit auch unnötige Kosten können durch klinisch-pharmazeutische Optimierungsstrategien vermieden werden. Somit können wir allen Kliniken, Instituten und Abteilungen mit pharmazeutischer Kompetenz zur Seite zu stehen und durch eine qualitativ hochwertige Arzneimitteltherapie zum Behandlungserfolg beitragen. Die Information und Beratung der Ärzte und des Pflegepersonals insbesondere über Aspekte der Arzneimittelsicherheit ist eine im Gesetz (Apothekenbetriebsordnung) verankerte Verpflichtung des Apothekers bzw. des pharmazeutischen Personals. Die Apotheke informiert über Arzneimittelrisiken und koordiniert die notwendigen Maßnahmen im nationalen (Stufenplanverfahren) und internationalen Rahmen (Pharmakovigilanz). Meldungen dieser Art stammen von nationalen oder internationalen Behörden/Institutionen (z.B. der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker, des BfArM) oder sind Meldungen von Pharmafirmen und betreffen z.B. Rückrufaktionen. Damit eine möglichst optimale Arzneimitteltherapie für alle Patienten erreicht werden kann, bedarf es einer möglichst geringen Anzahl verordneter Wirkstoffe. Die Zahl der Interaktionen sollte möglichst klein sein und potenziell inadäquate Medikamente müssen identifiziert und durch geeignete Alternativen ersetzt werden. Um eine adäquate Medikation zu finden, ist es ebenso wichtig diejenigen Wirkstoffe zu erfassen, die auf Grund von Organerkrankungen, Begleitmedikation, Alter des Patienten oder körperliche Besonderheiten evtl. angepasst werden müssen. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
T +49 (0)251 83-48826
F +49 (0)251 83-40527


Ein Team von erfahrenen Apothekern arbeitet eng mit den Stationsteams direkt vor Ort zusammen und kann dadurch die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöhen und die Pharmakotherapie optimieren.
Die Apotheker auf Station stehen den Stationsärzten und dem Pflegepersonal bei allen pharmazeutischen Fragen stets beratend zur Seite.

In der pharmazeutischen Aufnahme der Anästhesiesprechstunde kümmern sich Apotheker um die Überprüfung und gegebenenfalls Umstellung der Hausmedikation der Patienten, die sich im UKM einem elektiven Eingriff unterziehen.

Verantwortliche Apothekerin:

Dr. Dagmar Horn (Unfallchirurgie, operative Intensivmedizin, Antibiotikatherapie (ABS))
T +49 (0)251 83-48038

Apotheker auf Station

Dr. Sara Beheiri-Elsner (Pharmazeutische Aufnahme)
T +49 (0)251 83-45035

Dr. Katharina Nolte (Pharmazeutische Aufnahme)
T + 49 (0)251 83-41109

Dr. Hedwig Kolve (KMT)
T +49 (0)251 83-52879

Dr. Elvira Ahlke (Kinderonkologie)
T +49 (0)251 83-45447

Florian Bechler (Station 07 Ost und 07 West)
T +49 (0)251 83-48603

Andreas Münstedt (Herz- und Thoraxchirurgie 18 A/B Ost)
T +49 (0)251 83-48649

Dr. Ines Lahuis (UKM Marienhospital Steinfurt)
T +49 (0)2552 79-4231

Gregor Verlage (UKM Marienhospital Steinfurt)
T +49 (0)2552 79-4231
T + 49 (0)251 83-41099

Infos zu Aus-, Fort- und Weiterbildung

Die Apotheke des Universitätsklinikums Münster bietet zahlreiche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Neben der Ausbildung zu pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA), pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten (PKA), Fachlageristen, Lagerfacharbeitern, Famulanten und Pharmazeuten im Praktikum ist unser Team auch in Seminare für Pharmaziestudierende, Fachweiterbildungen sowie den Krankenpflegeunterricht eingebunden. Zudem ist die Apotheke eine zugelassene Weiterbildungsstätte für die Gebietsweiterbildung Klinische Pharmazie. Des Weiteren haben bereits einige Kollegen die PTA-Weiterqualifizierung Zytostatika zur „PTA Onkologie DGOP“ erfolgreich abgeschlossen.

Auf die Aus- und Weiterbildung der verschiedensten Praktikanten legen wir großen Wert – idealerweise sind das unsere Kollegen von morgen.

Jährlich bilden wir neben 6 Pharmazeuten im Praktikum, 4 Famulanten auch viele Schülerpraktikanten und PTA-Praktikanten aus.

Pharmazeuten im Praktikum
Um die verantwortungsvollen Aufgaben eines angehenden Krankenhausapothekers kennenzulernen, werden die jungen Kollegen regulär in die verschiedenen Abteilungen als Teammitglieder eingeplant.   

Unseren Pharmazeuten im Praktikum bieten wir einen umfangreichen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche der Krankenhauspharmazie.

  • Analytik
  • Arzneimittelversorgung
  • Betäubungsmittelverkehr
  • Herstellung (Rezeptur und Defektur)
  • Möglichkeit zur AMTS-Manager-Ausbildung über die AKWL
  • Regelmäßige jour-fixe zu verschieden Themenbereichen
  • Regelmäßige Stationsbegehungen
  • Stationsarbeit in Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegepersonal
  • Zentrale Zytostatika-Zubereitung (ZZZ)

Bewerbungen richten Sie bitte max. 2 Jahre und mind. 1,5 Jahre vor dem geplanten Beginn des Praktikums per E-Mail an Bewerbung_Apotheke(at)­ukmuenster(dot)­de.

Famulanten
Pharmaziestudierenden bieten wir die Möglichkeit an, eine vierwöchige Famulatur bei uns in der Apotheke zu absolvieren, um erste Einblicke in den Arbeitsalltag einer Krankenhausapotheke zu erhalten.

Famulaturen sind innerhalb der vorlesungsfreien Zeit möglich. Bewerbungen richten Sie bitte per E-Mail an Bewerbung_Apotheke(at)­ukmuenster(dot)­de.

PTA Praktikanten
Im Gegenteil zur Patientenberatung in der öffentlichen Apotheke werden in unserer Krankenhausapotheke insbesondere Tätigkeiten mit dem Schwerpunkt Arzneimittelherstellung erlernt bzw. nach der schulischen Ausbildung vertieft.

Wir bieten sowohl ein zweiwöchiges Praktikum während, als auch das mehrmonatige Praktikum nach der schulischen Ausbildung an. Dabei kommen während des mehrmonatigen Praktikums die Abteilungen Analytik, Rezeptur- und Defektur, Totale Parenterale Ernährung und Zytostatika-Zubereitung im Ausbildungsplan zeitlich gleichermaßen vor. Allerdings wird aus Sicherheitsgründen auf das eigenständige Herstellen von Zytostatika-Lösungen verzichtet.

Hierbei bieten wir zwei Varianten des mehrmonatigen PTA-Praktikums an:

  • Variante 1:  3 Monate in der Zytostatika-/Parenteralen Ernährungs-Abteilung und 3 Monate in unserer Rezeptur-/Defektur-/Analytik-Abteilung, gesamt also 6 Monate in der Apotheke des UKM.
  • Variante 2:  3 Monate in der Zytostatika-/Parenteralen Ernährungs-Abteilung und 3 Monate in einer öffentlichen Apotheke

Zweiwöchige Praktika sind außerhalb der Oster- und Weihnachtsferien NRW möglich, die mehrmonatigen Praktika entweder zum 01.08. oder 01.11. eines Jahres nach Absprache. Bewerbungen richten Sie bitte ca. 1 Jahr vor dem geplanten Beginn des Praktikums per E-Mail an Bewerbung_Apotheke(at)­ukmuenster(dot)­de.

Schülerpraktikanten
Interessierte ab der 8. Schulklasse können bei uns in der Apotheke ein Schülerpraktikum absolvieren und Einblicke in die verschiedenen Abteilungen der Apotheke erhalten:

  • Offizin (Kommissionieren von Warenbegleitscheinen, Dokumentation von Blutprodukten, usw.)
  • Einblicke in der Einkaufsabteilung
  • Einblicke in der Warenannahme
  • Einblicke in der Herstellungsabteilung

Bewerbungen mit Angaben zur Dauer und zum gewünschten Zeitraum richten Sie bitte per E-Mail an Bewerbung_Apotheke(at)­ukmuenster(dot)­de.

 
 
 
 

Kontakt

Geschäftsbereich Apotheke
Dr. rer. nat. Christoph Klaas
Apothekenleiter
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A3
(ehemals: Albert-Schweitzer-Straße 41)
48149 Münster

T 0251 83-48826
F 0251 83-48872
christoph.klaas(at)­ukmuenster(dot)­de